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Sicherheit__Infos & Tipps

[Letzte Aktualisierung: 30. März 2011]


▼ Sicherheitstipps ▼ Mittelamerika ▼ Afrika
▼ Europa ▼ Karibik ▼ Naher Osten
▼ Nordamerika ▼ Südamerika ▼ Asien & Ozeanien


Mindestens ebenso wichtig wie die Anzahl schwuler Bars in einer Stadt oder die Schönheit der Männer in einem Land ist für schwule Reisende die Frage der Sicherheit. Darin unterscheiden sich Schwule garantiert nicht vom Gros der Touristen. Schlagzeilen über Gewalt, Kriminalität oder Terroranschläge sind bekanntlich Gift für den Tourismus.
Auch Schwule fahren nicht gerne in Länder, in denen sie auf dem Weg zur Bar oder von der Bar ins Hotel fürchten müssen, überfallen zu werden. Oft geht es dabei gar nicht um die Frage "schwul oder nicht schwul", sondern um Kriminalität, die jeden Touristen treffen kann, weil er als "wohlhabend" gilt. Die Erfahrung von Kriminalität ist jedoch um so traumatischer, wenn auch noch die antihomosexuelle Dimension hinzukommt.
Natürlich hängt es vom eigenen "Wagemut" ab, wohin man fährt oder worauf man sich einlässt. Manche reisen allein auf eigene Faust, andere nur zu zweit oder in der Gruppe und die meisten entscheiden sich für die häufigste, sicherste Variante: den Pauschalurlaub oder die durchorganisierte Reise. Egal, welchen Reisestil man favorisiert, niemand ohne einen Funken Verstand fährt dorthin, wo Gefahr für Leib und Leben droht.

GAYSONTOUR möchte dazu beitragen, eure Reisen so sicher wie möglich zu machen. Hierzu haben wir einige Verhaltensregeln zusammengestellt und geben eine nach Weltregionen gegliederte Übersicht über allgemein sichere und unsichere Länder - ergänzt durch eine Einschätzung der Sicherheitslage aus schwuler Sicht.
Grundlage hierfür sind die Informationen des Außenministeriums der Bundesrepublik Deutschland und eigene Erfahrungen, die wir in einzelnen Ländern gemacht haben. Natürlich sind wir bemüht, die Informationen regelmäßig zu aktualisieren. GAYSONTOUR wünscht jedenfalls allen, die demnächst verreisen, einen safen und sexy Aufenthalt!

Nicht jedes sichere Reiseland ist auch gleichzeitig ein homofreundliches Land - und umgekehrt. Wie es um das allgemeine Klima gegenüber Homosexuellen in einzelnen Ländern bestellt ist, erfährt man bei GAYSONTOUR unter [SERVICE_Länder-Check]



Die britische Organisation VISION OF HUMANITY veröffentlicht jährlich den Globalen Friedensindex. Dabei werden zahlreiche Länder der Welt nach ihrer internen und externen Friendenssituation bewertet - zu den zahlreichen Kriterien gehören auch Raten der Gewaltkriminalität, Waffenbesitz, interne Konflikte und andere Faktoren, die das persönliche Sicherheitsgefühl beeinflussen.
Für die Studie 2010 wurden 149 Länder untersucht. Auf Platz 1 landete Neuseeland, gefolgt von Island, Japan, Österreich, Norwegen, Irland, Luxemburg, Dänemark, Finnland und Schweden. Deutschland belegt den 16. Rang, die Schweiz landet auf dem 18. Platz.

Detaillierte Infos zum Globalen Friedensindex 2010 auf der Webseite [Vision of Humanity]




_SICHERHEITSTIPPS

Dokumente
von wichtigen Dokumenten wie Reisepass, Flugticket, Kreditkarte, Reisechecks, Impfpass, Führerschein, Reisekrankenversicherung etc. Kopien anfertigen und stets getrennt von den Originalen aufbewahren (evtl. dem Partner geben), zusätzliche Kopien evtl. auch an den Nachbarn oder einen Freund zuhause
Tipp: Dokumente einscannen und an seine E-Mail-Adresse schicken, um sie bei Bedarf auszudrucken, ein Passfoto mitnehmen, das beschleunigt die Ausstellung eines Ersatzpasses

Telefonnummern
wichtige Nummern auf dem Handy speichern (Notrufe, Polizei, Hotel, Reiseveranstalter, Fluggesellschaft, Mietwagenfirma) und zusätzlich notieren, das gilt auch für die Nummern zur Sperrung von Kreditkarte und Handy sowie bei Verlust von Reiseschecks, Telefonnummer und Adresse der eigenen Botschaft im Reiseland notieren, ebenso können im Notfall die E-Mail-Adressen von Freunden im Heimatland nützlich sein

Basics
Generell gilt: Auch wenn man in Urlaubsstimmung ist, sollte man sich keinesfalls leichtsinniger verhalten als man es zuhause tun würde, erst recht nicht in Ländern mit höherer Kriminalität oder großen Unterschieden zwischen arm und reich.

