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Touristinfos__Wien

[Letzte Aktualisierung: 21. August 2012]


▼ Fakten & Besonderheiten ▼ Klima & Reisezeit ▼ Sightseeing & Touren
▼ Stadtplan ▼ Sicherheit ▼ Theater & Musik
▼ Hinkommen ▼ Auskünfte


[GAY INFOS + SZENEGUIDE_Wien] [HOTELS] [WETTER]


_FAKTEN & BESONDERHEITEN


Wien ist mit rund 1,7 Millionen Einwohnern die größte Stadt Österreichs und als Hauptstadt der Republik nicht nur politisches, sondern seit jeher auch kulturelles, geistiges und wirtschaftliches Zentrum des Landes. Im Großraum Wien leben rund 2,3 Millionen Menschen und damit ein Viertel aller Österreicher.
Noch im 19. Jahrhundert war Wien nach London, Paris und New York die viertgrößte Stadt der westlichen Welt. Diesen Rang hat Wien zwar schon lange verloren, doch in vielen Bereichen wie Musik, Theater oder Kunst spielt die Stadt immer noch in der Weltliga mit. Außerdem ist Wien einer der vier Amtssitze der Vereinten Nationen und Sitz weiterer internationaler Organisationen wie etwa der OPEC. Unter den weltweit beliebtesten Konferenzstädten belegt die Stadt ebenfalls einen der Spitzenplätze.
Unter den Städten mit der besten Lebensqualität weltweit rangiert Wien unter den Top 10, u.a. wegen ihres hohen Freizeitwertes, dem exzellenten Nahverkehr, des dichten Kulturangebots, dem hohem Lebensstandard der Einwohner und geringer Kriminalität.
Davon profitiert man auch als Tourist. In nur wenigen Metropolen der Welt kann man sich so entspannt dem Sightseeing und dem Kennenlernen von Stadt und Menschen widmen wie in Wien.

Jahrhunderte lang war Wien als Residenz der Habsburger eines der politischen und kulturellen Zentren Europas. Wien ist voll von Relikten dieser glamourösen Epoche, besonders in der von der prunkvollen Ringstraße umgebenen Altstadt, die ebenso wie das Schloss Schönbrunn als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.
Viel alte Bausubstanz ist bis heute erhalten geblieben, so dass der Gang durch die Altstadt mit Stephansdom, Hofburg und Staatsoper einem Streifzug durch ein Freilichtmuseum gleichkommt. Im Stadtbild dominiert die Architektur der Gründerzeit, aber auch der Jugendstil hat überall seine Spuren hinterlassen. Äußerlich präsentiert sich Wien dem Besucher als geschlossenes Ensemble aus alten Zeiten, das jedoch auf wundersame Weise mit der Moderne des 21. Jahrhunderts harmoniert.
Alt und Neu, Tradition und Avantgarde erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als zwei Seiten einer Medaille. Hinter den Fassaden aus Prunk, Mythen und Charme der Vergangenheit zeigt sich Wien dem Besucher als innovative, fortschrittliche und hochmodern funktionierende Metropole.

© WienTourismus/Harald Eisenberger

Als Mittelpunkt und Drehscheibe eines ehemaligen Kaiserreichs mit vielen Nationalitäten und Ethnien funktionierte Wien seit jeher als Schmelztiegel, der sich durch Weltoffenheit und kosmopolitisches Flair vom Rest des Landes abhob. Dieser Vorreiterrolle sind die Wiener bis heute treu geblieben.
Wien ist nicht Österreich, aber Österreich ist auch Wien. Hier ticken die Uhren in vielerlei Hinsicht anders. Auch wenn der Beiname "das Rote Wien" heute eher historische Folklore ist, hat er dennoch einen realen Kern. Denn seit dem Ende der Monarchie 1918 wird die Stadt – abgesehen von der Zeit der Nazi-Besatzung 1938-1945 – ununterbrochen von den Sozialdemokraten regiert. Das prägte spürbar das soziale und gesellschaftliche Klima. Nutznießer der Wiener Freiheit sind seit jeher auch die Schwulen, egal, welche homofeindlichen Gesetze im Land auch herrschten.

