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[Letzte Aktualisierung: 23. September 2012]




▼ Gay Profil ▼ Hot Spots ▼ Info & Medien


[TOURIST-INFOS_Deutschland] [HOTELS_Deutschland]


GAY PROFIL
© Jürgen Bieniek

Gesellschaftliches Klima
Deutschland ist ein ausgesprochen homofreundliches, liberales und sehr freizügiges Land. Schwule und Lesben sind mehr oder weniger gut in die Gesellschaft integriert, sie genießen große Freiräume und sind in vielen Bereichen als auch in den Massenmedien sichtbar. Manchmal erscheint die offizielle Politik konservativer und defensiver als die Mehrheit auf der Straße denkt. Die meisten Deutschen akzeptieren Homosexuelle und befürworten gleiche Rechte.
Noch vor 30 Jahren war das gesellschaftliche Klima deutlich anders. Homosexuelle Handlungen wurden strafrechtlich verfolgt. Das gesellschaftliche Klima gegenüber Homosexuellen war sehr konservativ und repressiv, bestenfalls wurden sie völlig ignoriert. Das ist heute ganz anders. Selbst in konservativen Parteien sorgen offen schwule Politiker nicht mehr für Aufregung. Vor allem in Großstädten werden Homoprojekte, die Beratung und Hilfe anbieten, teilweise vom Staat unterstützt. Natürlich gibt es die üblichen Unterschiede zwischen Großstadt und "Provinz", aber selbst in den kleinsten Dörfern sind Schwule nicht mehr dazu gezwungen, ihren Lebensstil zu tarnen. Besonders freizügig geht es in Metropolen wie Berlin und Hamburg zu.
Deutschland ist ein weitgehend säkularisiertes Land. Vor allem in den Großstädten haben die Kirchen keinen nennenswerten Einfluss mehr auf den Alltag der Menschen und die öffentliche Meinung. Darüber können auch verbale Ausfälle, die sich insbesondere katholische Bischöfe immer wieder mal leisten, nicht hinwegtäuschen.

Rechtliche Situation
Das Schutzalter für sexuelle Handlungen liegt für alle bei 16 Jahren. Es gibt ein Gesetz, das auch Homosexuelle vor Diskriminierung schützt. Seit der Einführung der Eingetragenen Partnerschaft 2001 haben Homopaare eheähnliche Rechte, sind aber in wichtigen Bereichen wie dem Steuerrecht noch nicht gleichgestellt. Ziel bleibt die völlige Gleichstellung von Homo- und Heteropartnerschaften.

Sicherheit
Unter Beachtung der üblichen Sicherheitsregeln gilt Deutschland im allgemeinen als sicheres Land für Homosexuelle - und natürlich auch für Touristen. In den Metropolen, aber auch in kleineren Städten kann man sich meist frei und ohne Anspannung bewegen.
Ein Sicherheitsrisiko kann für Schwule, insbesondere, wenn sie dunkler Hautfarbe sind, jedoch in manchen ländlichen Gebieten und Kleinstädten Ostdeutschlands bestehen. Das gilt insbesondere für die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. Hier geht die Aggression meist von fremdenfeindlichen Jugendlichen mit rechtsextremem Hintergrund aus. Das sollte man bei einem längeren Aufenthalt mit bedenken!

© Jürgen Bieniek

Besonders in den Großstädten mit großer, sichtbarer Gay Community werden hin und wieder Überfälle auf Schwule registriert. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht in abgelegenen Cruisinggebieten oder an Autobahnparkplätzen.
In manchen Stadtteilen von Großstädten mit hohem Anteil an Migranten gibt es ein erhöhtes Risiko, Opfer von Aggressionen zu werden. Gründe hierfür sind oft ökonomische Frustrationen und kulturell bedingte Homophobie vor allem bei Minderheiten von Migranten aus der Türkei oder dem arabischen Raum.
[Sicherheitstipps aus schwuler Sicht]

