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Thailand__Gay Check-up

[Letzte Aktualisierung: 4. Oktober 2012]




▼ Gay Profil ▼ Hot Spots ▼ Info & Medien

[TOURIST-INFOS_Thailand] [HOTELS_Thailand]


GAY PROFIL

Gesellschaftliches Klima
In Thailand werden Homosexuelle weitgehend toleriert und Aggressionen gegen sie sind selten. Das liegt mit Sicherheit auch am sanften und gewaltfreien Buddhismus, der in Thailand quasi Staatsreligion ist. Transvestiten und Transsexuelle genießen in der thailändischen Kultur als "Mischwesen" sogar einen gewissen Respekt. Als eine Volleyballmannschaft aus "Ladyboys" vor Jahren einmal die Landesmeisterschaft gewann, wurde das Team frenetisch gefeiert. Das heißt nicht, dass der Alltag von Schwulen völlig diskriminierungsfrei wäre. Dennoch haben sie es viel einfacher als in anderen asiatischen Ländern.
In Thailand wird Homosexualität als Privatsache und im Buddhismus als "Schicksal" betrachtet, das man - zumindest im jetzigen Leben - nicht ändern kann. In den Medien sind Schwule oder Transvestiten häufig präsent, aber eine gesellschaftspolitische Auseinandersetzung über homosexuelle Lebensweisen wie in westlichen Ländern findet kaum statt.
In der Öffentlichkeit gilt es als unschicklich, Gefühle zu zeigen, egal ob hetero oder homo. Wer sich daran hält, kann eigentlich tun und lassen, was er will. So stört sich in Bangkok, Pattaya oder Phuket niemand daran, wenn ein Tourist mit einem Thai-Mann an der Seite durch die Straßen läuft.
Thailändische Schwule legen ein erstaunliches Selbstbewusstsein und eine verblüffende Lockerheit an den Tag. Das sind aber mitnichten die Früchte einer starken Schwulenbewegung, die es in Thailand nie gab. Vielmehr ist es Ausdruck eines unkomplizierten Verhältnisses der Thais zur Sexualität, Homosexualität inklusive. Nicht von ungefähr wirken Gay Prides in Bangkok oder Phuket eher aufgesetzt westlich als authentisch thailändisch.




Rechtliche Situation
Das Schutzalter liegt bei 18 Jahren für alle. Sex mit unter 18-Jährigen, erst recht gegen Geld, wird allerdings streng bestraft und gerade bei Ausländern wird kein Auge zugedrückt. Wer also thailändische Gefängnisse nicht von innen kennenlernen möchte, sollte unbedingt die Finger von Minderjährigen lassen und sich im Zweifelsfall immer vorher den Pass zeigen lassen. Das gilt auch für GoGo-Bars, wo Sex gegen Geld angeboten wird. Diese wie auch andere Bars und Discos werden immer wieder von Polizeirazzien heimgesucht.
In Thailand gab es nie irgendwelche Gesetze gegen Homosexualität. Die 2007 verabschiedete neue Verfassung verbietet die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, was Schwulenaktivisten als ersten Schritt hin zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften ansehen.

Sicherheit
Thailand gilt als sehr sicheres Land für Homosexuelle. Hier kann man sich überall frei und entspannt bewegen. Das gilt auch für die Mega-Metropole Bangkok und die schwulen Vergnügungsviertel. Überall dort, wo Sex gegen Geld im Spiel ist (GoGo-Bars), sollte man allerdings nicht leichtsinnig werden und die üblichen Sicherheitsregeln beachten.
[Sicherheitstipps aus schwuler Sicht]

Gay Community
In keinem anderen Land Asiens manifestiert sich die Schwulencommunity so sichtbar und offen wie in Thailand, und in keinem anderen Land orientiert man sich so sehr an westlichen Maßstäben wie hier. Für ausländische Touristen, von Thais auch als "Farangs" bezeichnet, bedeutet dies, dass sie einerseits in eine für sie völlig fremde Kultur eintauchen und sich andererseits aber völlig heimisch fühlen, wenn sie in der schwulen Szene verkehren - trotz aller Unterschiede in den Mentalitäten und Denkweisen.
Eine schwule Szene aus Bars, Clubs, Saunen und Gästehäusern existiert vor allem in Bangkok und den Touristenzentren und orientiert sich an den Bedürfnissen der Touristen. In ländlichen Gegenden oder Kleinstädten findet man selten einschlägige Bars oder Treffpunkte. Das heißt nicht, dass Schwule unsichtbar sind oder sich gar verstecken. Sie verkehren oft in Bars, die man in keinem Gay Guide findet. In Bangkok gibt es in Gegenden fernab vom Zentrum einige Bars und Clubs, in denen nur Einheimische verkehren oder Touristen oft nur in Begleitung Einheimischer Zutritt erhalten.
Selbstverständlich spielt die Prostitution überall eine Rolle, wo Touristen verkehren, die für viele Thais als "wohlhabend" gelten - und dies auch sind, betrachtet man mal die Einkommensunterschiede. Aber nicht immer sind die Grenzen klar definiert, sondern fließend, was es Touristen nicht gerade einfach macht, eine Situation einzuschätzen. Fakt ist: Wer das sexuelle Abenteuer sucht, bekommt es an jeder Ecke und muss sich nicht zwangsläufig mit den sogenannten "Moneyboys" einlassen.