Im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen geht es in Wien auffällig gemütlich und gemächlich zu. Alles läuft hier einen Gang niedriger als anderswo. Die Wiener nehmen sich Zeit zum Genießen. Nicht von ungefähr ist etwa die Tradition der Kaffeehäuser oder der "Heurigen" (typische Weinschenken) in Wien besonders ausgeprägt. In Wien kann man den Puls der Zeit ebenso spüren wie die Gemächlichkeit. Wien ist Metropole und Idylle, Weltstadt und Gemütlichkeit in einem.

Dem Touristen präsentiert sich Wien als kompakte Stadt, die sich einem leicht erschließt. Die Stadt ist in 23 Bezirke eingeteilt. Kernbereich ist der 1. Bezirk, die historische Altstadt innerhalb der Ringstraße. Hier befinden sich die meisten touristischen Sehenswürdigkeiten. Um den 1. Bezirk herum schließen sich weitere für Touristen interessante Bezirke an: Wieden (4. Bezirk), Margareten (5. Bezirk), Mariahilf (6. Bezirk), Neubau (7. Bezirk) und Josefstadt (8. Bezirk).




_STADTPLAN



[Größere Kartenansicht]

_HINKOMMEN


Mit dem Flugzeug
Der internationale Flughafen Wien Schwechat liegt rund 18 km südöstlich vom Zentrum entfernt. Zwischen Wien und vielen deutschen Großstädten gibt es zahlreiche Flugverbindungen. AIR BERLIN sowie LUFTHANSA und AUSTRIAN AIRLINES verfügen über ein dichtes Streckennetz, und GERMANWINGS fliegt häufig von Stuttgart und Köln-Bonn in die Donaumetropole. Die österreichische Low-Cost-Airline NIKI bedient die Strecken von Zürich, Frankfurt und München nach Wien.
Schweizer kommen außerdem mit SWISS oder AUSTRIAN AIRLINES von Zürich, Basel und Genf nach Wien, AIR BERLIN bedient die Strecken Basel und Zürich.
Als Hauptstadt und UNO-Standort gehört Wien zum Streckennetz vieler internationaler Fluggesellschaften. Von Wien aus gelangt man nonstop in viele Länder und Urlaubsziele Europas und der Welt.
Auf der Homepage des Flughafens Schwechat erfährt man, welche Fluggesellschaften aus aller Welt in Wien starten und landen. [Infos]


Vom Flughafen gibt es mehrere Verbindungen ins Zentrum.
Am schnellsten geht es mit dem [City Airport Train], der im Halbstundentakt zwischen Flughafen und City Air Terminal (Wien Mitte/U3+U4 Landstraße) verkehrt. Züge fahren zwischen 6 und 23 Uhr. Die Fahrt dauert 16 Minuten und kostet pro Strecke 8 €. Etliche Fluggesellschaften ermöglichen den [Check-in] (mit Gepäckaufgabe) bereits im Zugterminal im Zentrum.
Rund 20 Minuten dauert die Fahrt mit dem [Expressbus] der Vienna Airport Lines. Der Bus verkehrt zwischen Flughafen und Morzinplatz (U1+U4 Schwedenplatz) alle 30 Minuten von ca. 5 Uhr bis Mitternacht. Die Fahrt kostet 6 €.
Eine dritte Möglichkeit, schnell und günstig ins Zentrum zu kommen, ist die S-Bahn. Die Linie 7 verkehrt zwischen Flughafen und Wien-Mitte (U3+U4 Landstraße) alle 30 Minuten von 5 Uhr bis Mitternacht.
Mit der Wien Karte für Touristen (s. SIGHTSEEING & TOUREN) sind alle Fahrten noch günstiger.


