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Touristinfos__USA





▼ Fakten ▼ Klima ▼ Sicherheit
▼ Landkarte ▼ Geld & Preise ▼ Reisen im Land
▼ Hinkommen ▼ Kommunikation ▼ Gut zu wissen
▼ Gesundheit ▼ Öffnungszeiten & Feiertage ▼ Adressen & Infos


[GAY INFOS_USA] [HOTELS_USA]


Die USA sind ein Land von den Ausmaßen eines ganzen Kontinents und sprengen in vielerlei Hinsicht die Muster, die für andere Länder gelten. Die Herkunftsländer vieler Touristen sind nicht selten kleiner als einzelne US-Bundesstaaten, in die sie bevorzugt reisen. Wer die USA besucht, reist eigentlich nach Texas, Chicago, Neuengland, New York oder Kalifornien.
Genauso wie Florida nicht die USA sind, kann man das Land auch nicht mit San Francisco oder New York allein beschreiben. Es hat so unendlich viele Facetten, dass es schier unmöglich ist, diese unter einen Hut zu bringen. Deshalb beschränkt sich GAYSONTOUR auf die Infos, die für Reisende überall in den USA von Nutzen sind.


_FAKTEN


© Jürgen Bieniek

+++ Geografie: in Nordamerika, zwischen Atlantik (Ostküste) und Pazifik (Westküste) gelegen, natürliche Grenze im Süden ist der Golf von Mexiko bzw. die Karibik, Nachbarländer sind Kanada (Norden) und Mexiko (Süden), markante Regionen sind die Gebirgszüge der Rocky Mountains (Westen), die waldreichen Gebirge der Appalachen (Osten), das Flusssystem von Mississippi und Missouri (zentraler Teil), die Prärie (mittlerer Westen), die Großen Seen im Nordosten und die Sumpfgebiete von Florida, höchster Berg ist der Mount McKinley in Alaska (6.195 m), tiefster Punkt das Death Valley in Kalifornien (86 m unter dem Meeresspiegel) +++ Fläche: 9,8 Mio. qkm mit Alaska und Hawaii (ca. 25 Mal die Fläche Deutschlands), nach Russland und Kanada das flächenmäßig drittgrößte Land der Erde, Nord-Süd-Entfernung rund 2.500 km, West-Ost rund 4.500 km (ohne Alaska) +++ Verwaltung: 50 Bundesstaaten und der District of Columbia mit der Hauptstadt Washington, plus Besitzungen im Pazifik und der assoziierte Inselstaat Puerto Rico (Karibik) +++ Politisches System: Demokratie mit starker Stellung des Präsidenten als Regierungschef, Kongress als Zweikammerparlament mit Repräsentantenhaus und Senat +++ Bevölkerung: 305 Mio. Einwohner (2008) mit ca. 65% (europäischstämmigen) Weißen, 14% Hispanics, 13% Schwarzen und 4% Asiaten +++ Sprachen: Amtssprache ist Englisch, Reisende sollten ein paar Brocken können, da selbst in Touristenzentren kaum fremdsprachiges Personal anzutreffen ist, zweite, am häufigsten verbreitete Sprache ist Spanisch (vor allem in den Südstaaten Texas und Florida sowie in Kalifornien) +++ Religionen: Religion hat in der Politik und im Alltag einen hohen Stellenwert, 52% sind Protestanten (viele Richtungen), 24% Katholiken, starke Minderheiten von Juden, Mormonen und Muslimen

Die größten Städte: New York (8,2 Mio.), Los Angeles (3,9 Mio.), Chicago (2,8 Mio.), Houston (2,1 Mio.), Philadelphia (1,5 Mio.), Phoenix (1,5 Mio.), San Antonio (1,3 Mio.), San Diego (1,3 Mio.)
Die Zahlen beziehen sich nur auf die Stadtbezirke, die meisten Großstädte liegen aber in dicht besiedelten Ballungsräumen, deren Einwohnerzahl vielfach höher ist. So hat z.B. der Stadtbezirk San Francisco ca. 750.000 Einwohner, im Großraum leben aber über 6 Millionen.




