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Gayfriendly__Länder-Check

[Letzte Aktualisierung: 17. Oktober 2012]


▼ Gayfriendly Farbcodes ▼ Asien & Ozeanien
▼ Europa ▼ Nord- / Mittelamerika & Karibik
▼ Afrika, Naher Osten & Arabien ▼ Südamerika


Homosexuelle haben ein Gespür dafür, ob sie irgendwo willkommen sind oder auf Vorbehalte bzw. Ablehnung stoßen, wo sie ungezwungen sein können oder sich "tarnen" müssen. Werden sie akzeptiert, kehren sie gerne zurück und empfehlen das Land, die Stadt, das Restaurant oder Hotel ihren Bekannten weiter. Diese Mundpropaganda innerhalb der Gay Community ist nicht zu unterschätzen - erst recht nicht, wenn das Gegenteil der Fall ist!
Natürlich macht es einen Unterschied, ob man allein, mit dem (Ehe)Partner oder in der Gruppe reist. Zwei Männer oder Frauen fallen einfach anders auf! Nicht in jedem Land ist es selbstverständlich, wenn zwei Männer im Doppelbett liegen oder sich am Pool Küsschen geben. Und wer allein unterwegs ist, möchte seinen Flirt aus dem Danceclub ohne Diskussion und schiefe Blicke an der Rezeption mit aufs Zimmer nehmen.
Deshalb reisen wir bevorzugt dorthin, wo es keinen "Stress" gibt und eine Szene existiert, in der wir uns unbeschwert wohlfühlen, ausleben und vergnügen können. Gerade Touristen aus homophoben Ländern genießen es dann - wenigstens für kurze Zeit - wie "im Paradies" leben zu können.
Natürlich sind auch die "Homo-Metropolen" oder liberale Länder keine Paradiese auf Erden. Auch dort sind Schwule und Lesben hin und wieder Vorurteilen, Aggressionen und gar Gewalt ausgesetzt. Aber: Was sind Vorurteile einer kleinen Minderheit etwa in Schweden verglichen mit öffentlichen Hinrichtungen von Schwulen in einem voll besetzten Stadion im Iran?!


© Jürgen Bieniek

Mit dem LÄNDER-CHECK und den Farbcodes für "gayfriendly" möchte GAYSONTOUR bei der Wahl des Reiseziels Orientierungshilfe bieten. Dabei wollen wir niemandem etwas vorschreiben oder die Bevölkerung eines Landes pauschal in die homophobe Ecke stellen. Wir wissen auch, dass schwulenfeindliche Einstellungen kein Widerspruch zur Gastfreundlichkeit in vielen Ländern sein müssen und dass Kontakte mit Gay-Touristen auch zu einem positiven Wandel in anderen Ländern beitragen können. Außerdem geht man gerade in Ländern, die stark vom Tourismus abhängen, auch mit homosexuellen Reisenden in der Regel pfleglicher um als mit Einheimischen.

Trotzdem appellieren wir an unsere User:
Lasst euer Geld nicht in Ländern, die Homosexuelle brutal verfolgen oder gar hinrichten. Solange sich dort nichts ändert, haben sie es nicht verdient!


Nicht jedes homofreundliche Land muss auch gleichzeitig ein sicheres Reiseland sein - und umgekehrt. Wie es um die allgemeine Sicherheit, auch aus schwulem Blickwinkel, bestellt ist, erfährt man bei GAYSONTOUR unter [SERVICE_Sicherheit]


GAYFRIENDLY FARBCODES


GRÜN Länder mit beachtlicher bis großer Freiheit und Akzeptanz für Homosexuelle, homosexuelle Lebensweisen und Themen sind in Öffentlichkeit und Medien präsent, keine Strafgesetze gegen Homosexualität, evtl. Schutz vor Diskriminierung und rechtliche Anerkennung von Partnerschaften, vielfältige und entwickelte Infrastruktur aus kommerziellen Szenetreffs, sonstigen Einrichtungen und Organisationen

als Reiseziele für Singles und Homopaare empfehlenswert


GELB homosexuelle Lebensweisen werden überwiegend noch negativ bewertet, ignoriert oder tabuisiert, teilweise sind Homosexuelle Strafverfolgung ausgesetzt, tendenziell verbessert sich aber das gesellschaftliche Klima gegenüber Homosexuellen, größere Freiräume bieten nur Großstädte mit einer schwulen Infrastruktur oder touristische Zentren mit hohem Anteil von Besuchern aus westlichen Ländern

als Reiseziele nur eingeschränkt empfehlenswert, diskretes Auftreten ist oft ratsam, erst recht bei Paaren


ROT Homofeindlichkeit ist weit verbreitet und Homosexualität wird stark tabuisiert, Homosexuelle leben in der Regel versteckt, oft hohe Gefängnisstrafen für homosexuelle Handlungen, Homosexuelle sind mehr oder minder schwerer Repression sowie Gewalt ausgesetzt, kaum Infrastruktur oder nur im Verborgenen

diese Reiseziele sollten sowohl Singles wie Paare meiden


Gegenwärtig ist Homosexualität weltweit in 75 Staaten verboten, in 9 Ländern droht bei homosexuellen Handlungen sogar die Todesstrafe.


Europa


In Europa gibt es die meisten Staaten weltweit, in denen homosexuelle Partnerschaften das Eherecht oder andere Formen der rechtlichen Anerkennung genießen. In Ländern mit Eherecht sind sie Heterosexuellen gleichgestellt, in den übrigen Ländern genießen sie zwar viele, aber nicht alle Rechte von Ehepaaren. Die Gesetze unterscheiden sich von Land zu Land.
Eine Übersicht zur "Homo-Ehe" in Europa findet man auf der Homepage der österreichischen Homosexuellenorganisation [HOSI Wien].