Mit dem Zug
Aufgrund der geringeren Entfernungen ist die Anreise per Bahn aus [Deutschland] oder der [Schweiz] eine (auch klimafreundliche) Alternative. Neben den Bundesbahnen der beiden Länder bietet die [Österreichische Bundesbahn] günstige Angebote für Reisen zwischen Wien und vielen Städten in der Schweiz, Deutschland und anderen Nachbarländern wie Tschechien, Slowakei, Italien oder Ungarn.


_KLIMA & REISEZEIT


Das Klima in der Region Wien ist ein Übergang aus gemäßigtem Klima, das vom Atlantik im Westen bestimmt wird, und kontinentalen Einflüssen aus dem Osten. Deshalb sind Temperaturschwankungen sowohl im Winter wie im Sommer häufig und können mitunter stark ausfallen.
Im Sommer von Juni bis August ist es mit durchschnittlich 19°C und Tageswerten bis zu 30°C und mehr am wärmsten. Die Wintermonate sind im Vergleich zu anderen Landesteilen Österreichs eher mild. Trotzdem stehen 60 Sommertagen im Jahr immerhin rund 70 Frosttage gegenüber. Die jährliche Niederschlagsmenge ist eher gering, am meisten regnet es in den Sommermonaten.

Natürlich ist Wien im Sommer am schönsten, aber auch zu jeder anderen Jahreszeit eine Reise wert. Wer allerdings im Winter garantiert Schnee erleben will, sollte in höher gelegene Orte Österreichs fahren. Aufgrund der geringen Niederschlagsmenge und niedrigen Höhenlage – die höchste Erhebung Wiens liegt gerade mal 542 Meter über dem Meeresspiegel – liegt hier weniger häufig Schnee als man erwarten würde.

Aktuelles Wetter für Wien bei [wetteronline.de]


_SICHERHEIT


© WienTourismus/Harald Eisenberger

Wien gilt als sehr sichere Metropole. Hier kann man sich überall zu jeder Tages- und Nachtzeit frei und ohne Angst bewegen. Man kann bedenkenlos zu Fuß gehen oder die Nahverkehrsmittel benutzen, die als sehr sicher gelten. Das gilt auch für das Gay-Viertel rund um den Naschmarkt und generell für schwule Touristen, die in Wien nur selten auf Ressentiments stoßen.
Eine Bedrohung stellen höchstens Trick- und Taschendiebe dar, aber selbst diesbezüglich ist Wien weniger „gefährlich“ als andere europäische Metropolen. Wer also die üblichen Sicherheitsregeln beherzigt und nicht leichtsinnig ist, kann in Wien seinen Aufenthalt absolut entspannt genießen.

Falls doch mal etwas passieren sollte: Die Notrufnummer für die Polizei lautet 133, für die Ambulanz/Rettungsdienst wählt man 144.
Bei Interesse erfährt der Wien-Besucher mehr auf der Homepage von Wien Tourismus, wo man sich Sicherheitstipps [runterladen] kann.

[Tipps zur Sicherheit auf Reisen]


_AUSKÜNFTE


Wer Infos oder Anregungen für seinen Wien-Trip sucht, ist mit der Homepage von [Wien Tourismus] bestens bedient. Ob man sich für moderne Architektur oder das alte jüdische Wien, Kunstsammlungen oder Design, Fahrradtouren oder Ausflüge ins Umland interessiert, hier gibt es selbst zu speziellen Themen Infos, nützliche Adressen und weiterführende Links. Fürs Sightseeing werden eigene Tourenvorschläge angeboten. Da die Fülle an Sehenswürdigkeiten und Museen (über 100) einfach überwältigend ist, hilft ein Ranking bei der Orientierung.
Darüber hinaus kann man Infomaterial und [Prospekte] runterladen – etwa U- und S-Bahnplan, Listen von traditionellen Kaffeehäusern und Heurigen (Wiener Weinschenken) und Prospekte zu Einkaufsstraßen oder Lokalen mit Wiener Küche. Daneben gibt es Listen mit behindertenfreundlichen Hotels, Restaurants, Bars, Sehenswürdigkeiten und öffentlichen Einrichtungen sowie einen aktuellen Hotelguide mit allen Unterkünften von First Class bis Einfach.

