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Kapstadt__Gay Infos & Szeneguide


[TOURISTINFOS_Kapstadt] [WETTER_Kapstadt]


© Cape Town Pride

_GAY-PROFIL


Die "Mutter aller Städte" ("Mother City"), wie Kapstadt von Einheimischen auch liebevoll genannt wird, war schon immer liberaler als der Rest des Landes und so etwas wie das kosmopolitische Schaufenster Südafrikas. Keine Stadt auf dem afrikanischen Kontinent kommt so europäisch daher wie Kapstadt.
Obwohl das rassistische Apartheidsregime auch für weiße Schwule nicht viel übrig hatte, konnten sie hier immer noch freier leben als anderswo. Seit dem offiziellen Ende der Apartheid 1991 erleben die Gays einen erstaunlichen Aufschwung. Nicht nur in der Verfassung von 1996 werden sie ausdrücklich vor Diskriminierung geschützt, seit Ende 2006 dürfen sie auch offiziell heiraten und sind heterosexuellen Partnerschaften in jeder Hinsicht gleichgestellt!

Kapstadt wird seit 2006 von der Democratic Alliance (DA), der stärksten Oppositionspartei im Land, regiert und ist damit die einzige Millionenstadt, in der die schwarze Mehrheitspartei ANC wieder von der Macht verdrängt wurde. DA-Vorsitzende ist Helen Zille, ehemals Bürgermeisterin von Kapstadt, die nach den Wahlen im April 2009 zur Premierministerin der Provinz Westkap aufstieg. Ihre Partei, in der es mehrere offen homosexuelle Politiker gibt, gilt in Sachen Homopolitik als sehr fortschrittlich.

© Cape Town Pride

Als schwuler Tourist aus Europa oder Nordamerika fühlt man sich in Kapstadt auf Anhieb heimisch. Bars, Cafés und Clubs, die sich im sogenannten Gay Village im Stadtteil De Waterkant konzentrieren, sind auf dem Niveau europäischer Metropolen. Im schwulen Viertel kann man sich recht entspannt bewegen.
Auch wenn die Zahl der Bars und Clubs nicht so hoch ist, wie man vielleicht von der "Homo-Hauptstadt" Afrikas erwarten würde, ist Kapstadts Szeneleben dennoch einzigartig auf dem Kontinent. Überhaupt: Die Stadt am Kap bietet dem Touristen vor allem mit zahlreichen einschlägigen Hotels und Gästehäusern sowie Restaurants eine beachtliche Infrastruktur. Mit etwas Planung kann man hier wie in der Provinz Western Cape seinen Urlaub komplett in schwulem Ambiente verbringen.
Hinzu kommt, dass die Kapstädter im allgemeinen als aufgeschlossen und gayfriendly gelten. Ob man allerdings überall die Probe aufs Exempel machen muss und mit seinem Freund Hand in Hand durch die Straßen läuft, bleibt jedem selbst überlassen. Angesichts der ständigen Wachsamkeit, die man überall an den Tag legen muss, erübrigen sich solche "Mutproben" wohl von alleine.

© Cape Town Pride

In der Szene geht es sehr kommunikativ und familiär zu. Besuchern fällt jedoch sofort auf, dass in den Bars trotz der schwarzen Bevölkerungsmehrheit überwiegend Weiße verkehren. Wer gleich an Rassismus denkt, liegt jedoch falsch.
Es liegt an den nach wie vor krassen sozialen Unterschieden zwischen Weißen und Schwarzen (die natürlich eine Folge der Apartheid sind!). Die übergroße Mehrheit der schwarzen Südafrikaner gilt als arm. Erst langsam entsteht eine schwarze Mittelschicht, die sich das relativ kostspielige Ausgehen in der Szene leisten kann. Schwules Leben in Kapstadt in vollen Zügen zu genießen ist also eine Frage des Einkommens – und damit letztlich auch immer noch der Hautfarbe.

Hinzu kommt, dass das Coming-out für Weiße ungleich einfacher ist als für Schwarze. In deren Kulturen wird Homosexualität nach wie vor stark tabuisiert und oft negativ besetzt. Das alles sollte man wissen, bevor man voreilig falsche Schlüsse zieht – vor allem als Europäer, die hier günstig Urlaub machen können und als wohlhabend gelten. Die soziale Kluft begünstigt natürlich auch das Entstehen einer schwarzen Stricherszene. Wir raten aus Sicherheitsgründen dringend, die Finger davon zu lassen. Und bei allen anderen Kontakten gilt: Auch wenn man noch so geil ist, nie den gesunden Menschenverstand ausschalten!
Das ist auch als dringender Appell für Safer Sex zu verstehen. Aids gilt als "tickende Zeitbombe" Südafrikas. Schätzungsweise über 20 Prozent der Bevölkerung (15-49 Jahre) sind mit HIV-infiziert, was dem Land weltweit einen traurigen Spitzenplatz beschert.