_LANDKARTE



[Größere Kartenansicht - mit Street View]

_HINKOMMEN


Mit dem Flieger
Zwischen vielen Städten in Europa und den USA gibt es täglich zahlreiche Direktverbindungen. Alle wichtigen US-Airlines wie DELTA AIR, AMERICAN, CONTINENTAL, NORTHWEST, US AIRWAYS oder UNITED fliegen ab Frankfurt, München, Berlin und anderen deutschen Flughäfen sowie von Wien, Zürich und Genf in die USA.
Hinzu kommen Nonstop-Flüge von LUFTHANSA, SWISS und AUSTRIAN AIRLINES sowie Umsteigeflüge anderer großer Airlines wie KLM (Amsterdam), BRITISH AIRWAYS (London-Heathrow) oder AIR BERLIN/TUIFLY ab Düsseldorf (mehrmals pro Woche > New York, Miami, Fort Meyers, Los Angeles und San Francisco) mit Zubringerflügen aus mehreren deutschen Städten sowie Wien und Zürich.

Die großen internationalen Flughäfen der USA sind gleichzeitig Drehkreuze für zahlreiche Inlandsflüge, so z.B. Atlanta (Georgia), Chicago (Illinois), Los Angeles (Kalifornien), Dallas/Fort Worth (Texas), Denver (Colorado), Las Vegas (Nevada), New York, Houston (Texas), Detroit (Michigan), San Francisco (Kalifornien) und Miami (Florida).


Einreisebestimmungen
Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten benötigen für ihre Urlaubs- oder Geschäftsreise kein Visum, müssen sich aber vorher online anmelden [siehe Kasten]. Sie müssen einen mindestens für die Dauer der Reise gültigen maschinenlesbaren, bordeauxfarbenen Europapass oder einen elektronischen Reisepass sowie ein Rückflugticket vorweisen. Deutsche Reisepässe, die ab Oktober 2006 ausgestellt sind, müssen sogenannte elektronische Reisepässe sein, die biometrische Daten in Chipform enthalten. Stichdatum für österreichische e-Pässe ist Juni 2006, für Schweizer e-Pässe Oktober 2006.
Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt 90 Tage. Wer länger bleiben möchte oder zu anderen Zwecken wie Arbeit oder Studium einreist (auch bei Aufenthalt unter 90 Tagen!), benötigt ein Visum.


ESTA-Anmeldung für Touristen ohne Visumpflicht

Reisende ohne Visumpflicht müssen sich vor Reiseantritt per ESTA-Verfahren bei der US-Administration anmelden. ESTA steht für "Electronic System for Travel Authorization".

Reisende per Flugzeug oder Schiff (gilt auch für Passagiere auf der Durchreise, z.B. bei Kreuzfahrten)
sind verpflichtet, sich mindestens 3 Tage vor ihrer Ankunft online beim US-Ministerium für Heimatschutz anzumelden.
Wer online registriert ist und das Okay zur Einreise erhält (was in der Regel sehr schnell geht), kann 2 Jahre lang immer wieder in die USA reisen, ohne sich jedesmal neu anzumelden. Das Online-Formular gibt es zwar auch in der deutschen Version, die Fragen müssen jedoch auf Englisch beantwortet werden (kann auch ein Reisebüro erledigen).
Airlines verweigern ohne die Genehmigung den Check-in für Flüge in die USA und auch US-Grenzbeamte schicken Reisende zurück, die ihre Anmeldung versäumt haben. Es wird für alle Fälle empfohlen, die ESTA-Genehmigung auszudrucken und mitzuführen.

Für den ESTA-Antrag wird eine Gebühr erhoben. Die Bezahlung erfolgt online per Kreditkarte (Antragsteller muss nicht der Karteninhaber sein). Um sich vor Betrügern im Internet zu schützen, wird empfohlen, für den elektronischen Reiseantrag ausschließlich die offizielle ESTA-Seite der US-Regierung zu nutzen.

Wer bei der Online-Anmeldung abgelehnt wird, muss ein Visum beantragen. Allerdings ist die online erteilte Einreiseerlaubnis
keine Garantie. Die US-Behörden können auch noch vor Ort endgültig über die Einreise entscheiden. [Infos_ESTA-Antrag]


Aus Sicherheitsgründen werden bei der Einreise über internationale Flug- oder Seehäfen mindestens beide Zeigefinger, meist jedoch schon alle 10 Fingerabdrücke gescannt sowie ein Portraitfoto gemacht. Die Daten werden für mindestens 15 Jahre gespeichert.
Außerdem ist geplant, künftig auch bei der Ausreise den Finger-Scan einzuführen.

Bei der Einreise kann es vorkommen, dass der Grenzbeamte einen kurz "interviewt" und nach dem Zweck der Reise oder dem letzten Aufenthalt im Land fragt - ruhig und freundlich bleiben!
Fluggesellschaften sind verpflichtet, Passagierdaten und die erste Zieladresse in den USA (in der Regel das Hotel) vor Abflug an die US-Behörden zu übermitteln. Dies erfolgt beim Check-in im Heimatland. Damit es weniger Stress gibt, kann man sich das Formular zum Ausfüllen zu Hause von der Homepage des [Deutschen Reiseverbands] downloaden.