Die folgenden Verhaltensregeln sollte man immer beherzigen:
Wertsachen und Reisedokumente im Hotelsafe bzw. an sicherer Stelle deponieren (auf Touren und Ausflügen ggf. Kopien mit sich führen), teuren Schmuck oder Uhren erst gar nicht mitnehmen
Sich in unsicheren Gegenden möglichst nicht als Tourist "outen", indem man z.B. öffentlich eine Straßenkarte studiert oder jemanden nach einem Ort fragt.
Beim Geldabheben an Automaten immer darauf achten, dass kein Fremder die Geheimzahl ausspionieren kann. Geld sollte man tagsüber und nicht an unbelebten Orten abheben.
Männer mit Ohrringen sind in Europa, Nordamerika und Australien üblich, in vielen Ländern fällt man damit jedoch auf - meist negativ. Wer solchen Stress vermeiden will, sollte zumindest auf auffälligen "schwulen Ohrschmuck" verzichten.
sich mit landesspezifischen Sitten und Gebräuchen vertraut machen und diese respektieren - wenn Nacktbaden verboten ist, dann ist es eben so!
Gepäck und persönliche Gegenstände nie unbeaufsichtigt lassen
sich im Hotel nach unsicheren Gegenden oder Stadtteilen erkundigen
bei Dunkelheit nicht durch unbelebte Straßen laufen
bei Gedränge auf Märkten, belebten Straßen oder in Bussen an Taschen- und Trickdiebe denken
nur soviel Bargeld mit sich führen, wie man benötigt (bei Tagestouren, zum Strand, in die Szene etc.)
im Zweifelsfall nur organisierte Touren zu entlegeneren Orten unternehmen
Wertgegenstände nie offen im Mietwagen liegen lassen
nachts keine Autofahrten in unsicheren Gegenden
Warnungen von Ortsanssägigen ernst nehmen

Bauchgefühl
Man sollte ruhig auf seinen Instinkt und sein Gefühl vertrauen. Ängstlichkeit kann manchmal auch ein guter Ratgeber sein.

Ernstfall
Gerät man in eine gefährliche Situation, dann unbedingt Ruhe bewahren. Wird man mit Waffen bedroht, kann Gegenwehr tödlich enden - lieber Kamera oder Geld weg als Leben verloren!

In der schwulen Szene gilt:

immer eine Visitenkarte des Hotels für die Taxifahrt von der Bar ins Hotel dabei haben (in Ländern wie z.B. China oder Japan unbedingt auch in der Landesschrift), immer ein Taxi nehmen, wenn man betrunken ist
in Bars nie den Pass, Wertsachen oder größere Geldbeträge mitnehmen, schon gar nicht, wenn man in den Darkroom geht (in vielen Bars kann man Wertsachen, Taschen und Jacken abgeben)
Vorsicht bei Fremden, die einen allzu schnell zum Getränk einladen, es könnte sich um Kriminelle handeln, die mit K.O.-Tropfen arbeiten - deshalb auch Getränke nie unbeaufsichtigt lassen (z.B. wenn man auf die Toilette geht)
von Drogenangeboten sollte man unbedingt die Finger lassen, nicht zuletzt in Ländern, in denen Drogenkonsum hart bestraft wird und auch Touristen in den Knast wandern (auch, um sich anschließend gegen teures Geld freizukaufen!)
Vorsicht, wenn einem Fremde andere Szenebars zeigen wollen, es könnte auch eine Falle sein, lieber vorher beim Barpersonal nachfragen, dort kann man sich auch Tipps zu anderen Locations einholen
besondere Vorsicht gilt beim Cruisen in Parks, an Stränden, auf öffentlichen Toiletten oder an sonstigen Orten - nicht nur wegen Überfällen, sondern auch, weil Polizisten mancherorts gezielt patroullieren (man denke an George Michael und die Klappe in Los Angeles), am besten vorher informieren und brisante Orte meiden
in armen Ländern sind schwule Bars oft attraktiv für Stricher, dessen sollte man sich bewusst und entsprechend vorsichtig sein
wer bei seiner Reise auf Sexkontakte aus ist, sollte ein Hotel wählen, das die Mitnahme von Gästen aufs Zimmer ohne Diskussion erlaubt und besser noch: sich aus Sicherheitsgründen den Ausweis des Gastes zeigen lässt - natürlich auf diskrete Weise!
bei der Mitnahme von fremden Männern ins Hotel sollte man darauf achten, dass Wertsachen im Zimmer nicht offen herumliegen
absolut zu verurteilen sind Kontakte mit Minderjährigen, jeder, der deshalb in Schwierigkeiten kommt, ist selbst schuld!