Alle Auskünfte sowie Stadtpläne und Broschüren erhält man auch vor Ort, entweder bei der Ankunft im Flughafen oder im Stadtzentrum.
Tourist-Info Flughafen, Ankunftshalle, täglich 7-22 Uhr Tourist-Info Zentrum, Albertinaplatz 1/Maysedergasse, hinter der Staatsoper, nahe U1+U3 Stephansplatz, täglich 9-19 Uhr, Tel. +43 (01) 24 555


_SIGHTSEEING & TOUREN


Öffentlicher Nahverkehr
Wien verfügt über eines der dichtesten Nahverkehrsnetze der Welt. Mit U- und S-Bahn sowie Straßenbahnen und Bussen kommt man tagsüber wie nachts überall schnell und günstig hin. Auf das Auto sollte man beim Sightseeing, schon allein wegen der restriktiven Parkmöglichkeiten, besser verzichten.
Die Tramlinie 1 ist für Touristen besonders attraktiv. Sie verbindet Sehenswürdigkeiten wie das Hundertwasserhaus und das Kunsthaus Wien mit Ringstraßenbauten wie Burgtheater, Rathaus, Parlament, Hofburg und Staatsoper.
Für Touristen empfiehlt sich die Wien-Karte, mit der man 72 Stunden lang alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen kann und in über 200 Einrichtungen wie Museen und Theater Ermäßigungen erhält. Das Ticket gibt es für 18,50 € beim Tourist-Info, in vielen Hotels und den Verkaufsstellen von U- und S-Bahnen. Wer nur den Nahverkehr nutzen will: Die 24-Stunden-Karte kostet 5,70 €, die 72-Stunden-Karte 13,60 €.

Seit Anfang April 2009 gibt es mit der Vienna-Ring-Tram ein neues Angebot für Sightseeing auf eigene Faust. Die gelbe Touristen-Straßenbahn fährt täglich von 10-18 Uhr (Juli/August bis 19 Uhr) komplett über den Ring-Boulevard und umrundet dabei die Altstadt. Das Besondere: Während der knapp halbstündigen Fahrt werden die Fahrgäste mit LCD-Bildschirmen und Kopfhörern über die Sehenswürdigkeiten entlang der Route informiert. Man kann aber auch zwischendurch immer wieder aus- und einsteigen. Die Touristen-Tram verkehrt immer 15 und 45 Minuten nach der vollen Stunde ab Schwedenplatz. Das 24h-Ticket kostet 9 € - die üblichen Fahrscheine der Wiener Verkehrslinien gelten nicht!
Mehr Infos zum Nahverkehr sowie aktuelle Fahr- und Streckenpläne gibt es auf der Homepage der Verkehrsbetriebe [Wiener Linien].


© Citybike Wien/Peter Anzböck

Leihfahrrad
Die sportliche und flexible Alternative beim Sightseeing! Mit über 1000 km Radwegen und den stadtweiten Verleihstationen von Citybike bietet Wien ideale Bedingungen.
An über 50 Stationen in der Stadt kann man sich per Kreditkarte oder mit einer speziellen Citybike Tourist Card ein Fahrrad ausleihen, so lange fahren wie man will und das Fahrrad an jeder x-beliebigen Station wieder abgeben.
Die 1. Stunde fährt man gratis, die 2. Stunde kostet 1 €, die 3. Stunde 2 € und ab der 4. Stunde zahlt man 4 €/Stunde. Auf der Homepage kann man sich vorab als Citybiker anmelden (geht aber auch vor Ort an jeder Leihstation) und eine Liste sowie den Lageplan der Leihstationen runterladen.
[Infos]

Interessierte Radfahrer können sich auf der Homepage von
[Wien Tourismus] alle relevanten Infos rund ums Rad und zu speziellen Radtouren besorgen. Der Veranstalter [PEDAL POWER] bietet zudem geführte Radtouren an, macht aber auch Vorschläge für Citytouren auf eigene Faust und verleiht hochwertige Fahrräder zu günstigen Preisen.


