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Touristinfos__Südafrika





▼ Fakten ▼ Klima ▼ Sicherheit
▼ Landkarte ▼ Geld & Preise ▼ Reisen im Land
▼ Hinkommen ▼ Kommunikation ▼ Gut zu wissen
▼ Gesundheit ▼ Öffnungszeiten & Feiertage ▼ Adressen & Infos


[GAY INFOS_Südafrika] [HOTELS_Südafrika]


Hinweis:
Touristinfos zu [Kapstadt] & nähere Umgebung, der Touristenregion [Garden Route], der Provinz [Westkap] und [Johannesburg] findet man in eigenen Untermenüs.


© South African Tourism

Südafrika ist das am besten entwickelte Land und der einzige Industriestaat des Kontinents. Die touristische Infrastruktur ist auch in ländlichen Gebieten auf hohem Niveau.
Trotz des ausgeprägten multiethnischen Charakters des Landes und der überwiegend schwarzen Bevölkerung muten insbesondere Kapstadt und die Provinz Western Cape sehr europäisch an - was aufgrund der kolonialen Besiedlung durch Holländer, Deutsche und Engländer nicht verwundert. Afrikanischer wird es erst im zentralen Hinterland sowie im Osten und Norden des Landes.

Die Apartheidspolitik ist zwar nun schon einige Jahre offiziell vorbei (1990), aber die Folgen jahrzehntelangen Rassismus sind noch immer sichtbar (Townships) und längst nicht überwunden. Dies äußert sich auch in der nach wie vor desolaten ökonomischen Lage eines Großteils der schwarzen Bevölkerung. Der Frust darüber entlud sich u.a. im Mai 2008 bei gewalttätigen Ausschreitungen in den Townships von Johannesburg, Durban und Kapstadt, die sich gegen (schwarze) Einwanderer aus Simbabwe und Mosambik richteten und Dutzende von Todesopfern forderten.
Auch wenn Touristen davon in keinster Weise betroffen waren, sind solche Nachrichten natürlich Gift für den Tourismus und das Image des wegen seiner ethnischen Vielfalt auch als "Regenbogennation" titulierten Landes, in dem sich der Wechsel von der Apartheid zur Demokratie mit der Machtübernahme durch die schwarze Mehrheit gewaltfrei vollzog. Bis heute grenzt das im nachhinein fast an ein Wunder.

Wegen des angenehmen Klimas, den endlosen Stränden und zahlreichen Wildtierreservaten ist Südafrika optimal für Outdoor-Touristen und Naturliebhaber. Hier kann man hautnah Wale oder Nashörner in freier Wildbahn beobachten.
Die Küche des Landes ist stark von indischen und asiatischen Einflüssen sowie Meeresfrüchten aller Art und heimischem Wild wie Antilope und Strauß geprägt. Eine Spezialität ist "Biltong", getrocknetes Wildfleisch. Nicht zu vergessen die ausgezeichneten Weine, für die Südafrika weltberühmt ist.
Die für Touristen attraktivsten Regionen sind Kapstadt und Umgebung (Kap der Guten Hoffnung), die Weinanbaugebiete von Stellenbosch und Franschhoek, der Badeort Hermanus (Walbeobachtung), die "Garden Route" entlang des Indischen Ozeans mit Mossel Bay, George, Knysna, Wilderness und Plettenberg Bay sowie die Tierreservate im Hinterland und nicht zuletzt der weltberühmte Krüger Nationalpark im Nordosten des Landes.