BELGIEN sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, Gleichstellung mit der Ehe seit 2003, Hot Spots: Brüssel, Antwerpen

DÄNEMARK sehr freizügiges und liberales Klima, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften seit 1989, Hot Spot: Kopenhagen (das Gesetz für Partnerschaften gilt auch in GRÖNLAND, das mit Dänemark assoziiert ist)

DEUTSCHLAND sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur nicht nur in Großstädten, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 2001, Hot Spots: Berlin, Hamburg, Köln, München, Frankfurt

FINNLAND sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften seit 2002, Hot Spot: Helsinki

FRANKREICH sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 1999, Hot Spots: Paris, Marseille, Nizza, Lyon



GRIECHENLAND wachsende Akzeptanz, entwickelte Infrastruktur in den Großstädten, Hot Spots: Athen, Thessaloniki und die Inseln Mykonos und Lesbos

GROSSBRITANNIEN sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften seit 2005, Hot Spots: London, Manchester, Brighton, Birmingham, Edinburgh, Glasgow

IRLAND wachsende Akzeptanz, Infrastruktur entwickelt sich dynamisch, Hot Spot: Dublin

ISLAND sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz in dem nur 320.000 Einwohner zählenden Land, Homosexualität wurde bereits 1940 legalisiert, nach der rechtlichen Anerkennung homosexueller Partnerschaften (1996) trat Ende Juni 2010 die Gleichstellung mit der Ehe in Kraft, die offen lesbische Premierministerin des Landes, Jóhanna Sigurdardóttir, gehörte zu den ersten, die heirateten, der jährliche Gay Pride im August in der Hauptstadt Reykjavik gehört zu den größten Events in Island und gilt als Touristenattraktion

ITALIEN wachsende Akzeptanz bei immer noch großem Einfluss der Katholischen Kirche, Italien ist das einzige Gründungsland der EU, in dem es bis heute weder eine eingetragene Partnerschaft noch das Eherecht für Homosexuelle gibt, gut entwickelte Infrastruktur nur in Großstädten, Hot Spots: Rom, Mailand, Turin, Bologna, Florenz/Viareggio

KROATIEN wachsende Toleranz, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 2003, wachsende Infrastruktur, Hot Spots: Zagreb und Touristenzentren

LUXEMBURG liberales Klima, hohe Akzeptanz, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 2004

MALTA wachsende Akzeptanz und Sichtbarkeit in den Medien, positiver Einfluss der EU-Mitgliedschaft

NIEDERLANDE sehr freizügiges und liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur, Gleichstellung mit der Ehe seit 2001, Hot Spots: Amsterdam, Rotterdam

NORWEGEN sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, das seit 1993 bestehende eheähnliche Gesetz für Partnerschaften wurde Anfang 2009 durch die vollständige Gleichstellung mit der Ehe ersetzt, Hot Spot: Oslo

ÖSTERREICH liberales Klima, verbreitete Akzeptanz trotz eher konservativer Grundstimmung im Land, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften trat am 1. Januar 2010 in Kraft, sehr gut entwickelte Infrastruktur, Hot Spots: Wien, Graz

PORTUGAL wachsende Akzeptanz in dem überwiegend katholischen Land (85%), vor allem in Großstädten herrscht eine liberale Atmosphäre, dort existiert auch eine entwickelte Infrastruktur, nachdem 2001 die rechtliche Anerkennung von Homopartnerschaften eingeführt wurde, folgte - mit Ausnahme des Adoptionsrechts - im Mai 2010 die Gleichstellung mit der Ehe, Hot Spots: Lissabon, Porto

SCHWEDEN sehr liberales und freizügiges Klima, sehr hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, das Gesetz für Homo-Partnerschaften (seit 1995) wurde im Mai 2009 durch die vollständige Gleichstellung mit der Ehe ersetzt, außerdem genießen Homopaare seitdem das Recht auf kirchliche Trauung in der evangelischen Staatskirche, Hot Spots: Stockholm, Göteborg, Malmö

SCHWEIZ liberales Klima, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften seit 2007, Hot Spots: Zürich, Bern, Lausanne, Genf

SLOWENIEN wachsende Toleranz, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 2006, Slowenien gilt als "Musterschüler" in der Homopolitik und homofreundlichstes Land unter den neuen osteuropäischen EU-Staaten, wobei auch hier in letzter Zeit - wie in anderen südosteuropäischen Ländern - eine Zunahme homophober Übergriffe zu verzeichnen ist, so wurden im Juni 2010 mehrere Anschläge auf ein Gay-Café in der Hauptstadt verübt, Hot Spot: Ljubljana



SPANIEN liberales und freizügiges Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur vor allem in Großstädten, Gleichstellung mit der Ehe seit 2005, Hot Spots: Madrid, Barcelona, Sitges, Valencia, Sevilla, Benidorm, Torremolinos und die Inseln Gran Canaria, Teneriffa, Mallorca und Ibiza

TSCHECHIEN liberales Klima, wachsende Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 2006, Hot Spot: Prag
(leider kam es im Juni 2008 erstmals in Tschechien in der Stadt Brünn zu rechtsradikalen Übergriffen auf den dortigen Gay Pride, viele waren schockiert - und ebenso überrascht - vom plötzlichen antischwulen Gewaltausbruch)




ESTLAND weit verbreitete Homophobie, keine Strafgesetze gegen Homosexualität, Infrastruktur in der Hauptstadt Tallinn, EU-Mitgliedschaft wirkt sich positiv aus, ebenso die engen Beziehungen zum liberalen Nachbarland Finnland, Homo-Tourismus kann Impulse geben

LETTLAND Bevölkerung überwiegend homophob, seit EU-Mitgliedschaft Streichung der Strafgesetze gegen Homosexualität, in der Vergangenheit konnten Gay Prides nur unter Polizeischutz stattfinden oder wurden sogar verboten, kaum Infrastruktur, Homo-Tourismus kann Impulse geben, Hot Spot: Riga

LITAUEN Bevölkerung überwiegend homophob, seit EU-Mitgliedschaft Streichung der Strafgesetze gegen Homosexualität, trotzdem sind homophobe Tendenzen in der Politik virulent: im Sommer 2009 verabschiedete das Parlament ein Gesetz zum "Schutz von Kindern und Jugendlichen", das sich vor allem gegen das Engagement und die Aufklärung durch Homogruppen richtet
Gay Prides wurden in der Vergangenheit immer wieder verboten, erst im Mai 2010 konnte der erste Baltic Pride in der Hauptstadt Vilnius stattfinden, die rund 500 Teilnehmer, darunter einige ausländische EU-Abgeordnete, mussten allerdings durch ein massives Polizeiaufgebot gegen einen homophoben Mob aus Tausenden von Gegendemonstranten geschützt werden, Homo-Tourismus kann Impulse geben