Zu Fuß unterwegs
Zu guter Letzt eignet sich Wien hervorragend für Stadtspaziergänge. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen in der historischen Altstadt und dem Zentrum außerhalb des Rings und sind aufgrund der geringen Entfernungen gut zu Fuß zu erreichen.
Und wer dennoch mal ein Taxi benötigt, z.B. nachts von der Schwulenbar ins Hotel, wählt die vom Gay Guide Vienna empfohlene Nummer 40100.



Da die Liste der Sehenswürdigkeiten endlos ist, beschränken sich unsere Tipps auf einige Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


Sightseeing im Standardformat

Die einfachste und bequemste Art, um Wien kennenzulernen, sind die Hop-on-Hop-off-Busse von Vienna Sightseeing, die im Halbstundentakt auf dem Ring und in der Altstadt verkehren sowie im Stundentakt andere Sehenswürdigkeiten ansteuern. Am besten kauft man sich ein Tagesticket und steigt an 15 Haltestellen nach Lust und Laune aus und wieder zu. Tickets gibt es für 20 € in jedem Bus. Außerdem bietet der Veranstalter halb- oder ganztägige Rundfahrten an. [Infos]

Wer Wien auf eigene Faust entdecken möchte, für den hat Wien Tourismus eine Tour Wien in 72 Stunden zusammengestellt, die an die schönsten Plätze der Altstadt, nach Schönbrunn, in den Prater, an den Donaustrand und viele weitere Orte führt. Auf der Homepage von Wien Tourismus kann man sich die [Tourenbeschreibung] ausdrucken.

[Citytouren für Schwule]


Kaffeehäuser

Das Kaffeehaus, oft verbunden mit einer Konditorei, ist eine uralte Wiener Tradition, die es locker mit der modern Coffee to go-Philosophie von Starbuck’s aufnehmen kann.
Nirgendwo sonst als im klassischen Kaffeehaus findet man die einzigartige Atmosphäre einer Oase im hektischen Alltag. Hier liest der Wiener in aller Ruhe seine Zeitung, trifft Verabredungen, genießt seinen Kaffee in zahllosen Varianten und nimmt sich vor allem eines: Zeit.
Einige Kaffeehäuser wie das Demel (Kohlmarkt 14, Altstadt) gibt es bereits seit über 200 Jahren. Noch heute wird man dort wie anno dazumal vom Personal in der 3. Person angeredet. Auf eine lange Tradition blickt auch das Hawelka (Dorotheergasse 6, Altstadt) zurück. Wer erfahren möchte, was es mit dieser Wiener Tradition auf sich hat, für den sind die Kaffeehäuser ein absolutes Muss. [Infos]

© WienTourismus/Popp & Hackner

Architektur

Architektur-Interessierte schöpfen in Wien aus dem Vollen. Die Stadt ist voll mit Zeugnissen aller Baustile und prominenter Architekten – von Gotik und Barock über Jugendstil bis zur Postmoderne und aktueller Baukunst. Oft stehen Alt und Neu – wie das Haas-Haus von Hans Hollein und der Stephansdom – direkt nebeneinander. Das MuseumsQuartier ist nur eines von vielen gelungenen Beispielen für die moderne Umgestaltung alter Bausubstanz.
Unbedingt lohnt ein Abstecher in die Donau-City (U1 Kaisermühlen), wo auch die UNO-Gebäude stehen. Dort, im reizvollen Kontrast zur historischen Altstadt, entsteht am Ufer der Donau noch bis 2012 ein neues Wohn- und Geschäftsviertel, dessen Ästhetik und Formensprache jeden Architektur-Fan begeistern wird.
Unser Tipp: Man lädt sich von der Homepage von Wien Tourismus den Architektur-Guide "Vom Jugendstil bis zur Gegenwart" runter oder besorgt sich ihn vor Ort – und macht sich auf die Spurensuche. [Infos]