Das seit 1987 bestehende Einreise- und Einwanderungsverbot für Menschen mit HIV und Aids wurde am 4. Januar 2010 offiziell aufgehoben. HIV-positive Touristen können damit wieder unbehelligt in die USA reisen. Auch wer zu Studienzwecken oder für eine befristete Arbeit einreist, muss seinen HIV-Status nicht mehr offenlegen.
Bei der vorherigen ESTA-Anmeldung zur Einreise kann man die Frage nach "ansteckenden oder sexuell übertragbaren Krankheiten" mit Nein beantworten, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Wer Tabletten einnehmen muss, kann diese auch im Handgepäck mitführen. Um keine Probleme beim Zoll zu bekommen, empfiehlt es sich, ein ärztliches Attest (auf Englisch) mitzuführen, das bestätigt, dass man die Medikamente benötigt.

[mehr zu HIV & Reisen]


Handgepäck
Für alle Flüge ab und in die USA sowie innerhalb des Landes gelten neben den üblichen Verboten wie der Mitnahme von Waffen, waffentauglichen Objekten (Messer, Taschenmesser, Scheren, Messer und spitze Objekte) und Munition folgende Sicherheitsregeln fürs Handgepäck: Flüssigkeiten dürfen in Behältern bis maximal 100 ml (gilt auch für Tuben, Cremes und ähnliches) und nur in einem transparenten, verschließbaren Plastikbeutel mit einem Volumen von maximal 1 Liter mitgenommen werden. Notwendige Medikamente dürfen auch in größeren Mengen ins Handgepäck (am besten ärztliches Attest auf Englisch mitführen). Flüssigkeiten wie Spirituosen oder Parfüm, die nach der Kontrolle im Duty-Free erworben werden, sind davon ausgenommen (das gilt nicht bei Umsteigeflügen mit Zwischenstopp innerhalb der EU!). Die Mitnahme 1 Einwegfeuerzeugs ist erlaubt.
Seit 2008 dürfen lose Lithium-Ionen-Batterien nicht mehr ins aufzugebende Gepäck, sondern müssen im Handgepäck mitgeführt werden. Die Akkus kommen in Laptops, Mobiltelefonen und Kameras zum Einsatz. Wer sie kurz vor dem Abflug kauft, nimmt sie am besten in der Originalverpackung mit.

Eine Liste der verbotenen Gegenstände bei Flugreisen findet man auf der Internetseite der [Deutschen Bundespolizei].

Reisende, die ihren Laptop mitnehmen, sollten heikle Dateien vor der Einreise besser entfernen. Die US-Behörden dürfen auch die Daten von Notebooks überprüfen und sogar kopieren! Laptops können auch beschlagnahmt werden. Dateien mit pornografischem Inhalt (z.B. Videos) sollte man auf jeden Fall löschen!

Zollbestimmungen
Ein Einfuhrverbot besteht insbesondere für alle Arten von Lebensmitteln (frisch und konserviert) sowie für Klappmesser und pornografische Artikel.

Mehr über Vorschriften und Verbote bei der Einreise in die USA erfährt man auf der Homepage der [Transportation Security Administration] der US-Regierung. Da sich die Sicherheitsbestimmungen ständig ändern, sollte man sich stets aktuell informieren.


_GESUNDHEIT


Für Touristen ohne Visumpflicht bestehen keine Impfvorschriften. Generell ist jedoch ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B, Tetanus und Diphterie zu empfehlen.
Für Menschen mit HIV und Aids bestehen keine Einschränkungen bei der Einreise.

Beim USA-Aufenthalt bestehen keine allgemeinen Gesundheitsrisiken. Touristen, die gerne Outdoor-Aktivitäten nachgehen, sollten gegen Tollwut geimpft sein. Sie wird oft von Fledermäusen, Stinktieren und Waschbären, aber auch von streunenden Hunden und Katzen übertragen. Wer keinen Schutz hat und gebissen oder gekratzt wird, muss sich umgehend impfen lassen, da die Infektion sonst tödlich verläuft.
In feucht-warmen Gebieten wird ein guter Mückenschutz empfohlen. In mehreren südlichen Bundesstaaten (aber auch in New York) tritt das durch Mücken übertragene West-Nil-Fieber auf. Bei gutem Mückenschutz ist die Ansteckungsgefahr jedoch gering.