Thais haben ein entspanntes Verhältnis zum Sex und zur körperlichen Entspannung. Thai-Massagen gelten als normale Dienstleistung und werden so auch überall angeboten. Nur Touristen sehen darin eine Art erotischer Dienstleistung. Thais sehen außerdem im Alter nichts Negatives. Wer älter ist, wird eher respektiert als geschmäht, eine Erfahrung, die viele ältere Schwule in westlichen Ländern selten machen und weswegen sie immer wieder gerne nach Thailand reisen.
Nicht zuletzt finden es auch viele Thais reizvoll und exotisch - und zwar ohne finanzielle Interessen - sich auf einen "Farang" einzulassen. Sie folgen damit dem "Sanuk", der als wichtiges Element der thailändischen Lebensphilosophie gilt, und frei übersetzt "Freude am Genuss" bedeutet. Dass all dies Touristen aus westlichen Ländern fasziniert, braucht man wohl nicht zu erklären. Es irritiert aber auch viele Thailand-Neulinge, die sofort Prostitution wittern, wenn sich ein Thai an sie ranmacht. Manchmal und erst recht, wenn es sich um einen nicht mehr ganz jungen Thailänder handelt, ist es wirklich nur die Lust am heißen Flirt mit einem "Farang", manchmal wird auch erwartet, dass man zum Essen einlädt oder fürs Sightseeing am Tag danach ein Geschenk macht. Man sollte es locker nehmen und von den Thais lernen: dem "Sanuk" folgen, einfach genießen und den Kopf ausschalten.


HOT SPOTS

BANGKOK
Thailands Hauptstadt bietet mit Abstand die größte und vielfältigste Szene in ganz Asien. Touristen finden hier einige Dutzend Bars, Cafés, Diskotheken, Restaurants, Hotels und Gästehäuser - und erstaunlich viele erstklassige Saunen. Typisch für Thailand sind die Travestie- oder Erotik-Shows in jeder Disco und in den GoGo-Bars. In Letzteren findet man auch bevorzugt die "Moneyboys", die Sex gegen Geld anbieten. Aber wohlgemerkt: Nur einige der Bars sind Stricherbars!
Die Szene konzentriert sich grob in 4 Gebieten: im traditionellen Vergnügungsviertel zwischen Silom Road und Suriwong Road (Skytrain-Station "Sala Deng") sowie in der Sukhumvit Road, wo die meisten Touristen landen, und in den Gebieten Sapan Kwai im nördlichen Stadtzentrum und Ramkhamheng nahe der gleichnamigen Universität, wo fast nur Einheimische verkehren. Höhepunkt im Jahreskalender ist die Pride Week im November. [GAY GUIDE_Bangkok] [HOTELS_Bangkok]




PATTAYA
Seit Thailands Regierung mit Härte gegen Prostitution von Minderjährigen und Drogenkonsum vorgeht und gezielt den gehobenen Tourismus fördert, hat sich auch das Image von Pattaya als Zentrum des billigen Sextourismus gewandelt - nicht zuletzt, weil auch die schwule Hotellerie und Szene daran ein Interesse hat. Der eine gute Autostunde östllich von Bangkok gelegene Badeort hat nach Bangkok die größte Szene des Landes zu bieten und eine wachsende Zahl gehobener Gästehäuser und Hotels. Die Bars konzentrieren sich im Jomtiem Complex und in der sogenannten Boyztown. Höhepunkt im Jahreskalender ist das Pattaya Gay Festival Ende November.
[GAY GUIDE_Pattaya] [HOTELS_Pattaya]

PHUKET
Die größte Insel im Südwesten des Landes ist Thailands wichtigstes Urlaubsdomizil und ausgesprochen beliebt bei schwulen Touristen aus aller Welt. Die Insel bietet neben ausladenden Stränden und einsamen Buchten allerlei Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Das "schwule" Phuket liegt rund 13 Kilometer von Phuket Town entfernt in Patong Beach, wo sich im Paradise Complex auch die meisten Szenelocations konzentrieren. Hier ist abends und nachts die Hölle los, während man tagsüber am schwulen Strandabschnitt relaxt. Höhepunkt im Jahreskalender ist der Phuket Pride im März. [GAY GUIDE_Phuket] [HOTELS_Phuket]

Weitere Orte mit nennenswerter Szene sind CHIANG MAI im bergigen Norden des Landes, das bei Touristen auch wegen des trockeneren und weniger heißen Klimas beliebt ist, und die Urlaubsinsel KO SAMUI im südlichen Golf von Thailand, dessen Szene in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen ist.


INFO & MEDIEN

Mit 10 Ausgaben jährlich ist das kostenlose Magazin SPICE! das wichtigste schwule Printmedium in Thailand. Das englischsprachige Magazin wird vor allem in den Szenelocations von Bangkok und in den Touristenzentren verbreitet und enthält Szeneadressen, grobe Stadtpläne und Veranstaltungstermine. Ein zweites englischsprachiges Magazin ist THAI PUAN, das alle 3 Monate kostenlos in Bangkok und den Touristenzentren erscheint.

Am besten informiert man sich aber online über die Szene in Thailand. Gut recherchierte Informationen erhält man auf dem deutschsprachigen Portal [GAY THAILAND]. Hier gibt's nicht nur die Adressen von Szenelocations und Hotels in allen relevanten Orten, sondern Hintergrundinfos und Tipps für einen rundum schwulen Urlaub im "Land des Lächelns".

Empfehlenswert sind auch die englischsprachigen Portale
[STICKY RICE], ein internationaler Gay Guide mit Schwerpunkt auf Asien und Thailand, [DREADED NED'S], ein Adressenguide für Bangkok und die thailändischen Touristenzentren und die beiden News-Portale [FRIDAE] und [UTOPIA ASIA], die ganz Südostasien, China und den pazifischen Raum abdecken. Beide enthalten Gay Guides u.a. zu Bangkok, Pattaya, Phuket und Ko Samui. Beim Portal Fridae findet man außerdem die Termine großer Gay-Partys und anderer Events für ganz Südostasien, Japan und China.














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