Zur Sicherheitslage in allen Ländern finden deutschsprachige Urlauber detaillierte Informationen auf der Homepage des [Auswärtigen Amts] der Bundesrepublik Deutschland. Dort gibt es auch alles wichtige zu Einreise- und Zollbestimmungen. Außerdem kann man sich einen [Ratgeber] zur "Sicherheit auf Reisen" runterladen.


_EUROPA

© Harry Klein

Das Reisen in den allermeisten Ländern Europas gilt bei Beachtung der üblichen Regeln als sicher, in Großstädten und erst recht in ländlichen Regionen. Verkehrsnetz und touristische Infrastruktur sind meist ausgezeichnet, weniger gut nur in einigen ost- und südosteuropäischen Ländern.

Russland
Russland gilt im allgemeinen als sicheres Reiseland, sowohl im europäischen wie im asiatischen Teil. Allerdings ist von Reisen in die Teilrepubliken des Nordkaukasus wegen innerer Unruhen dringend abzuraten (und teilweise auch gar nicht möglich). Organsisierte Reisen sind zu empfehlen.
Türkei
Die Türkei gilt im allgemeinen auch für Individualtouristen als sicheres Reiseland. Sowohl in Istanbul als auch in den Touristenzentren an der Mittelmeerküste werden hohe Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Trotzdem kam es in der Vergangenheit hin und wieder zu Anschlägen vor allem durch kurdische Terroristen. Von Reisen in den kurdischen Osten der Türkei, wo die Armee gegen Separatisten kämpft, ist dringend abzuraten.

Aufgrund von politischen oder ethnischen Konflikten besteht in folgenden Ländern ein erhöhtes Sicherheitsrisiko:
Moldawien
von Reisen ins Nachbarland Rumäniens ist generell abzuraten, Spannungen im abtrünnigem Landesteil Transnistrien, kaum funktionierendes Mobilfunknetz, korrupte und willkürliche Sicherheitskräfte
Kosovo
nach der Unabhängigkeitserklärung der ehemaligen serbischen Provinz im Februar 2008 wird wegen latenter Spannungen zwischen Serben und Kosovaren von Reisen abgeraten, Touristen aus Westeuropa und USA können Opfer von politisch motivierten Aggressionen werden, im gesamten Kosovo besteht abseits ständig befahrener Straßen und Wege Minengefahr, mehrere hunderttausend illegale Schusswaffen sind in Privatbesitz, Hemmschwelle zu deren Einsatz ist relativ niedrig
Serbien
Reisen nach Serbien sind nur eingeschränkt zu empfehlen, nach der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo sind Ressentiments gegen westliche Staaten stark angestiegen, ausländische Touristen können dies zu spüren bekommen

SCHWULE SICHERHEIT

am höchsten in Ländern West-, Mittel- und Nordeuropas sowie in Spanien, das gilt für Singles wie für Paare vor allem in den gay Hot Spots, in den meisten osteuropäischen und südosteuropäischen Ländern sollten sich Schwule eher zurückhalten und dezent auftreten, bei Übergriffen können sie sich nicht auf die Polizeikräfte verlassen, sie gelten im allgemeinen als homophob




_NORDAMERIKA

Das Reisen in Kanada und den USA gilt bei Beachtung der üblichen Regeln als sicher, sowohl in größeren Städten wie in ländlichen Regionen. Verkehrsnetz und touristische Infrastruktur sind meist ausgezeichnet, weniger gut nur in entlegenen und dünn besiedelten Gegenden.