Die medizinischen Einrichtungen sind ausgezeichnet, allerdings erfolgt jede Behandlung (auch Notfälle!) nur gegen Bezahlung.
Deshalb wird dringend eine private Reisekrankenversicherung empfohlen, die mindestens 500.000 US-Dollar abdeckt und den Rücktransport im Notfall übernimmt. Auch die Kreditkarte sollte belastbar sein. In manchen Fällen kann es günstiger sein (wenn möglich), zur Behandlung ins Heimatland zurückzufliegen.
Tipp: Manche Kreditkartenverträge beinhalten bereits eine Reisekrankenversicherung - also vorher Konditionen checken, bevor man zuviel bezahlt!

[Gesundheitstipps aus schwuler Sicht]


_KLIMA


In den USA gibt es mehrere Klimazonen mit entsprechend unterschiedlicher Vegetation. Sie reichen von der polaren Tundra im Norden Alaskas über trockene Prärien im mittleren Westen und Halbwüsten im Südwesten bis zur subtropischen Vegetation in Florida, nicht zu vergessen die gemäßigten Klimazonen an der Ostküste sowie die Rocky Mountains.
Innerhalb größerer Bundesstaaten sind die Klimaunterschiede oft beachtlich. So kann es im Winter im Norden Floridas nachts auch schon mal frösteln, während die Touristen auf Key West ihren Strandcocktail schlürfen.
Man kann die USA grob in folgende Klimazonen einteilen:

Hawaii ganzjährig subtropisch bis tropisch, heftige Niederschläge im Frühjahr und Herbst
Pazifikküste sehr gemäßigtes Klima, warme Sommer (im Süden heiß), milde Winter im Süden (im Norden kühl), Niederschläge größtenteils im Winter, die Sommer sind fast regenlos
Golf von Mexiko & Florida subtropisch mit schwül-heißen Sommern und milden Wintern, Anfang Juni bis Ende November Hurrikan-Saison
Ostküste gemäßigtes Klima, Sommer können sehr warm und Winter kalt werden, ganzjährig teilweise starke Niederschläge
Landesinnere kontinentales Klima, eher trockener, wobei die Niederschläge stark von der Höhenlage abhängen, warme bis heiße Sommer, Winter können vor allem rund um die Großen Seen streng werden, im Herbst östlich der Rocky Mountains oft Tornados, im Südwesten halbwüstenartiges Klima mit heißen Sommern

Temperaturen werden in der Maßeinheit Fahrenheit (°F) angegeben. Für Urlauber, die mit Celsius (°C) vertraut sind, gelten folgende Formeln zur Umrechnung:

°F = °C x 1,8 + 32 und °C = °F -32 : 1,8 [Temperaturrechner °C <> °F]

Aktuelles Wetter für die USA bzw. einzelne Regionen bei [wetteronline.de]




_GELD & PREISE


Zahlungsmittel ist der US-Dollar. In den USA ist die Bezahlung per Kreditkarte überall Norm. Alle gängigen Karten werden akzeptiert. Mit ihnen kann man an allen Geldautomaten (ATM), die es zahlreich gibt, Bargeld ziehen. Das geht auch mit der EC-Maestro-Karte an Automaten mit dem Cirrus-Zeichen. In Restaurants, Supermärkten oder Geschäften kann man mit EC-Karten jedoch nicht bezahlen.

Der Umtausch von Fremdwährungen ist in den USA sehr schwierig. Nur in manchen Wechselstuben (Flughäfen, Großstädte) ist das möglich. Selbst größere Banken tauschen z.B. Euros oder Schweizer Franken gar nicht um. Wer seine Kreditkarte nicht unnötig belasten möchte, sollte deshalb immer ausreichend Bar-Dollars mitnehmen.
Besser und sicherer sind Dollar-Reisechecks (nicht in Euro!). Jedoch lösen nicht alle Banken Reiseschecks ein oder verlangen hohe Gebühren. Als Zahlungsmittel werden sie aber an Tankstellen, in Hotels und Restaurants akzeptiert, wobei die Differenz zur Rechnung in bar ausgezahlt wird.

Wechselkurse: 1 US-Dollar (USD) = 100 Cent
Banknoten gibt es für 1, 2, 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar
Münzen für 1 Dollar sowie 1, 5, 10, 25 und 50 Cent


1 Euro = 1,37 US-Dollar 1 US-Dollar = 0,72 Euro
1 CHF = 1,12 US-Dollar 1 US-Dollar = 0,88 CHF (Stand: 14. Mai 2014)

Für die wichtigsten Reisewährungen bietet GAYSONTOUR eine Umrechnungsfunktion mit Tabelle zum Ausdrucken für die Reise an [Währungsrechner]

Die markante Dollarschwäche gegenüber Euro und Schweizer Franken seit 2007, die USA-Reisen für Deutsche, Österreicher und Schweizer sowie viele andere EU-Bürger so günstig wie schon lange nicht mehr machte, ist seit Herbst 2008 vorüber. Trotzdem sind Übernachtungen, Mietwagen und Restaurants nach wie vor vergleichsweise preisgünstig. Vor allem der Kauf von Textilien und (manchen) elektronischen Geräten lohnt sich noch immer.