POLEN wachsende Toleranz in den Großstädten bei verbreiteter Homophobie in ländlichen Gebieten, diese wird vor allem von der Katholischen Kirche im Bunde mit rechtsgerichteten Politikern und Medien immer wieder angeheizt, dynamische Infrastruktur in den Großstädten, Homo-Tourismus kann Impulse geben, Hot Spots: Warschau, Krakau
der Einfluss der EU-Politik (Polen ist seit 2004 Mitglied der EU) hat sich bislang positiv auf die Situation von Schwulen und Lesben ausgewirkt, noch 2005 wurde der Gay Pride in Warschau verboten, im Juli 2010 nahmen rund 10.000 an einer Parade zum Europride in der polnischen Hauptstadt teil

RUSSLAND Strafgesetze gegen Homosexualität wurden zwar aufgehoben und auch sonst gibt sich Russland westorientiert, doch in der Bevölkerung wie im gesellschaftlichen Alltag ist Homophobie noch weit verbreitet und wird leider auch immer wieder von Politikern und der einflussreichen Orthodoxen Kirche geschürt, offen homosexuelles Leben wird nicht toleriert, so wurden in den letzten 5 Jahren in Moskau Gay Pride-Demonstrationen regelmäßig verboten bzw. von der Polizei gewaltsam aufgelöst, nur in den Metropolen St. Petersburg und Moskau gibt es eine (diskrete) schwule Infrastruktur mit Bars, Clubs und Saunen, im asiatischen Teil Russlands ist man diesbezüglich noch um Lichtjahre zurück

SLOWAKEI Vorurteile bis Ablehnung gegenüber Homosexuellen sind in dem seit 1993 unabhängigen Land (früher Teil der Tschechoslowakei) noch weit verbreitet, seit der EU-Mitgliedschaft (2004) können Homorechte aber nicht mehr ignoriert werden, lediglich in der Hauptstadt Bratislava ist das Klima liberaler, rechtsnationale Strömungen haben in den letzten Jahren Zulauf und hetzen gegen Homosexuelle, im Mai 2010 konnte der erste Gay Pride in Bratislava wegen aggressiven rechten Gegendemonstranten nur teilweise stattfinden

TÜRKEI westlich orientiert und offiziell ein säkularer Staat, de facto aber wachsender islamischer Einfluss, nur in wenigen Großstädten und Touristenzentren gibt es eine mehr oder weniger sichtbare Gay-Szene, Homophobie ist weit verbreitet, diese äußert sich auch in staatlicher Willkür und polizeilicher Repression bis hin zur Folter (laut Bericht von Human Rights Watch im Mai 2008)
Immer wieder wird von polizeilicher Gewalt, aber auch von gezielten Morden an Homosexuellen berichtet. So fiel im Juli 2008 ein Mitarbeiter der Istanbuler Homovereinigung Lambda einem sogenannten "Ehrenmord" (Hinrichtung durch Familie) zum Opfer und im März 2009 wurde ebenfalls eine Mitarbeiterin der Organisation in ihrer Wohnung im Zentrum Istanbuls ermordet.
Trotz allem: Es gibt eine wachsende Infrastruktur und mehr Freiräume in den Großstädten, besonders in Istanbul. Dort finden seit vielen Jahren Gay Pride-Demos statt, bei der letzten im Juni 2010 gingen über 4.000 Menschen auf die Straße, darunter sogar eine Gruppe von Müttern. Der Homo-Tourismus kann Impulse geben, Hot Spots: Istanbul, Izmir, Bodrum, Antalya

UNGARN verbreitete Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber Homosexuellen, vor allem rechtsradikale nationalistische Gruppierungen treten zunehmend aggressiv gegen Homosexuelle auf, die offizielle Regierungspolitik war in der Vergangenheit eher gayfriendly, seit Juli 2009 gilt die rechtliche Anerkennung von Homo-Partnerschaften, nennenswerte schwule Infrastruktur nur in der Hauptstadt Budapest

ZYPERN Wegfall der Strafgesetze gegen Homosexualität seit EU-Mitgliedschaft, trotzdem weit verbreitete Ablehnung von Homosexualität, kaum Infrastruktur


In vielen Ländern OSTEUROPAS und SÜDOSTEUROPAS ist Homosexuellenfeindlichkeit weit verbreitet. Selbst in Großstädten ist die Infrastruktur nur schwach entwickelt. Homosexuelles Leben findet meist im Verborgenen statt.
In den letzten Jahren ist in manchen Ländern eine Zunahme homophober Übergriffe zu verzeichnen, wobei Ressentiments und Hass auf Homosexuelle oft gezielt geschürt werden, so auch von den christlich-orthodoxen Kirchen. Außerdem werden sie zunehmend zu "Sündenböcken" für interne Probleme gemacht und sind Zielscheibe von rechtsextremen und nationalistischen Gruppierungen.

In manchen Ländern ist man auch als Tourist nicht sicher vor homophoben Übergriffen, wenn man sich allzu offen als Gay zu erkennen gibt. Presseberichten zufolge wurde im August 2010 in Serbiens Hauptstadt Belgrad ein Paar aus Deutschland von einem Schwulenhasser mit einem Messer angegriffen und ausgeraubt.
Serbien gilt als eines der homofeindlichsten Länder in der Region. Die Serbisch-Orthodoxe Kirche profiliert sich als Wortführerin des Homohasses, gemeinsam mit rechtsradikalen, nationalistischen Gruppierungen. Im Oktober 2010 fand erstmals seit 2001 wieder eine Gay Pride-Demo in Belgrad statt. Rund 1.000 Demonstranten mussten dabei von über 5.000 Polizisten geschützt werden. Der antischwule Mob warf Steine und Brandbomben und verwüstete bei heftigen Krawallen Teile der Innenstadt.