SCHWULE SICHERHEIT

relativ hoch sowohl in den USA als auch in Kanada, auch wenn es aufgrund der Größe und Verschiedenheit der Länder starke regionale Unterschiede gibt, Reisen für Singles wie für Paare in Großstädten sind in der Regel problemlos, in ländlichen Regionen von religiös geprägten und konservativen US-Bundesstaaten gehört offen schwules Auftreten nicht überall zum Alltag


_MITTELAMERIKA

© Jürgen Bieniek

Alle Länder Mittelamerikas zeichnen sich vor allem in den Großstädten und Touristenzentren durch hohe Kriminaliät aus. Touristen sind meist durch Diebstähle und Überfälle betroffen. Individualreisende sollten besonders vorsichtig sein.
Generell um Elendsviertel einen großen Bogen machen, auch nächtliche Überlandfahrten mit dem Mietwagen sind zu vermeiden. Sicherer sind organisierte Reisen mit ortskundigen Veranstaltern. Da der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle ist, haben manche Länder in letzter Zeit verstärkte Bemühungen unternommen, um Touristen gezielt zu schützen.
In Costa Rica und Belize ist die Sicherheitslage am entspanntesten, auch wenn dort Individual- oder Alleinreisende erhöhte Wachsamkeit an den Tag legen müssen.

Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht in folgenden Ländern:
Mexiko
vor allem in der Hauptstadt Mexiko-City sind nach Einbruch der Dunkelheit die Altstadt sowie generell im Land wenig belebte Gegenden zu meiden, Ausflüge ins Umland am besten mit ortskundigen Veranstaltern unternehmen, nächtliche Überlandfahrten mit dem Mietwagen vermeiden, allein sollte man nur in Gebiete reisen, die als sicher gelten, kleinere Städte im mexikanischen Hochland oder an der Küste sind weniger stark von Kriminalität betroffen
Guatemala El Salvador Honduras Nicaragua Panama
hohe Kriminaliät und häufig Überfalle auf Touristen, teilweise korrupte und willkürliche Sicherheitskräfte, hohes Sicherheitsrisiko für Individualtouristen, organisierte Reisen sind zu empfehlen

SCHWULE SICHERHEIT

Mexiko
Der moderne Teil von Mexiko-City gilt als relativ sicher. Das Ausgehviertel für Touristen, die "Zona Rosa", wo auch die meisten schwulen Bars zu finden sind (der Name hat nichts damit zu tun!), wird von Sicherheitskräften überwacht. Die schwule Touristenhochburg Puerto Vallarta an der Pazifikküste und die Touristenzentren Cancún und Playa del Carmen an der Karibikküste gelten als sicher. In Acapulco an der Pazifikküste ist erhöhte Vorsicht angebracht. Singles wie Pärchen wird diskretes Auftreten empfohlen. Bei Übergriffen sollte man sich nur an die Touristenpolizei wenden.

In Costa Rica werden Touristenzentren, wo sich auch schwule Infrastruktur konzentriert, besonders geschützt.

In den übrigen Ländern Mittelamerikas sind schwule Treffpunkte nicht selten Zielscheibe von Übergriffen der Polizei. Von dieser sollte man in Notfällen mit antischwulem Hintergrund also keine Hilfe erwarten.


_KARIBIK

Da die meisten Staaten der Karibik stark vom Tourismus abhängen, wird Sicherheit in vielen Staaten groß geschrieben. Reisen ist in den meisten Inselstaaten bei Beachtung der allgemeinen Regeln relativ sicher, erst recht bei organisierten Reisen. Diese Einschätzung gilt nicht für folgende Länder:
Dominikanische Republik
hohe Kriminalität außerhalb geschlossener Hotelanlagen, von Reisen auf eigene Faust wird abgeraten, besser sind organisierte Touren durchs Land
Haiti
hohe Kriminalität, korrupte und willkürliche Polizeikräfte, anarchische Zustände im Land, von Reisen ist dringend abzuraten
Jamaika
hohe Kriminalität in der Hauptstadt Kingston und außerhalb von geschlossenen Hotelanlagen, von Individualreisen ist dringend abzuraten

SCHWULE SICHERHEIT

In den meisten Inselstaaten sollten schwule Touristen, vor allem als Pärchen, nicht allzu offen auftreten, da Homofeindlichkeit weit verbreitet ist. Von der Polizei kann man im Ernstfall keine Hilfe erwarten, da sie selbst in vielen Ländern als repressiv gegenüber Homosexuellen bekannt ist. Am sichersten für schwule Touristen sind die Inselstaaten Puerto Rico, Curaçao und Kuba.

Als absolut lebensgefährlich für Schwule sind Jamaika und Haiti einzustufen, wo eine aggressive Stimmung gegen Schwule vorherrscht und immer wieder von Hassmorden berichtet wird - das schließt auch die Sicherheitskräfte ein.