Anders als in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die Ladenpreise von Waren und Dienstleistungen ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Diese heißt in den USA "sales tax" (Verkaufssteuer) und wird erst beim Bezahlen auf den Preis aufgeschlagen - also nicht wundern, wenn die Levis 501 an der Kasse plötzlich teurer ist als auf dem Preisschild. Die Höhe der Verkaufssteuer schwankt von Bundesstaat zu Bundesstaat (3-15%). Eine Erstattung der Steuer bei der Ausreise gibt es nicht.


_KOMMUNIKATION


Die internationale Vorwahl für Telefonate von Deutschland, Österreich und der Schweiz in die USA ist 001. Bei Auslandsgesprächen in den USA lautet die Vorwahl 011, also nach Deutschland 01149, in die Schweiz 01141 und nach Österreich 01143 wählen (und anschließend die Ortsvorwahl ohne die "0" am Anfang).
Telefonzellen funktionieren fast nur noch mit Telefonkarten, die es in jedem Supermarkt gibt. Hinweis: Auslandstelefonate vom Hotel aus sind oft völlig überteuert.

Nummern, die mit 800 oder 888 beginnen, sind weit verbreitet. Das sind gebührenfreie Servicenummern, die oft von Hotels und Dienstleistern angeboten werden.

Die landesweite Notrufnummer für Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr lautet 911. Auch der "Operator" unter Nummer "0" hilft in Notfällen weiter.

Die großen Mobilfunkbetreiber haben mit ausländischen Anbietern Roaming-Verträge abgeschlossen. Allerdings funktionieren in der Regel nur Triband-Handys (GSM 1900). Neuere Geräte entsprechen dieser Netztechnik. Übrigens: Der Begriff "Handy" ist in den USA nicht geläufig. Dort heißt es "mobile phone" oder "cell phone".

Jedes bessere Hotel hat Internetanschluss, je nach Standard auch in den Zimmern. Ansonsten gibt es z.B. in Einkaufszentren Internetstationen. Optional kann man auch mit seinem Mobiltelefon ins Internet bzw. E-Mails verschicken - Gebühren checken!

Briefmarken kauft man am besten in Geschäften und Hotels (gegen Aufpreis). Luftpost nach Europa ist bis zu einer Woche unterwegs.


_ÖFFNUNGSZEITEN & FEIERTAGE


Öffnungszeiten
In den USA gibt es keine Ladenschlussgesetze. Jedes Geschäft legt seine Öffnungszeiten, unabhängig von gesetzlichen Feiertagen, selbst fest. Kleinere Geschäfte haben in der Regel Mo-Sa von 9-18 Uhr, Supermärkte und große Geschäfte oft rund um die Uhr geöffnet. Viele Shopping Malls öffnen täglich, auch am Sonntag.
Banken öffnen in der Regel Mo-Fr von 9-15 Uhr, an einem Wochentag auch bis 18 Uhr. Wechselstuben legen die Öffnungszeiten selbst fest. Postämter sind Mo-Fr 8-18 Uhr und Sa 8-12 Uhr geöffnet.
Museen haben montags oft geschlossen, wobei auch hier gilt: Jede Einrichtung bestimmt selbst, wann geöffnet ist.

Gesetzliche Feiertage
Folgende Feiertage gelten überall in den USA:
New Year's Day: 1. Januar Martin Luther King's Day: 3. Montag im Januar (Erinnerung an den legendären schwarzen Bürgerrechtskämpfer) President's Day: 3. Montag im Februar (Geburtstag von George Washington, erster Präsident der USA) Memorial Day: letzter Montag im Mai (Heldengedenktag) Independence Day: 4. Juli (Unabhängigkeitstag) Labour Day: 1. Montag im September (Tag der Arbeit) Columbus Day: 2. Montag im Oktober Veteran's Day: 11. November (Soldatengedenktag) Thanksgiving Day: 4. Donnerstag im November (Erntedankfest) Christmas Day: 25. Dezember
Halloween: 31. Oktober (kein gesetzlicher Feiertag, aber sehr populär)
Hinzu kommen Feiertage, die nur in einzelnen Bundesstaaten gelten.


