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[Letzte Aktualisierung: 4. Oktober 2012]




▼ Gay Profil ▼ Hot Spots ▼ Info & Medien

[TOURIST-INFOS_USA] [HOTELS_USA]


GAY PROFIL

Gesellschaftliches Klima
Die USA gelten als das Geburtsland der modernen Schwulenbewegung in den 1970er und 1980er Jahren. In der New Yorker Christopher Street von Manhattan begann 1969 das, was heute weltweit als Gay Pride bekannt ist.
Damals wehrten sich Schwule erstmals erfolgreich gegen Polizeirazzien in der Bar "Stonewall Inn" und setzten eine Bewegung in Gang, die sich schon bald in Europa und anderen Teilen der Welt fortsetzte. Heute haben viele andere Länder die USA in punkto Gleichberechtigung und Akzeptanz Homosexueller längst überflügelt.

Typisch für die USA ist, dass man sich stärker als anderswo über die Zugehörigkeit zu bestimmten Gruppen bzw. Minderheiten definiert, so auch die Schwulen und Lesben. Die Gay Community ist überall gut organisiert, hat funktionierende Netzwerke und kämpft um politischen Einfluss. Auch der Gedanke der Selbsthilfe ist stark verankert in einem Land, in dem sich der Staat der sozialen Fürsorge weitgehend entzieht. Eine staatliche Finanzierung schwuler Beratungsprojekte ist in den USA weitgehend unbekannt.
Auch wenn es große Unterschiede zwischen den 50 Bundesstaaten gibt, so haben sich Homosexuelle im allgemeinen doch recht große Freiräume erobert. In der Öffentlichkeit wie in den Massenmedien sind sie überall präsent. Wer Schwule und Lesben diskriminiert, muss im Land der Anwälte mit einer Klage rechnen - und das kann teuer werden.

Im Alltag wie in der Politik spielen Religion und Moral eine große Rolle. Der Einfluss christlicher Fundamentalisten, die erklärtermaßen Homosexuelle mit dem "Satan im Bunde" sehen und erbittert gegen sie und ihre Anliegen wie die Homo-Ehe kämpfen, hat in den letzten Jahren in allen Bereichen der Gesellschaft enorm zugenommen. Der Druck von dieser Seite auf erkämpfte Freiräume von Homosexuellen ist größer geworden.
So klagen Homosexuellenverbände seit einiger Zeit über zunehmenden Gegenwind und ansteigende Feindseligkeiten gegen Homosexuelle im ganzen Land, selbst in den Hochburgen der Gays. Ob sich dieser Trend verfestigt, bleibt abzuwarten.
Am liberalsten geht es für Homosexuelle generell in den großen Metropolen sowie in den Bundesstaaten an der Ostküste (New York, Pennsylvania, Neuengland-Staaten) und der Westküste (vor allem Kalifornien) zu. Dagegen gelten der Mittlere Westen mit den ländlichen Flächenstaaten und die Südstaaten ("Bibelgürtel") als besonders konservativ. Andererseits - und das macht die USA als Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Widersprüche so faszinierend - gibt es z.B. in Dallas/Texas eine der größten schwullesbischen Kirchengemeinden der USA.

Rechtliche Situation
Die Festlegung des Schutzalters ist Sache der Bundesstaaten. In vielen Staaten liegt die Schutzaltersgrenze für homosexuelle Handlungen bei 16 Jahren, in manchen Staaten wie New York, Texas oder Illinois bei 17 und in Kalifornien, Oregon, Wisconsin und weiteren Staaten bei 18 Jahren.
Darüber hinaus gibt es je nach Bundesstaat unterschiedliche Gesetze zum Schutz der öffentlichen Moral. In den meisten Staaten sind z.B. sexuelle Handlungen im öffentlichen Raum, also auch auf Toiletten, in Bars, Saunen oder beim Cruisen im Park verboten und werden strafrechtlich verfolgt (von Geldstrafe bis Haft).