Hofburg

Die Hofburg ist das Wiener Wahrzeichen schlechthin und gehört zur Stadt wie die "Blaue Donau", der Prater und Kaiserin Sisi: also Pflichtprogramm!
Die prunkvolle einstige Residenz der Habsburger Kaiser in der Altstadt umfasst ein weitläufiges Areal aus Gebäuden, Plätzen und Parkanlagen [Lageplan]. Heute befinden sich hier über ein Dutzend Museen und andere Einrichtungen, Cafés und Restaurants, außerdem ist die Hofburg Amtssitz des Bundespräsidenten.
Kernstück der Hofburg, in der die Habsburger nach über 700 Jahren Herrschaft bis 1918 residierten, sind die einstigen Kaiserapartments mit dem Sisi Museum. Eine Dauerausstellung mit zahlreichen originalen Utensilien wie einer Reisetoilettengarnitur oder einem der wenigen erhaltenen Sommerkleider beleuchtet das (Privat)Leben der legendären wie tragischen Kaiserin Elisabeth zwischen Mythos und Wirklichkeit. Selbst über 100 Jahre nach ihrer Ermordung 1898 in Genf gilt sie als Kultfigur.
Sisi Museum, Hofburg, U3 Herrengasse, Eingang Michaelerkuppel, täglich 9-17 Uhr, Juli und August bis 17.30 Uhr, Ticket (mit Audioguide) 9,90 € – für Sisi-Fans gibt es das "Sisi-Ticket" für 22,50 € (inkl. Eintritt/Audioguide für Schloß Schönbrunn) [Infos]

Schloß Schönbrunn

Die ehemalige Sommerresidenz der Habsburger einige Kilometer von der Altstadt entfernt zählt zu den schönsten Barockschlössern Europas und wurde 1996 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Das riesige Schloss hat 1441 Räume, viele davon mit reichlich Blattgold dekoriert, und ist von weiträumigen Gartenanlagen umgeben (mit einem sehenswertem Irrgarten aus Hecken). Wiens Touristenmagnet zählt jährlich Millionen von Besuchern. Wer Schlösser mag, kann hier gut und gern einen ganzen Tag verbringen.
Schönbrunner Schloßstraße, U4 Schönbrunn, täglich ab 8.30 Uhr geöffnet, April-Juni und September/Oktober bis 17 Uhr, Juli/August bis 18 Uhr, November-März bis 16.30 Uhr, Tickets 9,50 € (22 Prunkräume, mit Audioguide) oder 12,90 € (40 Prunkräume, mit Audioguide) [Infos]

MuseumsQuartier

© MQ Wien/Lisi Gradnitzer

Für Kunstinteressierte ist das Quartier, das mit dem Slogan "Barock trifft Cyberspace" wirbt, ein Muss. Das MuseumsQuartier auf dem Areal der früheren kaiserlichen Pferdestallungen nahe der Hofburg zählt zu den 10 größten der Welt und beherbergt mehrere berühmte Museen wie das [Leopold Museum] mit Werken u.a. von Gustav Klimt und Oskar Kokoschka, die [Kunsthalle Wien] und das [Museum Moderner Kunst]. Für den Besuch des Quartiers, in dem es viele nette Cafés und Restaurants gibt, sollte man mindestens einen Tag einplanen.
Museumsplatz 1, U2 Museumsquartier, das Areal ist rund um die Uhr zugänglich, die einzelnen Museen sind in der Regel von 10 Uhr bis 19 Uhr geöffnet [Infos]

Albertina

Wiens größtes Ausstellungshaus beherbergt eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen grafischer Kunst. Unter den über eine Million Druckgrafiken und Zeichnungen befinden sich Meisterwerke von Dürer, Klimt, Schiele, Picasso, Cézanne und vielen anderen, die in wechselnden Ausstellungen zu sehen sind.
Albertinaplatz 1, Südspitze der Hofburg, nahe U1/U2/U4 Karlsplatz, täglich 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr [Infos]