_SICHERHEIT


Die USA gelten im allgemeinen als sicheres Reiseland - auch in Großstädten. Besonders in touristischen Gebieten gilt jedoch erhöhte Vorsicht vor Trick- und Taschendieben. Wertsachen und wichtige Dokumente sollte man immer im Hotelsafe deponieren und nie im Mietwagen liegen lassen oder bei sich führen, wenn man sie nicht braucht.

Die landesweite Notrufnummer für Polizei, Unfallrettung und Feuerwehr lautet 911. Auch der "Operator" unter Nummer "0" hilft in Notfällen weiter.

[Tipps zur Sicherheit auf Reisen]


_REISEN IM LAND


Die Entfernungen innerhalb der USA sing gewaltig und werden von Touristen aus Europa oft unterschätzt. Reisen im Land ist mit allen Verkehrsmitteln mehr oder weniger bequem, wenn auch unterschiedlich zeitaufwändig.
Mit dem Flieger bewältigt man die Ost-West-Route in 5 Stunden, von Nord nach Süd braucht man ca. zweieinhalb Stunden. Mit der Bahn ist man von Los Angeles nach Chicago gut 70 Stunden (Auto 44 Stunden) und von New York nach Miami gut 30 Stunden (Auto 27 Stunden) unterwegs.
Für Touristen, die nur in einem Bundesstaat reisen und wenig Zeit haben, kommt nur der Mietwagen in Frage. Das ist in den USA die flexibelste und immer noch billigste Art der Fortbewegung. Zugfahren ist zwar auch eine Option, aber bei guten Verbindungen in kleinere Städte hapert es oft.

Mit der Bahn
Wer viel Zeit mitbringt und gerne Zug fährt, ist mit dem Fernliniennetz der Bahngesellschaft [AMTRAK] bestens bedient. Es deckt alle großen Städte des Landes ab. Für Vielfahrer gibt es preisgünstige Pauschaltickets ("Rail Pass") für einzelne Regionen oder das ganze Land.

Mit dem Bus
Wer im Ausland nicht gerne Auto fährt (oder keinen Führerschein hat), kommt mit [GREYHOUND], der größten Busgesellschaft des Landes, gut und bequem voran. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Busgesellschaften, die nur innerhalb einer Region oder eines Bundesstaates unterwegs sind.

Mit dem Mietwagen
Wer als Tourist eine Kreditkarte, den nationalen Führerschein (wenn vorhanden, dann auch den internationalen Führerschein mitnehmen!), Reisepass sowie ein Rückflugticket vorweist, kann probemlos einen Wagen mieten.
Das Mindestalter für Mietwagen beträgt in der Regel 25 Jahre, bei manchen Firmen dürfen auch jüngere Fahrer gegen Aufpreis einen Wagen mieten. Es empfiehlt sich, die eigene Autoversicherung auf Auslandsschutz zu checken. Eine Vollkaskoversicherung, die alles abdeckt, wird dringend empfohlen.
Tipp: Oft ist die Buchung eines Mietwagens vom Heimatland aus günstiger!

Die Benutzung von Autobahnen ist in der Regel kostenlos, es gibt aber vor allem im Osten des Landes viele mautpflichtige Straßen ("toll road"), Brücken oder Tunnels. Wer mit dem Auto durchs Land reist, sollte Entfernungen und Fahrzeiten nicht unterschätzen.
Die Fahrzeiten für ausgewählte Strecken:
Los Angeles > Chicago 44 Stunden, Miami > Los Angeles 57 Stunden, Miami > New York 27 Stunden, New York > Chicago 16 Stunden, New York > Dallas 33 Stunden, New York > Los Angeles 58 Stunden (ungefähre Angaben)


Mit dem Flugzeug
Wegen der starken Konkurrenz auf dem US-Markt ist Fliegen in den USA relativ günstig - und wegen der großen Entfernungen ohnehin die bequemste und schnellste Art des Reisens. Wer mehrmals fliegt, kommt mit einem Airpass für Inlandsflüge günstiger weg. Neben den großen US-Airlines können Touristen unter mehreren Low-Cost-Carriern wählen:

[AIRTRAN] operiert landesweit mit Schwerpunkt Ostküstenstaaten und Süden der USA (Atlanta) [ALLEGIANT AIR] fliegt zwischen Las Vegas und einigen Städten an der Ostküste [FRONTIER AIRLINES] fliegt in den ganzen USA [JETBLUE AIRWAYS] fliegt ab New York JFK zu zahlreichen Städten in den USA [MIDWEST AIRLINES] fliegt in den ganzen USA [SOUTHWEST AIRLINES] fliegt in den ganzen USA [SPIRIT AIRLINES] verbindet Florida mit Chicago, Detroit und New York sowie mit der Karibik/Mexiko [SUN COUNTRY AIRLINES] fliegt in den ganzen USA [USA 3000] fliegt vom Mittleren Westen und Nordosten nach Florida, Mexiko und in die Karibik