Bei offenem Auftreten müssen Schwule auch in folgenden Inselstaaten mit Anfeindungen rechnen: Antigua & Barbuda Bahamas Barbados Grenada Trinidad & Tobago St. Kitts & Nevis.


_SÜDAMERIKA

In fast allen Großstädten Südamerikas und in den Touristenzentren ist die Kriminalität sehr hoch, Touristen sind vor allem von Diebstählen und Raubüberfällen betroffen. Am sichersten sind organisierte Reisen mit bekannten und ortskundigen Veranstaltern. Individualreisende sind erhöhten Sicherheitsrisiken ausgesetzt.
Generell sollte man nie allein in entlegene Gegenden reisen, nachts nicht mit dem Mietwagen über Land fahren und auch sonst Nachtfahrten vermeiden, außerdem Stadtrandgebiete (in der Regel Elendsviertel) und wenig belebte Straßen unbedingt meiden - am besten, man fragt Ortsansässige nach den sicheren Gebieten! In etlichen Ländern gelten Teile der Sicherheitskräfte als korrupt.

Für südamerikanische Verhältnisse "am sichersten" reist man in:
Argentinien Bolivien Chile Ecuador Paraguay Uruguay
Venezuela

In folgenden Ländern bestehen erhöhte Sicherheitsrisiken:
Brasilien
Brasilien ist größer als Europa, weshalb die Sicherheitslage natürlich nicht überall gleich einzustufen ist. Es gibt Regionen, wo man sich absolut sicher fühlen kann und andere, wo man sehr aufpassen muss. Als besonders heiße Pflaster gelten die Touristenziele Rio de Janeiro und Sao Paulo, wo häufig Überfälle auf Touristen auch an belebten Orten wie der Copacabana stattfinden. Hin und wieder wird von Überfällen auf Autos und Busse, die von den Flughäfen in die Stadtzentren fahren, berichtet. In Rio de Janeiro sind sogar Soldaten zur Bekämpfung der Kriminalität eingesetzt, wobei sich ein Großteil in den Elendsvierteln (Favelas) abspielt und eng mit den Aktivitäten der Drogenmafia zu tun hat. Damit kommen Touristen normalerweise nicht in Berührung. Außerhalb der Metropolen, in ländlichen Kleinstädten und in den Touristenzentren im Nordosten (Salvador, Natal) oder Süden (Florianópolis) ist die Sicherheitslage deutlich besser.
Kolumbien
Seit Jahrzehnten gibt es gewaltsame Konflikte zwischen Paramilitärs, Sicherheitskräften, Guerillagruppen und Drogenmafia. Neben Einheimischen sind auch Ausländer nicht selten Opfer von Entführungen. Kolumbien sollte daher als Urlaubsland gemieden werden.
Peru
Vor allem in entlegenen Gebieten Richtung Amazonasbecken drohen Überfälle und Entführungen. Als relativ sicher gilt das Andenhochland nördlich und südlich der Hauptstadt Lima. Generell ist die Kriminalität in den Küstenstädten deutlich höher als im Hochland. In den Touristenzentren rund um Cusco (Machu Picchu, südliches Hochland) zeigen Sicherheitskräfte verstärkte Präsenz. Bei Dunkelheit ist die Altstadt der Hauptstadt Lima zu meiden. Randgebiete von Städten sollte man nie zu Fuß betreten. Organisierte Reisen gelten jedoch generell als sicher.

SCHWULE SICHERHEIT

In allen Ländern Südamerikas sollten schwule Touristen bzw. Pärchen - bis auf wenige Ausnahmen - mehr oder weniger diskret auftreten. Bei Übergriffen dürfen sie von der Polizei nicht allzuviel erwarten. In den meisten Großstädten konzentrieren sich Bars und Discos in den wohlhabenderen Stadtvierteln, die sicherer sind und teilweise durch Wachdienste geschützt werden. Als weitgehend sichere Länder gelten Argentinien mit der Hauptstadt Buenos Aires, deren schwule Szene in den letzten Jahren enorm aufgeblüht ist, sowie Chile und Uruguay.

Die hohe Kriminalität in Brasilien wirkt abschreckend, hinzu kommt, dass sogenannte Todesschwadronen in Rio de Janeiro und Sao Paulo hin und wieder auch Stricher und Transsexuelle ermorden. Das sind Auswüchse von Bandenkriminalität in den Slums, mit denen der gewöhnliche Tourist aber nicht in Berührung kommt. Das ist natürlich nur ein schwacher Trost, aber selbst in Rio gibt es Stadtviertel wie Ipanema, wo man sogar am Strand absolut sicher ist. Auch Touristenzentren wie Salvador oder Natal im Nordosten oder Florianópolis im Süden sind für Schwule sicheres Terrain.