Im Juni 2008 kam es erstmals in Tschechien in der Stadt Brünn zu Attacken Rechtsradikaler auf die Gay Pride-Demo und in Bulgariens Hauptstadt Sofia wurden sogar Molotow-Cocktails auf die erste Pride-Parade des Landes geworfen. In Rumäniens Hauptstadt Bukarest waren 1.200 Polizisten im Einsatz, um im Mai 2008 den "Marsch der Vielfalt" von ca. 200 Schwulen und Lesben zu schützen.
Selbst in Ungarns Hauptstadt Budapest, wo Paraden seit 1997 stattfinden, kam es 2007 erstmals zu Angriffen durch Rechtsradikale auf den Gay Pride sowie zu Anschlägen mit Molotow-Cocktails. Die Parade im September 2009 musste von einem so massiven Polizeiaufgebot geschützt werden, dass sie de facto unter "Ausschluss der Öffentlichkeit" stattfand.
Quelle: Lambda Nachrichten, HOSI Wien

Folgende Länder gehören in diese Kategorie: (ohne Tschechien und Ungarn!)

Albanien Bosnien-Herzegowina Bulgarien (EU-Mitglied) Kosovo
Mazedonien Moldawien Montenegro Rumänien (EU-Mitglied) Serbien
Ukraine Weißrussland


Afrika / Naher Osten & Arabien


ISRAEL liberalstes und freizügigstes Land im Nahen Osten, hohe Akzeptanz, gut entwickelte Infrastruktur, Hot Spot: Tel Aviv

LA REUNION der Inselstaat im Indischen Ozean gehört zu Frankreich und damit auch zur EU, weshalb die Gesetze des Mutterlandes gelten, also rechtliche Anerkennung von Partnerschaften seit 1999, sehr liberal und hohe Akzeptanz, entwickelte Infrastruktur

SÜDAFRIKA einziges Land in Afrika und eines der wenigen weltweit, in der die Diskriminierung Homosexueller per Verfassung verboten ist, seit 2006 sind Partnerschaften mit der Ehe gleichgestellt, in Großstädten liberales Klima und gut entwickelte Infrastruktur, großes Angebot an gayfriendly Hotels, es gibt jedoch eine große Kluft zwischen weißer Minderheit und schwarzer Mehrheitsbevölkerung in punkto Akzeptanz von Homosexualität, unter der schwarzen Bevölkerung sind Homophobie und Gewalt gegen Schwule und Lesben weit verbreitet, Hot Spots: Kapstadt, Johannesburg, Knysna


LIBANON die Ausnahme unter den arabischen Ländern, nicht nur wegen des spürbaren 40%-Anteils an christlicher Bevölkerung, sondern auch des verbreiteten westlichen Lebensstils, trotzdem ist die Gesellschaft in punkto Homosexualität noch sehr konservativ eingestellt, offenes Auftreten ist total tabu, Diskretion in der Öffentlichkeit dagegen die Norm, wer sich daran hält, kann hinter den Kulissen einige Freiheiten ausleben, es gibt ein Gesetz gegen homosexuellen Handlungen, das aber kaum noch praktiziert wird, auch Übergriffe durch die Polizei kommen nur noch selten vor, in der Hauptstadt Beirut gibt es eine teils offene, teils versteckte Infrastruktur aus Bars, Clubs und Treffpunkten, wie man sie in keinem anderen arabischen Land vorfindet, die relative Freizügigkeit zieht viele Homosexuelle aus den Nachbarländern und den arabischen Golfstaaten an

MAURITIUS Homophobie ist verbreitet, es besteht zwar ein Sodomie-Paragraph (bis zu 5 Jahre Gefängnis), er wird aber nur selten praktiziert, Freiräume sind in letzter Zeit durch den Tourismus gewachsen, kaum Infrastruktur

SEYCHELLEN Homophobie ist verbreitet, kein Strafgesetz gegen Homosexualität, aber Verurteilungen wegen "Sittenverbrechen", Freiräume durch große Abhängigkeit vom Tourismus, kaum Infrastruktur


AFRIKA Bis auf Südafrika ist das allgemeine Klima in fast allen Ländern des Kontinents als durchweg homofeindlich zu bezeichnen. In zahlreichen Ländern sind Homosexuelle staatlicher Repression und Verfolgung ausgesetzt. Auch wenn darunter beliebte Urlaubsziele wie Kenia, Ägypten, Tunesien oder Marokko* sind, so gilt für alle: Homosexuelle genießen weder Freiheiten noch Respekt oder gar Rechte. Zwar muss man zwischen Einheimischen und Touristen unterscheiden, aber auch für ausländische Gays bzw. Homopaare ist Reisen in diesen Ländern keine Entspannung!
In den Medien mancher Länder wird offen gegen Homosexuelle gehetzt, teilweise werden sie sogar namentlich "an den Pranger" gestellt. Nicht selten wird Homophobie von Regierungen oder Politikern geschürt, um von Missständen abzulenken.
Vor allem in schwarzafrikanischen Ländern existiert die Verschwörungstheorie, wonach Homosexualität (und Aids) vom "weißen Mann" oder von westlichen Ländern "eingeschleppt" wird, um die "afrikanische Kultur" zu zerstören.
Homohass ist sowohl in islamisch als auch christlich dominierten Ländern weit verbreitet und wird politisch zur Stimmungsmache missbraucht.