_GUT ZU WISSEN


© Stephan Cooper

Zeitzonen
Die USA erstrecken sich über 6 Zeitzonen. Vom 2. Sonntag im März bis zum 1. Sonntag im November gilt die Daylight Saving Time (Sommerzeit), d.h. die Uhren werden überall in den USA um 1 Stunde vorgestellt (entspricht in etwa der Sommerzeit in Europa). Mit wenigen Ausnahmen: Keine Sommerzeit gibt es in den Bundesstaaten Hawaii, Arizona und Teilen von Indiana.
Daraus ergeben sich gegenüber der MITTELEUROPÄISCHEN ZEIT (MEZ) folgende Unterschiede:
Eastern Standard Time: MEZ -6 Stunden (NEW YORK_gesamte Ostküste und Florida) Central Standard Time: MEZ -7 Stunden (CHICAGO_gesamter mittlerer Westen bis Golf von Mexiko) Mountain Standard Time: MEZ -8 Stunden (SALT LAKE CITY_Bundesstaaten der Rocky Mountains) Pacific Standard Time: MEZ -9 Stunden (LOS ANGELES_gesamte Westküste) Yukon-Time: MEZ -10 Stunden (ALASKA_Festland) Alaska-Hawaii Time: MEZ -11 Stunden (Hawaii und Aleuten-Inseln), auf Hawaii in der europäischen Sommerzeit: MEZ -12 Stunden
Strom
Die Netzspannung beträgt 110 Volt. Für elektrische Geräte wie Rasierapparat oder Ladegeräte für Digicam oder Laptop benötigt man Adapter bzw. duale Stecker, die es in jedem Elektrohandel gibt. Beim Kauf von elektrischen Geräten darauf achten, dass sie auf 220 Volt umgeschaltet werden können und in die heimische Steckdose passen.
Trinkgeld
In den USA gibt es eine ausgeprägte "Trinkgeld-Kultur". Wer aus heimischer Gewohnheit kein oder zu wenig Trinkgeld gibt, macht sich nicht gerade beliebt. Da Angestellte im Dienstleistungsbereich, der in den USA bekanntlich ein hohes Niveau hat, meist nur den Mindestlohn verdienen, sind sie besonders auf Trinkgelder angewiesen.
In Restaurants und Bars sollte man mindestens 15% der Summe als Trinkgeld geben, im Hotel pro Tag 1-2 Dollar an den Zimmerservice und 1 Dollar pro Gepäckstück an Kofferträger. Taxifahrer erhalten 10-15% der Summe.
Verkehrsregeln
In den USA herrscht Rechtsverkehr. Generell sind Geschwindigkeitsgrenzen auf Autobahnen und sonstigen Straßen viel niedriger als etwa in Deutschland. Je nach Bundesstaat gilt innerhalb von Ortschaften ein Tempolimit von 25-30 mph (40-48 kmh), auf Interstate Highways 55-75 mph (89-120 kmh) und auf US- und State Highways meist 55 mph (89 kmh). Alkohol am Steuer ist strikt verboten. Verstöße gegen Verkehrsregeln werden streng geahndet. Selbst kleineren Abfall sollte man nie aus dem Fenster werfen - das kann höllisch teuer werden!
Kaffeekonsum
Für Kaffeetrinker sind die USA ein wahres Paradies. In vielen Cafés und Restaurants, in denen man zum Essen Kaffee bestellt, wird er beliebig oft nachgeschenkt, ohne dafür mehr zu bezahlen. Allein dafür sollte man beim Trinkgeld nicht geizig sein!