_AFRIKA

In vielen Ländern des Kontinents werden vor allem in Großstädten hohe Kriminalitätsraten verzeichnet. Überfälle auf Autos in- und außerhalb von Städten sind in manchen Ländern an der Tagesordnung. Neben der Armutskriminalität erhöht sich das Sicherheitsrisiko für Reisende durch zahlreiche ethnische Konflikte und bürgerkriegsähnliche Unruhen.
Das alles hat dazu geführt, dass Afrika - touristisch gesehen - im Abseits steht. Der internationale Tourismus beschränkt sich auf wenige Länder mit funktionierender Infrastruktur und stabilen politischen Verhältnissen. Individualreisen sind nur in ganz wenigen Ländern ohne größere Risiken möglich.

Unter den stabilen Reiseländern gelten folgende Ziele als sicher:
La Réunion Insel im Indischen Ozean, gehört zu Frankreich, auch für Individualtouristen sehr zu empfehlen, absolut sicher Marokko Touristenzentren gelten als sicher, organisierte Reisen sind zu empfehlen, aber auch für Individualtouristen geeignet, im Visier von islamistischen Terroristen, es gab Anschläge Tunesien Touristenzentren gelten als sicher, organisierte Reisen sind zu empfehlen, im Visier von islamistischen Terroristen, es gab Anschläge Ägypten Touristenzentren gelten als sicher, verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften entlang der Touristenrouten, organisierte Reisen sind zu empfehlen, im Visier von islamistischen Terroristen, es gab Anschläge Mauritius Nachbarinsel von La Réunion im Indischen Ozean, auch für Individualtouristen sehr zu empfehlen, absolut sicher Seychellen Inseln im Indischen Ozean, gelten als sehr sicher, auch für Individualtouristen empfehlenswert Madagaskar unterentwickelte Infrastruktur, wenig organisierter Tourismus, Ziel vor allem von Individualtouristen, ziemlich sicher Botswana organisierte Reisen sind zu empfehlen, sicher Tansania organisierte Reisen sind zu empfehlen, erhöhtes Sicherheitsrisiko für Individualtouristen

Kenia
Nach den Unruhen mit zahlreichen Todesopfern Ende 2007, die durch Wahlfälschung, gepaart mit ethnischen Spannungen, ausgelöst wurden, kam der Tourismus weitgehend zum Erliegen. Aktuell hat sich die Lage wieder entspannt, auch wenn die ethnischen Spannungen geblieben sind. Die Touristenzentren an der Küste gelten als sicher, bei Reisen ins Landesinnere (z.B. Safaris) sind organisierte Touren empfehlenswert.

© Cape Town Pride

Südafrika
Das Land der Fußballweltmeisterschaft 2010 hat die beste Infrastruktur und den höchsten Lebensstandard in ganz Afrika, gleichzeitig aber auch extrem hohe Kriminalitäts- und Mordraten. Das liegt vor allem an der ökonomisch desolaten Lage eines Großteils der schwarzen Bevölkerung. Die Regierung ignoriert das Problem seit Jahren. Die meiste Gewaltkriminalität spielt sich in den schwarzen Townships der Großstädte ab. In der Regel kommen Touristen damit nicht in Berührung, sind aber von der allgemeinen Straßenkriminalität (Diebstähle, Einbrüche und Überfälle) betroffen.
Bei Beachtung bestimmter Sicherheitsregeln gilt das Reisen in Kapstadt und der Provinz Western Cape sowie in den meisten anderen Regionen Südafrikas jedoch als relativ sicher, sowohl bei organisierten Touren als auch Individualreisen. Für Johannesburg, das in punkto Kriminalität einen sehr schlechten Ruf hat, sind organisierte Touren empfehlenswert.
Namibia
In den letzten Jahren hat der Tourismus in Namibia stark zugenommen, was auch der stabilen Lage im Land zu verdanken ist. Organisierte Touren sind zu empfehlen, aber auch Individualtouristen reisen relativ sicher. Nur bei Überlandfahrten in entlegenen Regionen kann es zu Überfällen kommen.

Wegen Bürgerkriegen, immer wieder stattfindenden Unruhen oder völlig desolaten und chaotischen Zuständen ist von Reisen in die meisten Länder der Regionen WESTAFRIKA, SAHARA und ZENTRALAFRIKA sowie in einzelne Länder OSTAFRIKAS und SÜDLICHES AFRIKA dringend abzuraten.