* In Marokko gibt es bekanntermaßen in manchen Touristenorten Strukturen für kommerzielle Sexkontakte zwischen Einheimischen und Touristen - doch Vorsicht! In dem als gemäßigt islamischen geltenden Land gibt es außerdem seit April 2010 ein heimlich herausgegebenes Gay-Magazin mit dem Titel "Mithly" ("schwul") - dem ersten überhaupt in der arabischsprachigen Welt! [Webseite]

Wir verzichten auf die Listung aller afrikanischen Staaten und beschränken uns auf die "schlimmsten" Länder:
Algerien Ägypten Libyen Mauretanien (z.T. Todesstrafe) Gambia
Nigeria (z.T. Todesstrafe) Senegal Sudan (z.T. Todesstrafe) Kenia
Uganda (bis 14 Jahre Gefängnis, offen ist eine Gesetzesverschärfung zur Einführung der Todesstrafe, Stand: Februar 2010, immer wieder hetzen Zeitungen gegen Homosexuelle, manchmal veröffentlichen sie dabei sogar Namen und Fotos und rufen zum Mord auf, zuletzt geschehen im Oktober 2010) Tansania Sambia
Simbabwe Malawi Kamerun Ghana



NAHER OSTEN & ARABIEN Alle Länder des Nahen Ostens (mit Ausnahme von Israel und - mit Einschränkung - Libanon) sowie die arabischen Länder sind extrem homofeindlich. In einigen islamischen Staaten werden Homosexuelle öffentlich ausgepeitscht und hingerichtet.
Extrembeispiel ist der islamische Gottesstaat Iran (seit 1979), wo Menschenrechtsorganisationen zufolge bisher über 4.000 Personen wegen homosexueller Handlungen hingerichtet wurden.
Natürlich fällt einem sofort Dubai als Gegenbeispiel ein, das mit seiner Moderne um westliche Touristen buhlt und sich nach außen weltoffen gibt. Für Touristen mag das bis zu einer gewissen Grenze gelten, für Schwule im Land bedeutet offenes Auftreten mindestens Gefängnis.

Weitere Länder auf der schwarzen Liste:
Syrien Jordanien Irak (gezielte Folterung und Exekution von Homosexuellen, u.a. durch islamistische Milizen, die unabhängig von Polizei und Gesetzen agieren, seit Anfang 2009 eskaliert die Homosexuellenverfolgung, eine Dokumentation der internationalen Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (veröffentlicht am 17. August 2009) spricht von einer "systematischen Kampagne" mit Hunderten Ermordeten, Amnesty International hat 500 Fälle seit 2005 dokumentiert) Kuweit Saudi-Arabien (Todesstrafe) Jemen (Todesstrafe) Bahrein Qatar Oman
Vereinigte Arabische Emirate (Todesstrafe in einigen Emiraten, in Dubai und Abu Dhabi Haftstrafen bis zu 14 Jahren)


Asien / Ozeanien


AUSTRALIEN sehr liberales Klima und hohe Akzeptanz vor allem in Großstädten, sehr gut entwickelte Infrastruktur, im Bundesstaat Tasmanien eheähnliches Gesetz für Partnerschaften, seit 2004 gilt im ganzen Land der Marriage Act, der die Öffnung der Ehe für Homosexuelle untersagt, es gibt jedoch politische Bestrebungen, dieses Gesetz wieder aufzuheben, Hot Spots: Sydney, Melbourne, Brisbane, Adelaide

NEUSEELAND sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur, eheähnliches Gesetz für Partnerschaften, Hot Spots: Auckland, Wellington, Christchurch

TAHITI Inselstaat ist Teil des Archipels Französisch-Polynesien im Südpazifik, gehört zu Frankreich und damit auch zur EU, es gelten die Gesetze des Mutterlandes, also auch rechtliche Anerkennung von Partnerschaften, sehr tolerant und liberal, kaum Infrastruktur

THAILAND stark buddhistisch geprägt, sehr tolerantes Klima und entspannter Umgang mit Homosexualität, in der Verfassung von 2007 wurde Schutz vor Diskriminierung verankert, sehr gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten und Touristenzentren, Hot Spots: Bangkok, Phuket, Pattaya, Chiang Mai


Hinweis: Die Bevölkerung in Ländern, die vom Buddhismus geprägt sind, legt meist einen moderaten und friedlichen Umgang mit Homosexuellen an den Tag, selbst wenn Homosexualität nicht unbedingt als "normal" angesehen wird. Das bezieht sich erst recht auf Touristen.

CHINA während Strafgesetze für homosexuelle Handlungen 1997 abgeschafft wurden, galt Homosexualität in China noch bis 2001 offiziell als "Geisteskrankheit", seitdem jedoch ändert sich das gesellschaftliche Klima für Homosexuelle sehr langsam zum Positiven, sie sind aber noch meilenweit von allgemeiner Freiheit und Gleichberechtigung entfernt
die chinesische Gesellschaft ist in punkto Sexualität eher verschlossen und denkt sehr traditionell, in kleineren Städten und erst recht in ländlichen Regionen sind homosexuelle Lebensweisen absolut tabu bzw. verpönt, nicht selten heiraten Schwule und Lesben zur Tarnung und beugen sich dem gesellschaftlichen Druck, in China gilt das Wort 'juehu' - ohne Nachkommen - als absolutes Schimpfwort
trotzdem ist in den letzten Jahren vor allem in den Metropolen Shanghai, Hongkong und Peking eine sichtbare Infrastruktur aus Bars, Clubs, Saunen und anderen Treffpunkten entstanden, gerade Shanghai entwickelt sich zum "Mekka" für chinesische Gays, dies schafft ebenso Freiräume wie das Internet
wegen der umfassenden staatlichen Kontrolle in China - immer wieder wird von Polizeirazzien an Schwulentreffs oder Veranstaltungsverboten berichtet - kann man davon ausgehen, dass diese "Lockerung" auch offiziell abgesegnet ist, im Juni 2009 fand in Shanghai erstmals eine Pride Week statt und im November 2009 erlebte Hongkong seine 2. Pride-Parade

im April 2010 wurde das Einreiseverbot für Ausländer/Touristen mit HIV und Aids offiziell aufgehoben