Das Verbot der Diskriminierung bzw. die rechtliche Anerkennung homosexueller Partnerschaften ist ebenfalls Sache der Bundesstaaten. In einigen Staaten wie New Yersey oder Oregon sowie in manchen Städten können Homopaare eine registrierte Partnerschaft eingehen, allerdings mit deutlich weniger Rechten als bei der Zivilehe.
Die Zahl der Bundesstaaten, in denen die Gleichstellung mit der Ehe per Gesetz bereits erlaubt ist, ist noch sehr gering. Seit 2004, als Massachusetts den Anfang machte, sind Connecticut (November 2008), Iowa (April 2009) und Vermont (Mai 2009) hinzugekommen. In einigen anderen Staaten sind zumindest Gesetzesinitiativen in Gange. [Stand: Februar 2010]

In Kalifornien, wo im Juli 2008 nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs des Bundesstaates ebenfalls die Ehe für Homopaare erlaubt wurde, ist die Lage seit den letzten Präsidentschaftswahlen (November 2008) unklar, nachdem die Gegner per Volksabstimmung das Ehegesetz wieder außer Kraft setzten. Diese fordern, dass die Ehe nur als Verbindung zwischen Mann und Frau in der kalifornischen Verfassung festgeschrieben wird.
Ob die Ehen der rund 18.000 Paare, die bis zum Wahltag geheiratet hatten, bestehen bleiben ist jedoch unklar. Nach mehreren Urteilen verschiedener Gerichte in Kalifornien seit 2008 läuft alles auf eine Klage vor dem Obersten Gerichtshof in Washington hinaus, mit der jedoch frühestens in 2011 zu rechnen ist.

In den Bundesstaaten Florida und Arizona stimmten die Wähler im November 2008 ebenfalls für einen Verfassungszusatz, der die Ehe nur als Verbindung von Mann und Frau festschreibt. Damit gehören sie zu den inzwischen 30 Bundesstaaten, die de facto ein "Ehe-Verbot" für Homosexuelle in ihren Verfassungen verankert haben.
Außerdem ist bis heute ein bereits 1996 vom US-Kongress beschlossenes "Gesetz zum Schutze der Ehe" in Kraft, das die Anerkennung von "Homo-Ehe-Gesetzen" einzelner Staaten auf Bundesebene bzw. durch Bundesbehörden untersagt.

Immerhin gibt es auch Positives zu berichten: Das seit 1987 bestehende Einreiseverbot für Menschen mit HIV und Aids wurde im Januar 2010 offiziell aufgehoben!

Sicherheit
Bei Beachtung der üblichen Regeln gelten die USA als sicheres Land für Homosexuelle, wobei es natürlich große Unterschiede zwischen Metropole und "Provinz" gibt. In vielen Großstädten haben Danceclubs und Bars ihren eigenen Sicherheitsdienst. In einigen Städten wie San Francisco gibt es ausgesprochen "schwule Viertel", in denen man sich offen und frei bewegen kann. Verlässt man jedoch diese Viertel, muss man wachsamer sein und sollte durch Händchenhalten unliebsame Reaktionen nicht unbedingt herausfordern. [Sicherheitstipps aus schwuler Sicht]




Gay Community
In jeder größeren Stadt wie auch in Kleinstädten existiert eine gut organisierte Szene aus Bars, Clubs, Shops und Dienstleistungen aller Art, hinzu kommen soziale und kulturelle Aktivitäten, Sportvereine und selbst eigene Kirchengemeinden. Der Community-Gedanke ist in den USA viel ausgeprägter als in europäischen Ländern. Reisende aus Europa sind immer wieder verblüfft über die Netzwerke, die selbst in Kleinstädten existieren. Typisch für die USA ist, dass vielerorts Schwule und Lesben harmonisch zusammenarbeiten. In den Homo-Metropolen New York und San Francisco ist das Szeneangebot unüberschaubar.

Manche Orte weisen einen überdurchschnittlich hohen Anteil an homosexuellen Bewohnern auf. Meist ging es damit los, dass sie sich in einst heruntergekommenen Stadtvierteln niederließen, diese renovierten, damit attraktiv machten und so weitere Schwule anlockten. Manche der Orte wurden so zu attraktiven Reisezielen für den heimischen wie internationalen Gay Tourismus.

In punkto Freizügigkeit sind die USA ein ziemlich prüdes Land mit ausgeprägter Doppelmoral - egal, ob in Bezug auf Schwule oder Heteros. Bars mit Darkrooms sucht man in vielen Städten vergebens, ebenso Pornovideos in Kneipen oder nackte Männer in Homomagazinen. Nacktbaden ist bis auf wenige Ausnahmen überall im Land verboten.
Das war in den 80er Jahren zumindest in Städten wie New York, San Francisco oder Chicago noch anders, aber im Zuge der Hysterie durch die Aidskrise wurde mit Sexgelegenheiten in Saunen, Bars und anderswo gründlich aufgeräumt - vielerorts bis heute.

