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Niederlande__Gay Check-up

[Letzte Aktualisierung: 10. Juli 2012]




▼ Gay Profil ▼ Hot Spots ▼ Info & Medien

[TOURIST-INFOS_Niederlande] [HOTELS_Niederlande]


GAY PROFIL

Gesellschaftliches Klima
Die Niederlande gelten seit langem als eines der tolerantesten und homofreundlichsten Länder der Welt. Liebe zwischen Männern ist hier seit fast 100 Jahren straffrei. Der COC Nederland wurde bereits 1946 als nationale Homovereinigung gegründet und fungiert bis heute als staatlich finanzierter Lobbyverband mit Ablegern im ganzen Land.

Auch in anderen Dingen waren die Niederlande weltweit Vorreiter. So entstand hier 1987 mit dem Amsterdamer "Homomonument" das erste Denkmal für verfolgte und ermordete Homosexuelle, an der Universität Utrecht wurde die erste Professur für "Homo-Studies" eingerichtet und nicht zuletzt wurden in Holland Homopartnerschaften erstmals komplett mit der Ehe gleichgestellt. Dies sind nur einige wenige Beispiele für eine seit Jahrzehnten homofreundliche Politik in den Niederlanden.
Homosexuelle sind heute bestens integriert in alle Bereiche der Gesellschaft und gehören in den Medien wie in der Politik selbstverständlich dazu. Projekte, die Hilfe und Beratung anbieten, werden vom Staat unterstützt. Homosexuelle zu diskriminieren oder sich abfällig über sie zu äußern, gilt im allgemeinen als tabu. Wer es trotzdem tut, muss mit breiter öffentlicher Empörung rechnen. Der Umgang mit Sexualität allgemein ist von großer Freizügigkeit geprägt.

In den letzten Jahren wurde das Image der Liberalität, auf das die Holländer mit Recht stolz sind, allerdings durch Ereignisse wie die Ermordung des Filmemachers Theo van Gogh (November 2004) durch einen Islamisten immer wieder auf die Probe gestellt. Der Mord machte deutlich, dass es unter der Oberfläche aus Toleranz und Akzeptanz auch Probleme vor allem mit bestimmten Migrantengruppen gibt, die Freizügigkeit und Gleichberechtigung von Frauen und Minderheiten nicht ebenso als Standard akzeptieren wie die große Mehrheit der Bevölkerung.

Rechtliche Situation
Das Schutzalter für sexuelle Handlungen liegt für alle bei 16 Jahren. Die Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung ist verboten. Homosexuelle Partnerschaften sind beim Eherecht gleichstellt - inklusive dem Adoptionsrecht.

Sicherheit
Von der gewöhnlichen Kleinkriminalität mal abgesehen, sind die Niederlande im allgemeinen ein sicheres Land für Homosexuelle. Man kann sich in der Regel überall frei bewegen und seinen Lebensstil offen ausleben. In größeren Städten, insbesondere Amsterdam, sind Homosxuelle überall sichtbar.
Diese Sichtbarkeit scheint aber auch jene zu provozieren, die damit noch ihre "Probleme" haben. Dies betrifft vor allem männliche Jugendliche aus "bildungsfernen" Schichten, darunter vor allem muslimische Migranten aus Marokko, arabischen Ländern und der Türkei.
So wird in den letzten Jahren in Amsterdam eine deutliche Zunahme antischwuler Gewalt durch jugendliche Migranten registriert. So deutlich, dass im September 2010 sogar eine Demonstration gegen antischwule Gewalt in Amsterdam stattfand. Das sollte man als Tourist zumindest im Hinterkopf behalten. Da die holländische Polizei als kooperativ gilt, sollte man im Falle eines Übergriffs immer die Polizei einschalten.
[Sicherheitstipps aus schwuler Sicht]

Gay Community
Die Infrastruktur aus Organisationen, nichtkommerziellen Angeboten und schwulem Business ist im ganzen Land sehr gut entwickelt. In Amsterdam gibt es natürlich das größte Angebot an Bars, Cafés, Saunen, Clubs und Geschäften, aber selbst in Kleinstädten muss man auf schwule Angebote nicht verzichten. Am dichtesten ist das Angebot für die Gay Community im Städtedreieck Amsterdam-Rotterdam-Utrecht. Es geht überall sehr freizügig zu, Bars mit Darkrooms (Saunen sowieso) und Pornovideos sind weit verbreitet.