INDIEN in der Öffentlichkeit wird Homosexualität weitgehend ignoriert bzw. tabuisiert, wobei es Signale für Veränderungen gibt, Homophobie ist weit verbreitet und wird besonders von den Vertretern der vorherrschenden Religionen (Hindus und Moslems) wach gehalten
im Juli 2009 hob der Oberste Gerichtshof das Totelverbot homosexueller Handlungen auf, nachdem eine Aidsorganisation dagegen geklagt hatte, das Gesetz (Paragraph 377) wurde bereits vor 148 Jahren von den britischen Kolonialherren eingeführt und sah Gefängnis bis zu 10 Jahren vor, in der Praxis zwar nur noch selten angewandt, diente es aber immer wieder zur Rechtfertigung von Diskriminierung
in Metropolen wie Mumbai (Bombay) oder Neu-Dehli gibt es eine schwule Infrastruktur, die aber im Vergleich zur Einwohnerzahl als rudimentär bezeichnet werden kann, immerhin fanden auch schon kleinere Gay Pride-Demonstrationen statt, in Mumbai erscheint das Schwulenmagazin "Bombay Dost" und seit Juli 2010 erscheinen zwei Lifestylemagazine für Schwule und Lesben, die von einem offen schwulen Prinzen herausgegeben werden
in punkto Tradition und Moderne beschreiben schwule Aktivisten Indien als ein Land, in dem das 21. und 16. Jahrhundert nebeneinander existieren



INDONESIEN der Islam ist Mehrheitsreligion, spielt aber im Alltag eine sehr moderate Rolle, Homosexualität gilt als Tabu, über das man nicht spricht, Homosexuellen wird aber nicht aggressiv begegnet, entwickelte Infrastruktur nur auf der Touristeninsel Bali, die hauptsächlich vom Hinduismus geprägt ist

JAPAN wachsende Akzeptanz in einer traditionell eher konservativen Gesellschaft, gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten, Hot Spots: Tokyo, Osaka, Sapporo

KAMBODSCHA buddhistisch geprägt, relativ entwickelte Infrastruktur in der Hauptstadt Phnom Penh, in letzter Zeit hat eine rigorose Kampagne gegen Prostitution mit Minderjähringen leider zu einem regen Erpressungshandel geführt, bei dem Polizei, Gerichte und vermeintlich Minderjährige auch gemeinsame Sache gegen Touristen machen!

MALAYSIA Muslime stellen ca. 60% der Bevölkerung, der Islam ist Staatsreligion, buddhistische und andere Religionen (nennenswerter Anteil an Chinesen und Indern) werden toleriert
obwohl von der Regierung ein gemäßigter Islam angestrebt wird, machen sich in den letzten Jahren verstärkt islamistische Tendenzen bemerkbar, in immer mehr Provinzen des Landes wird das islamische Strafrecht der Scharia angewandt, hohe Gefängnisstrafen (bis 20 Jahre) für homosexuelle Handlungen, Vorwürfe der Homosexualität sind ein beliebtes Druckmittel, um Oppositionelle zu diskreditieren
Ende 2008 wurde vom Islamischen Fatwa-Rat des Landes ein Bann gegen lesbische Beziehungen sowie "männliches Verhalten" von Frauen ausgesprochen, immer wieder gibt es Razzien gegen schwule Treffpunkte (z.B. Massagesalons, Fitnessclubs), bei denen auch Touristen verhaftet werden (solche Etablissements unbedingt meiden!), nur in der Hauptstadt Kuala Lumpur gibt es trotz Repression so etwas wie eine schwule Infrastruktur
GAYSONTOUR rät insbesondere schwulen und lesbischen Pärchen, die keine Lust auf Versteckspiel haben, von Reisen nach Malaysia ab!

MALEDIVEN Homosexualität ist stark tabuisiert, Strafgesetz gegen homosexuelle Handlungen existiert, wird aber eher selten praktiziert, keine Infrastruktur, touristische Dominanz schafft Freiräume

PHILIPPINEN es gibt keine Strafgesetze gegen homosexuelle Handlungen, gleichwohl ist Homosexualität stark tabuisiert, eine ausgeprägte Machokultur behindert das Coming-out und die Diskussion in der Öffentlichkeit, Infrastruktur gibt es nur in der Hauptstadt Manila

SINGAPUR buddhistischer Einfluss, Strafgesetz gegen homosexuelle Handlungen existiert (bis 2 Jahre Haft), wird aber nur selten angewandt, die offizielle Politik gegenüber Homosexuellen ist restriktiv, Homoorganisationen werden nicht zugelassen und Medien zensiert, trotzdem gibt es im Verborgenen eine kommerzielle Szene, die von den Behörden des Stadtstaates geduldet wird, die Bevölkerung ist mehr oder weniger gayfriendly und auf ausländische Touristen wirkt Singapur stets sehr "gay"

SRI LANKA buddhistisch geprägt, Homosexualität ist zwar stark tabuisiert, aber gegenüber ausländischen Touristen geben sich einheimische Gays mitunter sehr offen, Strafgesetz gegen homosexuelle Handlungen existiert, wird aber kaum praktiziert, Hot Spots: Touristenzentren

SÜDKOREA Homosexualität ist absolut tabu, traditionell eher konservative Gesellschaft, keine Strafgesetze, Infrastruktur in der Hauptstadt Seoul



TAIWAN buddhistischer Einfluss, traditionell eher konservative Gesellschaft, keine Strafgesetze, Homosexualität wird vor allem in ländlichen Gegenden noch stark tabuisiert, in Großstädten hat sich aber in den letzten Jahren eine wachsende, selbstbewusste Gay Community mit einer entsprechenden Infrastruktur aus Bars und Treffpunkten gebildet, vor allem die Hauptstadt Taipeh gilt inzwischen als eine der schwulenfreundlichsten Metropolen Asiens, dessen jährlicher Gay Pride über 25.000 Teilnehmer zählt

VIETNAM buddhistisch geprägt, Land im Aufbruch und wachsende Orientierung an den Standards in westlichen Ländern, davon profitieren einheimische Homosexuelle, in Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) und Hanoi entsteht langsam eine Infrastruktur, schwuler Tourismus kann Impulse geben


In zahlreichen Ländern ASIENS ist Homosexuellenfeindlichkeit weit verbreitet oder Homosexualität ist stark tabuisiert. Schwules Leben findet zumeist im Verborgenen statt. Homosexuelle werden teilweise strafrechtlich verfolgt oder sind staatlicher Repression ausgesetzt. Folgende Länder fallen darunter:

Armenien Georgien Aserbaidschan Usbekistan Turkmenistan
Kirgisistan Tadschikistan Afghanistan Pakistan Bhutan
Bangladesch Kasachstan Mongolei