"No Go"-Länder sind insbesondere:
Algerien Sudan Somalia Tschad Nigeria Mauretanien
Liberia Sierra Leone Elfenbeinküste Kamerun Zaire Burundi
Uganda Angola Simbabwe



SCHWULE SICHERHEIT

Für Touristen, die auch Szeneleben genießen wollen, kommt nur Südafrika als Reiseziel in Afrika in Frage. Hot Spots für schwule Touristen sind Kapstadt mit einer vielfältigen Szene und die Provinz Western Cape, wo es ein breites Angebot an gayfriendly Unterkünften gibt. Dort können sich Homosexuelle auch relativ frei bewegen. Trotz der allgemein hohen Kriminalität gilt Kapstadt als relativ sicheres Reiseziel. Zwar hat auch Johannesburg eine bemerkenswerte Szene zu bieten, aber die hohe Kriminalität in der Stadt wirkt auf viele Touristen abschreckend.
Einheimische schwarze Schwule oder Lesben haben es jedoch aufgrund der weit verbreiteten Homophobie in der schwarzen Gesellschaft sehr schwer, akzeptiert zu werden. Von Hassmorden, begangen durch Schwarze, wird immer wieder berichtet.

Zählt man die Insel La Réunion zu Afrika, dann ist sie so etwas wie das "Homoparadies" des Kontinents. Dort gelten die Gesetze des Mutterlands Frankreich, der Lebensstandard ist vergleichbar und auch die Liberalität im Umgang mit Homosexuellen. Sicherheitsprobleme gibt es keine.

In allen anderen afrikanischen Ländern muss man sich als schwuler Tourist äußerst diskret verhalten. Homosexuellenhass ist weit verbreitet. In so gut wie allen Ländern gelten die Sicherheitskräfte als korrupt und extrem homophob.


_NAHER OSTEN

Aufgrund des Nahostkonflikts, des Irakkrieges und islamischem Fundamentalismus hat die Region ein schlechtes Image in punkto Sicherheit. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen einzelnen Ländern. Trotz des Umstands, dass manche Länder im Visier islamistischer Terroristen stehen und es immer wieder Anschläge gibt, sind folgende Länder bei Beachtung landesüblicher Sitten und Gebräuche als sicher einzustufen:

Jordanien und Syrien organisierte Reisen sind empfehlenswert, Grenzregion zu Irak unbedingt meiden Oman organisierte Reisen sind empfehlenswert, keine nenneswerte Kriminalität Vereinigte Arabische Emirate (u.a. Dubai, Abu Dhabi) auch für Individualtouristen empfehlenswert, keine nennenswerte Kriminalität Bahrein Katar

Israel
Im Brennpunkt des Nahostkonflikts wird Sicherheit in allen Bereichen des täglichen Lebens groß geschrieben. Trotz Anschlagsgefahr (Buslinien, belebte Plätze) kann man sich in Israel frei bewegen und sicher fühlen, wozu die erstaunliche äußere Gelassenheit vieler Israelis beiträgt. Das gilt insbesondere für Tel Aviv, die Küstenorte, das Tote Meer, die Badeorte im Süden und mit Einschränkungen auch für Jerusalem. Von Individualreisen ins Westjordanland ist allerdings abzuraten, ebenso vom Aufenthalt nahe der Grenze zum Gazastreifen.

Von Reisen in folgende Länder ist dringend abzuraten:
Libanon hohe Anschlagsgefahr, dauerhaft angespannte innenpolitische Lage Saudi-Arabien Anschlagsgefahr, Einschränkung der Reisefreiheit Jemen Anschlagsgefahr, Entführungen und Ermordung von Touristen Kuweit Anschlagsgefahr Irak Iran

SCHWULE SICHERHEIT

In allen streng islamischen Ländern des Nahen Ostens sollten Schwule bzw. Pärchen in der Öffentlichkeit und auch sonst auf äußerste Zurückhaltung achten und sich am besten tarnen. In Ländern wie Iran oder Saudi-Arabien, in denen Schwule hingerichtet werden, müssen auch Touristen, die als Homosexuelle auffallen, mit ernsten Problemen rechnen. Wer keine Lust hat, sich im Urlaub zu verstecken, sollte so gut wie alle streng islamischen Länder des Nahen Ostens meiden.