_GAY-INFORMATIONEN


Es gibt in Kapstadt kein Schwulenzentrum, wo man sich aktuell über Veranstaltungen oder Veränderungen in der Szene informieren könnte. Auch die vorhandenen Internetseiten mit vielversprechenden Namen wie "Rainbow Guide" oder "Gaynet Cape Town" sind in Bezug auf Kapstadt nicht aktuell und enthalten überhaupt keine Event-Termine. GAYSONTOUR kann sie deshalb auch nicht zur Information empfehlen.

Touristen haben aber die Möglichkeit, in Bars und anderen Szenelocations nach einer aktuellen Ausgabe der Zeitung EXIT Ausschau zu halten. Das Gratisblatt erscheint monatlich für ganz Südafrika, hat seinen Schwerpunkt in Johannesburg, enthält aber auch aktuelle Infos zu Kapstadt.
Darüber hinaus sollte man ruhig in den Bars das Personal nach den neuesten Partys und Events fragen, da sich die Szene relativ schnell verändert.


_SIGHTSEEING & TOUREN


Es gibt einige Anbieter für Sightseeing in Kapstadt und Touren ins Umland, die ihre Angebote auch auf Gay-Touristen abstimmen. Entweder treten sie als gayfriendly auf oder werden selbst von Gays betrieben. Adressen solcher Anbieter vor Ort findet man im Gay Guide unter [Kapstadt > Outdoor & Service]

Eine Mischung aus Szeneinfos und Angeboten rund um Gay Travel beinhaltet das südafrikanische Portal Capetown.tv. Hier finden Touristen sowohl Szeneadressen als auch Empfehlungen für Hot Spots, Kultur und Shopping in Kapstadt. Neben einem großen Angebot an Hotels und Unterkünften für Kapstadt und ganz Südafrika (Eigenmarke "Sleep with us") werden auch Abenteuertouren wie Tauchen im Haikäfig oder Helikopterflüge angeboten. Und wer auf Luxuskarossen steht, kann unter der Eigenmarke "Drive with us" gleich noch das passende Gefährt anmieten.


Für den deutschsprachigen Markt können wir auch unsere Partner-Reiseagentur Pink Elephant Safaris empfehlen. Die in Essen ansässige Agentur bietet gay(friendly) Touren (z.B. Wanderungen, Whale Watching oder Tierreservate) für Einzelreisende wie für Gruppen an, betreut Urlauber auch vor Ort durch schwule Mitarbeiter und sorgt auf Wunsch für die gesamte Abwicklung eines Urlaubs in Kapstadt bzw. Südafrika. Darüber hinaus hat Pink Elefant Safaris Touren durch ganz Südafrika und die Nachbarländer Botswana und Namibia im Programm.
Pink Elephant Safaris, 45257 Essen, Bahnstr. 11, Kontakt: Andreas Hack, Tel. +49 (0)201-170 08 90 [Infos]

Evita

Keine schwule Tour, aber für schwule Touristen mit Sinn für bitterböse Satire ein Muss ist der Besuch einer Show von Evita Se Perron. Schon zu Zeiten der Apartheid trat Pieter-Dirk Uys als Drag Queen auf und schuf mit "Evita Bezuidenhout" eine Kunstfigur, die wegen ihrer frechen Schnauze und unverblümter Kritik an der Rassentrennung große Bekanntheit erlangte. Aber auch seit dem Fall der Apartheid mangelt es Uys nicht an Stoff für seinen schwarzen Humor.
Evita Se Perron, Restaurant & Cabaret, Darling (ehemalige Bahnstation), ca. 1 Autostunde nördlich von Kapstadt auf der Straße R27, Restaurant Di-So 10-16 Uhr geöffnet, Shows immer Sa und So um 14 Uhr, Tel. (022) 492 28 31 [Infos & Buchung]

[Mehr Infos & Tipps zum Sightseeing]


_GAY-EVENTS


Sorry, zur Zeit liegen uns keine Infos zu größeren Events in Kapstadt vor!













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