In den folgenden INSELSTAATEN im Pazifischen Ozean ist Homosexualität stark tabuisiert, z.T. stehen auf sexuelle Handlungen langjährige Gefängnisstrafen:

Tonga Fidji Samoa Tuvalu Salomonen Kiribati Nauru Palau


Nord- / Mittelamerika & Karibik


COSTA RICA wachsende Akzeptanz, entwickelte Infrastruktur, Hot Spots: San José und Touristenzentren

CURACAO Insel nördlich von Venezuela ist ein eigenständiger Teil des Königreichs Niederlande, die fortschrittlichen Gesetze des Mutterlandes gelten zwar nicht, aber es herrscht relativ große Liberalität, Insel wirbt für sich als "gayfriendly" und bemüht sich um schwule Touristen, kaum Infrastruktur in der Hauptstadt Willemstad

KANADA sehr liberales Klima, hohe Akzeptanz, sehr gut entwickelte Infrastruktur vor allem in Großstädten, Gleichstellung mit der Ehe, Hot Spots: Montreal, Toronto, Vancouver, Calgary

PUERTO RICO mit den USA assoziierter Inselstaat, gilt als der liberalste in der Karibik, gut entwickelte Infrastruktur in der Hauptstadt San Juan

USA im allgemeinen liberales Klima und teilweise hohe Akzeptanz, wobei es große Unterschiede zwischen den Bundesstaaten an der Ost- und Westküste einerseits (liberaler) und den im Mittleren Westen sowie den Südstaaten andererseits gibt (konservativer), das gilt auch zwischen Großstädten und ländlichen Gebieten
individuelle Freiheitsrechte spielen eine große Rolle, aber auch der Einfluss von Religion auf Gesellschaft und Politik ist - an westeuropäischen Maßstäben gemessen - enorm, die Kategorie "Moral" hat einen hohen Stellenwert und gilt als "Waffe" der Konservativen im Kampf gegen Gleichberechtigung von Homosexuellen, besonders über die "Homo-Ehe" wird in Politik und Medien kontrovers und sehr emotional gestritten
die sogenannte "öffentliche Moral" hat eine auffällige Prüderie zur Folge, die selbst in sehr liberalen Bundesstaaten und Städten spürbar ist
trotz einiger Erfolge im Kampf um Gleichberechtigung und stärkerer Medienpräsenz klagen Homosexuellenverbände seit einiger Zeit über zunehmenden, homophoben Gegenwind und ansteigende Feindseligkeiten im ganzen Land, selbst in den Hochburgen der Gays - ob sich dieser Trend verfestigt, bleibt abzuwarten
in einzelnen Bundesstaaten sowie in manchen Stadtbezirken existieren Formen der rechtlichen Anerkennung von Partnerschaften, allerdings mit deutlich weniger Rechten als bei der Zivilehe, lediglich in den Staaten Massachusetts (seit 2004), Connecticut (November 2008), Iowa (April 2009) und Vermont (Mai 2009) gibt es die Gleichstellung mit der Ehe, in Staaten wie New Hampshire, Maine und New York gibt es entsprechende Gesetzesinitiativen (Stand: April 2009)
im Bundesstaat Kalifornien wurde die im Juli 2008 eingeführte Zivilehe für Homosexuelle per Volksabstimmung im November 2008 wieder rückgängig gemacht
als Folge der Diskussion um die "Homo-Ehe" beschloss der US-Kongress bereits 1996 das "Gesetz zum Schutze der Ehe", das die Anerkennung von "Homo-Ehe-Gesetzen" einzelner Staaten auf Bundesebene bzw. durch Bundesbehörden untersagt, inzwischen gibt es in den Verfassungen von 30 der insgesamt 50 Bundesstaaten Artikel, in denen die Ehe als Verbindung von Mann und Frau definiert wird, was de facto einem Ehe-Verbot für Homosexuelle gleichkommt
überall sehr gut entwickelte Infrastruktur und hoher Organisationsgrad der Gay Communitys mit zahlreichen Lobbygruppen, die vielfältige Verbindungen in alle Ebenen von Gesellschaft und Politik haben, außerdem gibt es eine Vielzahl an Gay-Medien aller Art und schnell wachsende Internet-Netzwerke
Hot Spots: San Francisco, Los Angeles, Chicago, Austin, Houston, Denver, Miami, Fort Lauderdale, Key West, Palm Springs, Philadelphia, New York, Boston, Provincetown


BAHAMAS wachsende Toleranz als Folge des starken US-Tourismus, trotzdem immer wieder polizeiliche Repression, wenig Infrastruktur in der Hauptstadt Nassau

DOMINIKANISCHE REPUBLIK wachsende Toleranz in größeren Städten bzw. Touristenzentren, keine Strafgesetze, Infrastruktur in der Hauptstadt Santo Domingo

KUBA langsam wachsende Toleranz und Freiräume, keine Strafgesetze mehr, hin und wieder polizeiliche Kontrollen an Treffpunkten, seit 2005 gibt es im Staatsapparat vereinzelte Versuche, Maßnahmen gegen Homophobie zu ergreifen und sogar Homopartnerschaften anzuerkennen
im September 2010 überraschte sogar der frühere Staatschef Fidel Castro mit einem Interview in der mexikanischen Zeitung "La Jornada", in dem er die Verfolgung Homosexueller in den 1960er und 70er Jahren als "große Ungerechtigkeit" bezeichnete
kaum Infrastruktur, Szeneleben spielt sich vor allem im privaten Bereich ab

MEXIKO wachsende Akzeptanz vor allem in Großstädten, in ländlichen Gebieten ist Homophobie dagegen noch weit verbreitet, besonders die Katholische Kirche profiliert sich als vehementer Gegner jeglicher Rechte für Gays, gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten und Touristenzentren, im Distrikt von Mexiko-Stadt (vergleichbar mit einem Bundesstaat) gibt es seit Anfang 2010 eine komplette Gleichstellung mit der Ehe inklusive dem Adoptionsrecht, das Gesetz gilt zwar nur für den Hauptstadt-Bezirk mit seinen knapp 9 Mio. Einwohnern, diese Homo-Ehen müssen aber in anderen Landesteilen anerkannt werden, für Aktivisten ist das ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gleichberechtigung in ganz Mexiko, Hot Spots: Mexiko-City, Cancún, Guadalajara, Puerto Vallarta, Acapulco