Das heißt nicht, dass es die Gelegenheiten nicht mehr gibt. Private Partys und schwule Resorts in Urlaubsdestinationen, aber auch manche Saunen sind als Refugien geblieben. Bei Sexabenteuern auf Klappen oder in Parks sollte man vorsichtig sein. Fast überall wird, teilweise auch in zivil, durch die Polizei kontrolliert. Dies alles steht natürlich im krassen Widerspruch zur Tatsache, dass viele bekannte (nicht nur schwule) Pornolabels ihren Sitz in den USA haben und Unmengen an Hardcore-Pornos für die ganze Welt produzieren.


HOT SPOTS

Die USA sind ein riesiges Land mit zahlreichen für Schwule attraktiven Städten und Regionen. Fast in jedem der 50 Bundesstaaten gibt es mindestens einen Ort mit nennenswerter Szene. GAYSONTOUR beschränkt sich deshalb auf die für den internationalen Tourismus bedeutenden Destinationen.

NEW YORK
In den wilden 1970ern bis hinein in die 1980er Jahre war New York eine der heissesten Schwulenmetropolen der Welt. Was hier an Trends geboren wurde, ging um den Erdball. Erst die Aidskrise und die anschließende Saubermann-Politik machten dem ein Ende. Zwar ist die New Yorker Szene immer noch die größte im Land, aber alles in allem geht es in den Bars und Danceclubs recht clean und gesittet zu. Darkrooms gibt's gar nicht mehr, Saunen sind bis heute geschlossen. Der Schick regiert die schwule Szene. Trotzdem: New York ist und bleibt eine faszinierende schwule Metropole.
Die Szene konzentriert sich in Manhattan in den Stadtteilen Chelsea, East Village, West Village und Midtown. Höhepunkt im Jahreskalender ist die Parade zum Gay Pride Ende Juni, an der über 1 Million Menschen teilnehmen und die noch immer durch die legendäre Christopher Street führt.

SAN FRANCISCO [Kalifornien]
In der einstigen Hippie-Hochburg Kaliforniens ist noch immer etwas vom Charme alter Zeiten zu spüren. San Francisco gehört zu den liberalsten und für Homosexuelle attraktivsten Städten in den USA. In keiner anderen Stadt sind sie so zahlreich präsent. Hier geht es auch immer noch freizügiger zu als anderswo. So findet man Bars mit Darkroom, Saunen und eine ausgeprägte Fetischszene.
Das Szeneleben konzentriert sich rund um das weltberühmte Castro-Viertel, einem schwulen Ghetto, in dem Händchen haltende Heteros auffallen, in der Folsom Street und im Stadtteil Tenderloin. Höhepunkte im schwulen Jahreskalender sind die Parade zum Gay Pride Ende Juni, die Folsom Street Fair im September, das weltweit größte Straßenfest für die Leder- und Fetischszene, und die Castro Street Fair Anfang Oktober.

FORT LAUDERDALE [Florida]
Die Stadt im Bundesstaat Florida stand nicht nur lange Zeit im Schatten der nahen Metropole Miami, sondern hatte auch den Ruf eines langweiligen Rentnerparadieses. Beides ist Vergangenheit. Fort Lauderdale, wegen seiner zahlreichen Kanäle und Wasserwege auch als "Venedig Amerikas" bezeichnet, hat sich zum Newcomer unter den Gay Destinationen in den USA entwickelt. Die Szene aus Bars, Cafés und Shops konzentriert sich im Bezirk Wilton Manors, während sich die meisten schwulen Gästehäuser in der Nähe des schwulen Strandes Sebastian Beach befinden. Höhepunkte im Jahreskalender sind das Pride Fest im April und das Stonewall Festival im Juni. [GAY GUIDE_Fort Lauderdale] [HOTELS_Fort Lauderdale]

KEY WEST [Florida]
Die südlichste der Key-Inseln in Florida gilt seit Jahrzehnten als Eldorado für Aussteiger und 'freaky people'. Es verwundert daher nicht, dass Key West schon seit Jahrzehnten ein schwules Urlaubsmekka ist. Hier geht es liberaler und weniger prüde zu als im Rest des Landes. Die Szene ist zwar klein, aber die Atmosphäre ist sehr schwul aufgeladen. Und nicht zuletzt wegen der zahlreichen freizügigen Gästehäuser ist Key West der ideale Ort für einen rundum schwulen Urlaub. Höhepunkte im Jahreskalender sind der Gay Pride im Juni und das Fantasy Fest im Oktober.
[GAY GUIDE_Key West] [HOTELS_Key West]