© Stephan Cooper

Alkohol & Drogen
Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist in der Regel in allen Bundesstaaten verboten. Strafen bei Verstößen sind jedoch von Staat zu Staat sehr unterschiedlich. Mancherorts ist selbst das sichtbare Mitführen alkoholischer Getränke untersagt.
Generell gilt für Alkoholkonsum ein Mindestalter von 21 Jahren, das wegen drakonischer Strafen bei Verstößen überall streng kontrolliert wird. Wer älter ist, aber jünger aussieht, darf sich nicht wundern, wenn er sich in der Disco oder im Supermarkt ausweisen muss. Im Supermarkt gibt es ohnehin nur Bier und Wein, Spirituosen werden nur in sogenannten "Liquor Stores" verkauft. Alkohol am Steuer ist streng verboten und wird mit hohen Strafen belegt (gilt auch für andere Drogen).
Generell sind Erwerb und Konsum von Drogen wie etwa Cannabis strafbar, was nichts daran ändert, dass die USA das Land mit dem höchsten Drogenkonsum weltweit sind. Die Höhe der Strafen schwankt erheblich von Bundesstaat zu Bundesstaat. Ausländische Touristen sollten sich wegen der möglichen Scherereien absolut zurückhalten - es lohnt sich nicht!
Rauchen
Prinzipiell gilt ein landesweites Rauchverbot für alle öffentlichen Gebäude und Verkehrsmittel. In Restaurants hat sich überall eine Nichtraucherkultur durchgesetzt, in Bars und Diskotheken hängt es von den Gesetzen der einzelnen Bundesstaaten ab. New York und Kalifornien sind beim Rauchverbot besonders drastisch. Dort darf nicht einmal mehr in Parks oder am Strand geraucht werden.
Nacktbaden
Ist überall in den USA verboten (auch für Kleinkinder!). Es gibt nur ganz wenige Strände im Land, wo FKK offiziell erlaubt ist. Selbst das Umkleiden am Strand kann als Erregung öffentlichen Ärgernisses eine Geldstrafe zur Folge haben. Eine Zusammenstellung von FKK-Möglichkeiten in den USA bietet die deutschsprachige Webseite von [Nacktbaden.de]


_ADRESSEN & INFOS


© Jürgen Bieniek

DiscoverAmerica
Die Internetseite des nationalen Fremdenverkehrsamts der USA bietet eine Fülle an Infos zu zahlreichen Städten und Reisezielen im Land, gibt Empfehlungen für Sightseeing, Shopping und Restaurants und hilft mit praktischen Tipps (auch zur Einreise) bei der Reiseplanung. Die meisten Infos sind auf Deutsch erhältlich.



Visit USA Committee Germany e.V.
Dachverband der Tourismusbüros der US-Bundesstaaten in Deutschland, auf der Webseite gibt es zahlreiche Links zu Airlines, Touristikanbietern und den Tourismusbüros der Bundesstaaten sowie größerer Städte [Infos]

US-Infos.de
Infoportal für alle, die sich privat oder beruflich für die USA interessieren, mit Links zu den offiziellen Webseiten der Bundesstaaten [Infos]

magazinUSA.com
Portal mit Reiseinfos zu den bei Touristen beliebten Städten und ausgewählten Bundesstaaten [Infos]

USA.com
Portal mit umfangreicher Linksammlung zu vielen Themen, die auch für Reisende interessant sind [Infos]

Reisen für Behinderte
Die USA sind ein sehr behindertenfreundliches Land, was natürlich auch Touristen zugute kommt. Touristen mit Behinderung finden zahlreich passende Unterkünfte, Transportmöglichkeiten und sonstige Angebote vor. Die Touristenbüros der einzelnen Bundesstaaten geben Auskunft über behindertengerechte Hotels und Transportmöglichkeiten. Ausführliche Infos erhält man auch bei der in New York ansässigen Society for Accessible Travel & Hospitality [Infos]
Infos zum barrierefreien Reisen und nützliche Linktipps u.a. zu Reiseveranstaltern gibt es auch auf der Homepage von [Rehacare].

US-Botschaften und Konsulate
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
4645 Reservoir Road, NW, US-Washington, DC 20007-1998, Tel. (202) 298 40 00, Fax (202) 298 42 49 oder (202) 333 26 53 [Kontakt] & [Homepage]
Generalkonsulate in Atlanta, Boston, Chicago, Houston, Los Angeles, Miami, New York und San Francisco

Botschaft der Republik Österreich
3524 International Court, N.W., US-Washington, DC 20008-3027, Tel. (202) 895 67 00, Fax (202) 895 67 50 [Kontakt] & [Homepage]
Generalkonsulate in Chicago, Los Angeles und New York

Botschaft der Schweiz
2900 Cathedral Avenue NW, US-Washington, DC 20008-3499, Tel. (202) 745 79 00, Fax (202) 387 25 64 [Kontakt] & [Homepage]
Generalkonsulate in Atlanta, Chicago, Los Angeles, New York und San Francisco




Bildnachweise:
Flagge USA © moonrun - Fotolia.com
3. Bild von oben (Ausschnitt) © Michael Drescher/Communigayte.de
letztes Bild (Ausschnitt) © Photocase.com/ico_daniel












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