HOT SPOTS

AMSTERDAM
Jahrzehntelang galt Amsterdam als das Mekka der Schwulen in Europa. Etwas von diesem Ruf hat die einzigartige Stadt, deren Markenzeichen die Grachten sind, noch immer, wenn auch andere Metropolen inzwischen aufgeholt haben. Hier geht es sehr freizügig zu, die Gelegenheiten für schnellen Sex in Darkrooms oder bei speziellen Partys sind zahlreich. Drogen aller Art spielen im Nachtleben eine große Rolle, was nicht weiter verwundert in einer Stadt, in der man Haschisch ganz legal in Coffeeshops kaufen kann. Amsterdam ist besonders attraktiv für die Leder- und Fetischszene.

© Jürgen Bieniek

Das Szeneleben aus über 100 Bars, Cafés, Clubs etc. konzentriert sich in der Innenstadt entlang von 4 Straßenzügen: der Warmoesstraat für die Leder- und Fetischszene, der Reguliersdwarsstraat für die jüngere und trendige Szene, am Amstel, wo man traditionelle, gemütliche Nachbarschaftskneipen mit holländischem Flair findet und der Kerkstraat, wo sich alles mischt. Höhepunkte im Jahreskalender sind der landesweite Koninginnedag am 30. April, wenn zu Ehren der Königin in den schwulen Vierteln Straßenfeste stattfinden, und die Grachten-Parade Anfang August, dem weltweit einzigen Gay Pride auf dem Wasser.
[GAY GUIDE_Amsterdam] [HOTELS_Amsterdam]

ZANDVOORT
Das legendäre Seebad an der Nordsee ist nur 30 Kilometer von Amsterdam entfernt und im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel einheimischer Schwuler. Hier haben sie einen eigenen Strand sowie reichlich Gelegenheit zum Cruisen in den weitläufigen Dünen.

Alle anderen Städte mit nennenswertem Szeneleben wie ROTTERDAM, UTRECHT oder DEN HAAG stehen im Windschatten von Amsterdam, was wegen der geringen Entfernungen dorthin auch nicht verwundert. Deren Szeneleben ist viel überschaubarer, aber auch familiärer, was durchaus seinen Reiz hat.

CURAÇAO
Der tropische Inselstaat in der südlichen Karibik (ca. 60 km nördlich von Venezuela) gehört offiziell zum Königreich der Niederlande. Heute ist die einstige holländische Kolonie aber politisch autonom und auch nicht Teil der EU, genießt jedoch einen bevorzugten Sonderstatus. Die Insel mit der Hauptstadt Willemstad kann man ohne Übertreibung als den gayfreundlichsten Flecken in der ganzen Karibik bezeichnen. Sie lebt vor allem vom Tourismus und wirbt seit einigen Jahren offensiv um schwule und lesbische Urlauber aus aller Welt. Die Atmosphäre ist liberal und sehr relaxed gegenüber Homosexuellen. [HOTELS_Curaçao]


INFO & MEDIEN

Es gibt sowohl Kaufmagazine als auch monatlich erscheinende Zeitschriften, die kostenlos in Szenelocations ausliegen. Wer nach Veranstaltungsterminen für den aktuellen Monat sucht, ist mit den zweisprachigen Zeitschriften (Holländisch/Englisch) GAY NEWS und GAY & NIGHT bestens bedient. In beiden Monatsblättern findet man zumindest für Amsterdam aktualisierte schwule Stadtpläne.

Die Zeitschrift GAY NEWS bringt einmal im Jahr (Februar/März) eine Amsterdam Gay Map heraus, die in hoher Auflage landesweit in den Szenelocations kostenlos verteilt wird.

Informationen online erhält man (auf Englisch) auf der Homepage der Zeitschrift [GAY NEWS], wo wichtige Events und Partys landesweit gelistet sind. Detaillierte Adressenlistings für die ganzen Niederlande, inklusive kleinerer Städte, findet man auf der Webseite der Zeitschrift [GAY KRANT] (auf Holländisch). Nicht zuletzt lohnt sich die Webseite von [NIGHT TOURS], die mit Szeneadressen zu Amsterdam, Arnheim/Nimwegen, Rotterdam, Utrecht und Zandvoort sowie mit Partyterminen für Amsterdam dient.













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