Gay Community
Überall in Deutschland gibt es eine sehr gut entwickelte Infrastruktur mit Organisationen, Verbänden, Medien, Beratungs- und Aidshilfeprojekten sowie eine vielfältige kommerzielle Szene mit Bars, Cafés, Restaurants, Danceclubs, Saunen, Geschäften und speziellen Dienstleistungen. Die Infrastruktur konzentriert sich in den Großstädten, die ein Höchstmaß an schwulem Lebensstil ermöglichen, aber selbst in kleineren Städten existiert eine sichtbare schwule Szene.
Da sich die Mehrheit der Touristen in den Großstädten aufhält, finden sie dort ideale Bedingungen für einen rundum "schwulen" Aufenthalt vor.


HOT SPOTS

BERLIN
Berlin ist Deutschlands Homo-Metropole mit der größten Community des Landes und über 100 Bars, Cafés, Clubs, Saunen, Restaurants und anderen Locations. Hier findet man Europas einziges Schwules Museum und so viele kulturelle Angebote wie in keiner anderen Stadt Deutschlands. Berlin wird seit mehreren Jahren vom schwulen Bürgermeister Klaus Wowereit regiert.
Höhepunkte im Jahreskalender sind im Juni Europas größtes Homo-Stadtfest im Bezirk Schöneberg und die Parade zum Christopher Street Day mit 400.000 Teilnehmern, außerdem das Ledertreffen zu Ostern und das Fetischtreffen Folsom Berlin Anfang September. Berlin ist bekannt für seine Freizügigkeit und die Fetisch- und Sexpartys sowie Bars mit Darkroom. Gelegenheiten zum schnellen Sex sind zahlreich. Im Ausland hat Berlin bereits den Ruf als Europas Gay Sex-Mekka. Schwule Hot Spots sind die Bezirke Schöneberg, Kreuzberg-Friedrichshain und Prenzlauer Berg-Friedrichshain. Der inoffizielle Berlin-Slogan lautet "arm, aber sexy"! Das sagte mal der Bürgermeister in einem Interview zum Gay Pride - und da ist was wahres dran!
[GAY GUIDE_Berlin] [HOTELS_Berlin]

HAMBURG
Hamburg ist nach Berlin die zweitgrößte Stadt Deutschlands mit Metropolenflair. Hier gibt es eine vielfältige Community und ausgeprägte kommerzielle Szene mit zahlreichen Locations für die Leder- und Fetischszene sowie Stricherbars. Bedeutende jährliche Veranstaltungen sind der CSD mit Straßenfest und das internationale Ledertreffen im August sowie die Lesbisch-Schwulen Filmtage im Oktober. Schwule Hot Spots sind die Stadtteile St. Georg und St. Pauli. [GAY GUIDE_Hamburg] [HOTELS_Hamburg]

KÖLN
Die Fast-Millionenstadt gilt als Homo-Hochburg im Westen Deutschlands und kann sich mit dem größten CSD Deutschlands schmücken. Schätzungsweise 1 Million Menschen sind Anfang Juli auf der Straße. Gefeiert wird der CSD von den Kölnern wie ein zweiter Karneval, der neben dem weltberühmten Dom als Kölner Markenzeichen gilt. Die Szene konzentriert sich in der Innenstadt zwischen Alter Markt und Rudolfplatz. Hervorzuheben sind die Kölner Saunen sowie die Bärenszene, die hier stark vertreten ist und jährlich mit dem German Bear Pride im November ein internationales Event auf die Beine stellt.
[GAY GUIDE_Köln] [HOTELS_Köln]

FRANKFURT
Die Großstadt hat ein ausgesprochen internationales Flair und ist wegen des größten Flughafens Deutschlands das Einfallstor für viele Touristen aus dem Ausland. Wegen der imposanten, in Deutschland einzigartigen Skyline aus Hochhäusern mutet Frankfurt wie eine amerikanische Metropole an. Frankfurt ist Bankenzentrum, alles kommt etwas schicker und teurer daher. Die schwule Szene konzentriert sich nördlich der Einkaufsmeile Zeil und ist übersichtlich. Highlight ist der CSD mit Straßenfest im Juli.
[HOTELS_Frankfurt]