MAK – Museum für angewandte Kunst

In Wien hat Design, das sich bis heute vom Jugendstil inspirieren lässt, eine lange Tradition. Im Museum für angewandte Kunst und Gegenwartskunst sind die wichtigsten Design-Epochen in Gestalt von Möbeln, Textilien, Glas, Porzellan, Schmuck und vielen anderen Objekten dargestellt. Im Museumsshop gibt es junges, ausgefallenes Design zum Mitnehmen.
Stubenring 5, U3 Stubentor, Mi-So 10-18 Uhr, Di 10-24 Uhr, Sa Eintritt frei [Infos]


Kunsthaus Wien &
Hundertwasser-Haus

Der Maler und Künstler Friedensreich Hundertwasser (1928-2002) hat Wiens Architektur neue Impulse gegeben. Beispiel seines Schaffens ist u.a. das Hunderwasser-Haus, ein kommunaler Bau aus den 1980er Jahren, der mit bunten Flächen, unregelmäßigen Formen und wucherndem Grün jenseits aller Normen errichtet wurde und heute als Touristenattraktion gilt. Unweit des Hauses liegt ein weiteres seiner Projekte, das Kunsthaus Wien. Es zeigt in einer Dauerausstellung eine Werkschau des Künstlers und präsentiert Gegenwartskunst in wechselnden Ausstellungen.
Kunsthaus Wien, Untere Weißgerberstr. 13, Bezirk Landstraße, täglich 10-19 Uhr, Ticket 9 € Hunderwasser-Haus, Kegel-/Löwengasse, nahe Kunsthaus [Infos]

Kunsthistorisches Museum

Mit seinen Gemälden aus allen Epochen der Kunstgeschichte, vor allem aber aus der Renaissance und dem Barock, gehört das Museum zu den bedeutendsten der Welt. Der monumentale Prachtbau aus dem Jahre 1891 beherbergt zahlreiche Meisterwerke abendländischer Kunst u.a. von Rembrandt, Rubens, Tizian, Raffael und die weltgrößte Bruegel-Sammlung.
Maria-Theresien-Platz, U2 Museumsquartier, täglich 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr, Mo geschlossen [Infos]

Belvedere

Die nahe der Altstadt gelegene Anlage mit weitläufigem Garten gilt als Schmuckstück barocker Architektur und besteht aus zwei Schlössern (Oberes und Unteres Belvedere).
Das Obere Belvedere beherbergt österreichische Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart, u.a. die weltgrößte Sammlung mit Werken von Gustav Klimt, des weiteren Werke von Kokoschka, Schiele, Hundertwasser und vielen anderen.
Im Unteren Belvedere sind die feudalen, prunkvollen Wohnräume des Prinzen Eugen von Savoyen (1663-1736) zu bewundern, der durch seine siegreichen Schlachten in den Türkenkriegen als einer der bedeutendsten Schwulen in die österreichische Geschichte einging.
Oberes Belvedere, Prinz-Eugen-Str. 27, nahe Südbahnhof, tgl. 10-18 Uhr Unteres Belvedere, Rennweg 6a, nächste Station U4 Stadtpark, tgl. 10-18 Uhr, Mi 10-21 Uhr
[Infos]

Staatsoper

Opernfans sollten wenigstens einmal eine Aufführung auf der renommierten Bühne live erlebt haben. Dass Schwule einen Hang zur Oper haben, ist hinlänglich bekannt. Dass das 1869 eröffnete Haus von einem schwulen Architektenpaar errichtet wurde, dessen Leben kurz nach der Eröffnung wegen des Skandals um einen Baufehler auf tragische Weise mit Selbstmord endete, wissen nur die wenigsten.
Wer kein Ticket ergattert, kann die Staatsoper dennoch von innen erleben. Mehrmals täglich finden Führungen durchs Haus und das Opernmuseum statt.
Opernring 2, U1/U2/U4 Karlsplatz, aktueller Spielplan, Kartenvorverkauf und Termine für Führungen (rund 40 Minuten) findet man auf der Homepage der Staatsoper
[Infos]