MIAMI & MIAMI BEACH [Florida]
Spricht man von Gay Miami, so meint man im allgemeinen Miami South Beach, die Stadt auf dem kilometerlangen, dem Festland vorgelagerten Inselstreifen. Für seinen Art Deco-District ist Miami Beach weltberühmt. Hier findet man schwule Gästehäuser, den Gay Beach und die Szene aus Bars, Discos und sonstigen Treffs. Höhepunkte im Jahreskalender sind die White Party Week im November und das einwöchige Winter Party Festival Anfang März, eine der größten Gay-Veranstaltungen Nordamerikas, u.a. mit Open-Air-Partys am Strand mit Tausenden von Teilnehmern.
[GAY GUIDE_Miami] [HOTELS_Miami]

PALM SPRINGS [Kalifornien]
Die kalifornische Wüstenstadt rund 200 Kilometer östlich von Los Angeles hat sich in den letzten Jahren zum bedeutenden schwulen Ferienresort entwickelt. Da hier das ganze Jahr über die Sonne scheint, ist immer Saison. Palm Springs hat allein drei Dutzend Gästehäuser und eine kleine, aber ausgesprochen familiäre Szene aus Bars, Clubs und Restaurants. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Die Touristenschar ist sehr bunt gemischt und international. Kurzum: der perfekte Urlaubsort zum Abhängen. Höhepunkte im schwulen Jahreskalender sind die White Party zu Ostern, einer der größten Partyevents des Landes, das Gay Rodeo Festival im Mai und der Gay Pride im November. [GAY INFOS_Palm Springs] [HOTELS_Palm Springs]

PROVINCETOWN [Massachusetts]
Der abgelegene, idyllische Badeort am Atlantik im Bundesstaat Massachusetts ist bereits seit den 1970er Jahren der Inbegriff eines schwulen Urlaubsdomizils. Rund zweieinhalb Autostunden von Boston entfernt, wurde Provincetown, das am Ende einer langgestreckten Halbinsel liegt, zuerst von Künstlern entdeckt. Als dann die Sommerurlauber nachrückten, entwickelte sich der Ort zum Eldorado für schwule Touristen, die die ruhige Abgeschiedenheit suchten. In der Hochsaison ist es mit der Ruhe zwar längst vorbei, aber Mann ist hier nach wie vor weitgehend unter sich. Täglich steigen irgendwo eine Beachparty, ein Barbecue oder andere Events und man hat das Gefühl, jeden Tag ist Gay Pride. Provincetown ist beliebt bei Bären, aber auch die ganze Palette der Gay Community ist vertreten. Bedeutendster Event des Jahres ist die Carnival Week im August, die auch als Gay Pride gefeiert wird.
[HOTELS_Provincetown]

Weitere für schwule Touristen interessante Reiseziele sind WEST HOLLYWOOD, eine eigenständige Stadt mitten in LOS ANGELES, CHICAGO am Lake Michigan im Bundesstaat Illinois, wo sich jährlich im Mai die internationale Lederszene zur Wahl des International Mr. Leather trifft, die Metropole SEATTLE im Nordwesten der USA und nicht zuletzt PHILADELPHIA im Bundesstaat Pennsylvania.


INFO & MEDIEN

Das Angebot an schwullesbischen Medien ist sehr groß, auch wenn einige bekannte Medien der letzten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 zum Opfer fielen und ihr Erscheinen einstellten. Landesweit gibt es knapp 200 Publikationen mit zumeist regionalem Bezug. In jeder größeren Stadt mit einer nennenswerten Szene gibt es mindestens eine Gay-Zeitschrift, in Metropolen wie New York oder San Francisco gleich mehrere. Die meisten erscheinen monatlich und liegen kostenlos in den Szenelocations aus. Dort erfährt man alles über neue Bars und andere Szenetreffs sowie aktuelle Events und Partytermine, außerdem enthalten sie meist auch Gay-Stadtpläne.
Die meisten Zeitschriften und Lokalblätter haben darüber hinaus eine ausführliche Online-Präsenz.

Basisinformationen online gibt es auf der Homepage von [FUN MAPS] (in Englisch), wo man für die meisten Städte in den USA und Kanada die wichtigsten Locations findet und Citymaps downloaden kann. Die Stadtpläne von FUN MAPS liegen meist auch kostenlos in ausgewählten Szenelocations im ganzen Land aus. Auf der Homepage gibt es außerdem eine aktuelle Übersicht zu den überregionalen Szene-Events in den USA und Kanada.
Eine weitere zuverlässige Informationsquelle im Netz ist die Webseite von
[GAY CITIES] (in Englisch), die Adressen von über 66 Städten in den USA und Kanada listet. Neben den Basisinfos gibt es außerdem Kommentare von Besuchern bzw. Kunden.













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