MÜNCHEN
Die gediegene, aber auch teuerste Metropole im Süden Deutschlands besitzt ein ausgeprägtes Schickimicki-Flair. München ist das liberale Herz des konservativen Bundeslandes Bayern. Einzigartig in Deutschland ist, dass mit der "Rosa Liste" eine homosexuelle Wählervereinigung seit Jahren mit in der Stadtregierung sitzt. Die kommerzielle Szene ist recht vielfältig, wenn auch weniger freizügig, da in München strengere Sitten als anderswo herrschen. Allgemein zugängliche Sexpartys sind hier tabu. Legendär sind Locations wie das Hotel und die Sauna Deutsche Eiche. Höhepunkte im Jahreskalender sind der CSD im Juli und das weltberühmte Oktoberfest, auf dem Schwule sichtbar präsent sind. Schwuler Hot Spot ist die Citygegend zwischen Sendlinger Tor und Gärtnerplatz. [GAY GUIDE_München] [HOTELS_München]




INFO & MEDIEN

In Deutschland gibt es mehrere schwule Monatsmagazine mit lokaler oder überregionaler Verbreitung. Die Metropolen, aber auch mittelgroße Städte haben ihre eigenen Stadtmagazine, die in der Regel kostenlos in den Szenelocations ausliegen. Sie enthalten aktuelle Veranstaltungstermine, oft auch Stadtpläne - für Touristen eine sehr nützliche Hilfe zur Orientierung.
Deutschlandweit erscheinen die Zeitschriften BOX, die sich vor allem an die Leder-, Fetisch- und Bärenszene wendet, und die lifestyle- und partyorientierte BLU aus Berlin. Sie gilt als Deutschlands auflagenstärkste Zeitschrift, die mit eigenen Ausgaben für Berlin, München, Köln, Frankfurt, Hamburg und Leipzig/Dresden erscheint.
In Norddeutschland und Hamburg erscheinen außerdem noch die Zeitschrift HINNERK, in Berlin die SIEGESSÄULE, in Köln und Nordrhein-Westfalen RIK und EXIT, in München LEO und in Frankfurt das Magazin GAB.

In größeren Städten wie Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt und München gibt es Gay Switchboards genannte Einrichtungen, wo sich Touristen über die lokale Szene informieren können und in der Regel schwule Stadtpläne erhalten.

Informationen online zu den Gay-Szenen einzelner Städte erhält man auf den Webseiten der Stadtmagazine. Des weiteren ist das Netzwerk von [GAY WEB] zu empfehlen. Hier gibt es - nach Bundesländern gegliedert - die Adressen von Bars, Clubs, Saunen und anderen Locations für Schwule und Lesben in vielen, selbst kleineren Städten.

Infos und Szeneadressen für Lesben gibt es im nationalen, zweimonatlich erscheinenden Kaufmagazin [L-MAG]. Auf der Homepage des Lifestyleblatts findet Frau außerdem einen ausführlichen, bundesweiten Veranstaltungskalender.
Für Berlinbesucherinnen ist das lesbisch-schwule Stadtmagazin SIEGESSÄULE zu empfehlen. Die monatlich erscheinende Zeitschrift liegt kostenlos in Berlins Szenelocations aus und listet Adressen sowie aktuelle Veranstaltungen.

Das deutschsprachige Portal gehört zu den meistbesuchten Infoseiten für Lesben im Netz. Hier erhalten Userinnen aktuelle Infos aus Kultur (vor allem Film, Musik und Literatur), Politik und Gesellschaft - von Lesben für Lesben. Neben Chat und Kontaktforen sind wichtige Veranstaltungen und Events für ganz Deutschland ebenso gelistet wie Lesbengruppen (von Coming-out bis Beratung) und zahlreiche Links zu lesbenrelevanten Webseiten. Und nicht zuletzt finden hier reisefreudige Frauen Adressen von Hotels, Gästehäusern und Apartments im In- und Ausland, Veranstalter von Frauenreisen und jede Menge Reisetipps.
















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