Prater & Riesenrad

Das 1897 erbaute Riesenrad im Prater ist eines der Wahrzeichen Wiens. Vom höchsten Punkt hat man in 65 Metern Höhe einen wunderbaren Ausblick auf Wien – tagsüber wie nachts. Das Rad steht am Eingang des ältesten Vergnügungsparks der Welt, dem Prater. Wenn man schon mal hier ist, nimmt man den Rummel mit seinen über 250 Attraktionen gleich mit.
Unser Tipp: Nach dem Besuch des Riesenrades fährt man mit dem Fahrrad durch den Prater Park, Wiens größte Parkanlage und mit 600 Hektar fast doppelt so groß wie der Central Park in New York und dreimal so groß wie der Berliner Tiergarten.
U 1 und S-Bahn Praterstern, täglich ab 10 Uhr bis 19.45 Uhr, im Sommer bis 23.45 Uhr, Ticket fürs Riesenrad 8 €, Prater 10-1 Uhr, Eintritt frei [Infos]

Trip nach Bratislava

Die slowakische Hauptstadt Bratislava liegt nur 65 Km von Wien entfernt – ideal für einen Tagesausflug dorthin. Eine Möglichkeit wäre mit dem Zug, eine andere mit dem Schiff, denn Bratislava liegt auch an der Donau. Dauert zu lange? Nicht mit dem Twin City Liner! Der moderne Highspeed-Katamaran legt die Strecke in nur 75 Minuten zurück. Man fährt morgens hin, hat genügend Zeit für Sightseeing und ist abends wieder zurück in Wien. EU-Bürger benötigen lediglich einen Personalausweis, Schweizer ihren Reisepass.
Twin City Liner, Abfahrt an der Ablegestelle Schwedenplatz, Donaukanal, U1+U4 Schwedenplatz, von April bis Ende Oktober täglich mehrmals ab 8.30 Uhr, im Winter eingeschränkte Zeiten, Ticket pro Fahrt 26 € [Infos & Tickets]


_THEATER & MUSIK


Wien ist berühmt für seine Theater, Opernaufführungen und Musicals. Rund 50 Sprechbühnen bedienen das Publikum.

Die wichtigste Opernbühne ist die Wiener [Staatsoper] (Opernring 2, U1/U2/U4 Karlsplatz), wo große Diven und Ballettstars wie Rudolf Nurejew und Vladimir Malakhov Triumphe feierten.
Weitere Spielstätten sind das [Theater an der Wien] (Linke Wienzeile 6, U4 Kettenbrücken­gasse), wo einst Mozarts "Zauber­flöte" uraufgeführt wurde, sowie die [Volksoper Wien] (Währinger Str. 78, U6 Währinger Straße/Volksoper), wo man sich der leichten Opernmuse verschrieben hat.
Fans klassischer Musik ist der [Musikverein] (Karlsplatz 6, U1/U2/U4 Karlsplatz) zu empfehlen und Musicalliebhaber müssen unbedingt zu einer Vorstellung ins [Raimund Theater] (Wallgasse 18-20, U6 Gumpendorfer Straße).
Für Theaterfreunde ist das weltberühmte [Burgtheater] (Doktor-Karl-Lueger-Ring 2, U3 Herrengasse), eine der großen deutschsprachigen Bühnen, ein Muss.
Zu guter Letzt hat Wien auch in punkto elektronische Musik einen guten Ruf, den man in der außergewöhnlichen Location [Flex] (Am Donaukanal, Augartenbrücken, U2+U4 Schottenring) testen kann.


Aktualisierte [Veranstaltungstermine] für Theater, Oper, Musicals, Konzerte, Ausstellungen und andere Events gibt es auf der Homepage von Wien Tourismus.













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