In folgenden Inselstaaten der KARIBIK ist die Homophobie weniger ausgeprägt als in der übrigen Region, außerdem gelten teilweise die Gesetze des jeweiligen Mutterlandes, zu dem sie als ehemalige Kolonien gehören:

Aruba (Niederlande) Guadeloupe (Frankreich) Martinique (Frankreich)
St. Martin (Frankreich/Niederlande)


In folgenden Ländern MITTELAMERIKAS ist das allgemeine Klima ausgesprochen homofeindlich, teilweise werden Schwule von der Polizei verfolgt und schikaniert, obwohl es meist keine Gesetze gegen Homosexualität gibt, von Hassverbrechen wird berichtet:

Belize Guatemala Honduras laut Menschenrechtsorganisation amnesty international hat sich die Lage für Homosexuelle erheblich verschlechtert, vor allem Aktivisten werden entführt und gar durch staatlich gedeckte Schlägertrupps ermordet, seriösen Berichten zufolge wurden seit Juni 2009 mindestens 15 Aktivisten ermordet - Stand: Dezember 2009 El Salvador Panama
Nicaragua im Juli 2008 wurde das Verbot einvernehmlicher homosexueller Handlungen unter Erwachsenen aufgehoben

In einigen Staaten der KARIBIK ist die Grundstimmung mehrheitlich ablehnend bis aggressiv gegenüber Homosexuellen, teilweise gibt es Hassmorde und homosexuelle Handlungen werden mit Gefängnis bestraft. "No Go"-Länder sind insbesondere:

Jamaika hier kam es in den letzten Jahren immer wieder zu Lynchmorden an Homosexuellen, für homosexuelle Touristen (die z.B. während einer Kreuzfahrt Station machen) kann offenes Auftreten lebensgefährlich sein, die Polizei tut nichts dagegen oder ist sogar involviert, das Time Magazine (New York) bezeichnete Jamaika als "das homophobste Land der westlichen Hemisphäre", zur Ermordung von Schwulen wird auch durch international bekannte Reggae-Sänger in Songtexten aufgerufen
Antigua & Barbuda Barbados Grenada Trinidad & Tobago St. Kitts & Nevis Haiti


Südamerika


ARGENTINIEN wachsende Akzeptanz in dem mit 90 Prozent dominant katholischen Land, gute Infrastruktur vor allem in den Großstädten und der Hauptstadt Buenos Aires, die seit ein paar Jahren eine dynamische Entwicklung als Gay-Destination erlebt, seit Juli 2010 gilt ein Gesetz, das Homopaaren die Gleichstellung mit der Ehe inklusive Adoptionsrecht beschert, damit ist Argentinien das erste Land Südamerikas, das die Ehe zwischen Homosexuellen erlaubt!

BRASILIEN wachsende Akzeptanz, liberale Atmosphäre und sehr gut entwickelte Infrastruktur in Großstädten, Homophobie in ländlichen Gebieten verbreitet, Land der großen Widersprüche: während Todesschwadronen in Rio de Janeiro Stricher und Transen ermorden, sind beim Gay Pride in Sao Paulo Millionen auf den Straßen, Hot Spots: Rio de Janeiro, Sao Paulo, Florianópolis, Manaus, Salvador de Bahia

CHILE wachsende Akzeptanz und Präsenz in der Öffentlichkeit, entwickelte Infrastruktur in Großstädten, Hot Spots: Santiago de Chile, Valparaiso/Viña del Mar

URUGUAY verbreitete Akzeptanz und liberale Atmosphäre, seit 2008 eheähnliches Gesetz für Partnerschaften, entwickelte Infrastruktur vor allem in der Hauptstadt Montevideo



FRANZÖSISCH GUYANA hier gelten die Gesetze des Mutterlandes Frankreich, d.h. rechtliche Anerkennung von Partnerschaften und Verbot der Diskriminierung, trotzdem ist Homophobie weit verbreitet, kaum Infrastruktur

KOLUMBIEN wachsende Akzeptanz bei immer noch großem Einfluss der Katholischen Kirche, Homophobie in ländlichen Gebieten verbreitet, gut entwickelte Infrastruktur in der Hauptstadt Bogotá

VENEZUELA wachsende Akzeptanz und tolerantes Klima, entwickelte Infrastruktur nur in Großstädten, Hot Spot: Caracas

In folgenden Staaten ist Homophobie weit verbreitet, die Katholische Kirche übt einen extrem konservativen Einfluss aus, nur in Großstädten gibt es eine mehr oder weniger entwickelte Infrastruktur:

Bolivien Ecuador (Quito, Guayaquil) Paraguay Peru (Lima, Arequipa)


GUYANA homosexuelle Handlungen werden mit hohen Gefängnisstrafen geahndet, mehrheitlich homophobe Einstellung der Bevölkerung



QUELLEN:
International Lesbian & Gay Association (ILGA) politische Lobbyvereinigung aus Schwulen- und Lesbenorganisationen in aller Welt [Infos]
International Gay & Lesbian Human Rights Commission mit Sitz in New York, internationale homosexuelle Menschenrechtsorganisation [Infos]
Wikipedia detaillierte Auflistung der Gesetzeslage zur Homosexualität weltweit, mit aktuellem Stand zur Diskussion von Gesetzesänderungen [Infos]

Über Länder, die nicht gelistet sind, lagen keine Informationen vor oder die Länder spielen für den Tourismus keine Rolle.


BILDNACHWEISE von oben nach unten:
Europa Bild 1 (Ausschnitt) © Chris Johnson - Fotolia.com
Bild 2 (Ausschnitt) © Jürgen Bieniek
Afrika/Naher Osten (Ausschnitt) © Photocase.com/designer111
Asien/Ozeanien Bild 1,2 (Ausschnitte) © Werner Schaeffer/dive-the-rainbow.com
Südamerika (Ausschnitt) © Photocase.com/froodmat











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