Einzige Ausnahme im Nahen Osten ist Israel, wo sich Schwule nach westlichen Maßstäben frei und sicher bewegen können. Gay Hot Spot ist Tel Aviv mit seinen Bars, Discos und Saunen, einem schwulen Strand und der jährlichen Pride-Parade. Auf die Sicherheitskräfte kann man sich im Ernstfall verlassen.


_ASIEN & OZEANIEN

Zahlreiche Länder Asiens und Ozeaniens gelten als sichere Reiseziele, wenn man sich an die üblichen Sicherheitsregeln hält. Das gilt für organisierte Reisen, in der Regel aber auch für Individualtouristen. Zu den sicheren Ländern zählen:

Malediven Thailand gilt als sehr sicher inklusive der Mega-City Bangkok, einzige Ausnahme: der äußerste Süden des Landes an der Grenze zu Malaysia, wo die Armee gegen islamische Separatisten kämpft Kambodscha Laos sehr unterentwickelte Infrastruktur, organisierte Reisen sind zu empfehlen Vietnam China Mongolei organisierte Reisen sind zu empfehlen Südkorea Japan Taiwan Singapur Malaysia Indonesien in der Vergangenheit gab es Anschläge von islamistischen Terroristen, auch auf der beliebten Ferieninsel Bali, trotzdem als Reiseziel zu empfehlen Australien Neuseeland
Als sicher gelten auch die INSELSTAATEN im Pazifischen Ozean.

Indien
Indien gilt zwar als relativ sicheres Reiseland, trotzdem kommt es immer wieder zu terroristischen Anschlägen, die teilweise religiöse Hintergründe haben (zwischen Hindus und Muslimen). Generell sind organisierte Reisen zu empfehlen. Ein erhöhtes Sicherheitsrisiko besteht in den nordöstlichen, östlichen und südöstlichen Bundesstaaten, die Touristenzentren in Westindien (Goa) gelten im allgemeinen als sicher und ruhig. Die islamistischen Terroranschläge auf Touristenhotels in Mumbai (Bombay) Ende November 2008 mit über 150 Toten machten jedoch erneut auf die latente Gefahr von Terroranschlägen im Land aufmerksam.

Wegen innerer Unruhen, bewaffneter Konflikte, terroristischer Anschläge oder hoher Kriminalität besteht in folgenden Ländern ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für Touristen, von Individualreisen ist abzuraten:
Philippinen hohe Gewaltkriminalität in Großstädten, den Süden des Landes (Insel Mindanao) sollte man wegen Terroranschlägen und Entführungen meiden Sri Lanka seit vielen Jahren Bürgerkrieg im Norden der Insel, Anschlagsgefahr auch in touristischen Gebieten Georgien Armenien Aserbaidschan Turkmenistan Usbekistan nur organisierte Reisen Kasachstan nur organisierte Reisen Kirgisistan Tadschikistan Nepal nur organisierte Reisen Bangladesch Myanmar (Birma) nur organisierte Reisen

Absolute "No Go"-Länder sind Afghanistan und Pakistan

SCHWULE SICHERHEIT

Die Länder mit der größten Freizügigkeit und Sicherheit sowie einer vielfältigen Szene sind definitiv Australien und Neuseeland, wo Singles wie Pärchen problemlos reisen können. Aber auch Thailand und die indonesische Insel Bali sind ideale Reiseziele für einen schwulen Urlaub. Generell geht man in buddhistisch geprägten Ländern (vor allem Südostasien) lockerer mit Homosexuellen um als in islamisch beeinflussten Ländern.

Aber auch Länder wie Japan, Südkorea und Taiwan sind für Schwule ungefährlich und attraktiv. In allen anderen Ländern Asiens sollte man Diskretion an den Tag leben. Das gilt zwar auch für China, wenngleich dort in den Städten Shanghai, Peking und Hongkong in den letzten Jahren eine erstaunliche, kommerzielle Szene entstanden ist.

Vor allem in zentralasiatischen Ländern sollten sich Schwule diskret verhalten. Bei Übergriffen kann man sich nicht auf die Polizeikräfte verlassen. Sie gelten als korrupt und homophob.



QUELLE:
AUSWÄRTIGES AMT der Bundesrepublik Deutschland, Berlin, auf der Homepage des deutschen Außenministeriums findet man stets aktualisierte Sicherheitshinweise zu allen Staaten weltweit, die Hinweise und Tipps berücksichtigen sowohl sicherheitsrelevante Konflikte innerhalb und zwischen Staaten als auch Entwicklungen der allgemeinen Kriminalität in den jeweiligen Ländern. [Infos]












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