_FAKTEN


© South African Tourism

+++ Geografie: an der Südspitze Afrikas gelegen, begrenzt durch den Indischen Ozean im Süden und Osten und den Atlantik im Westen, Nachbarländer sind Namibia, Botswana und Simbabwe (Norden) sowie Mosambik und Swaziland (Nordosten), das kleine Königreich Lesotho wird von Südafrika eingeschlossen, höchster Berg ist der Njesuthi (3.446 m) im Drakensgebirge (Osten), weitere markante Regionen sind die Kalahari-Wüste (Nordwesten), das Zentralplateau "Highveld" und der zum Indischen Ozean abfallende Landgürtel "Groot Randkant", wo sich die weltberühmte Garden Route befindet (Provinz Western Cape), Kap Agulhas ist die südlichste Spitze Afrikas, wo sich Atlantik und Indischer Ozean treffen (und nicht am Kap der Guten Hoffnung, wie oft falsch geschrieben wird) +++ Fläche: 1.219 090 qkm (dreieinhalb mal so groß wie Deutschland), West-Ost-Ausdehnung ca. 1.700 km, Nord-Süd ca. 1.500 km +++ Verwaltung: 9 Provinzen, darunter Western Cape (Kapstadt), Eastern Cape (Port Elizabeth) und Gauteng (Johannesburg), Hauptstadt ist Pretoria (Tshwane), der Regierungssitz wechselt halbjährlich zwischen Pretoria (Juli-Dezember) und Kapstadt (Januar-Juni), wo auch das Parlament sitzt +++ Politisches System: Demokratie mit starker Stellung des Präsidenten, seit den letzten Wahlen im April 2009 herrscht im Zweikammerparlament eine starke absolute Mehrheit (65,9%) des schwarzen ANC (Afrikanischer Nationalkongress), der ebenfalls 8 von 9 Provinzen regiert, nur Western Cape wird erstmals mit absoluter Mehrheit von der oppositionellen Demokratischen Allianz (DA) regiert +++ Bevölkerung: 48,8 Mio. Einwohner (2006), davon ca. 79% Schwarzafrikaner, die sich aus zahlreichen Ethnien zusammensetzen, 9,6% Weiße (ca. 1 Mio. Deutschstämmige), 8,9% Mulatten, 2,5% Inder und Asiaten - rund 1 Drittel der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre +++ Sprachen: es gibt 11 offizielle Landessprachen, die häufigsten sind Zulu (23%), Xhosa (18%), Afrikaans (13%) und Englisch (8%), Englisch ist die touristische Verkehrssprache +++ Religionen: 75% Christen (darunter Anglikaner, Katholiken und andere Richtungen), 17,5% sonstige Religionen, starke Minderheiten von Hindus und Muslimen

Die größten Städte: Johannesburg (8 Mio.), Kapstadt (3.6 Mio.), Durban (3.1 Mio.), Pretoria (1.8 Mio.), Port Elizabeth (1 Mio.) (alle Angaben für Ballungsräume)




_LANDKARTE



[Größere Kartenansicht - teilweise mit Street View]

_HINKOMMEN


Mit dem Flieger
Von Deutschland nach Südafrika beträgt die Flugzeit rund 10,5 Stunden. Da es in der mitteleuropäischen Sommerzeit keinen Zeitunterschied gibt, sind Flüge von Europa nach Südafrika weniger anstrengend als Langstreckenflüge in andere Weltgegenden, da der Jetlag wegfällt.

Johannesburg (JNB, O.R. Tambo International Airport) ist das internationale Drehkreuz des Landes mit zahlreichen Direktverbindungen in alle Welt. Viele Flüge nach Kapstadt (CPT), dem beliebtesten Ziel von Touristen aus aller Welt, erfolgen mit Zwischenstopp in Johannesburg. Von hier gibt es fast halbstündlich Weiterflüge nach Kapstadt, stündlich nach Durban und sieben Mal täglich nach Port Elizabeth, dem Tor zur Garden Route.
Die nationale Fluggesellschaft SOUTH AFRICAN AIRWAYS bietet tägliche Direktverbindungen von Frankfurt (10 pro Woche), München sowie von Zürich und Wien nach Johannesburg an (keine Direktflüge nach Kapstadt).
Andere Fluggesellschaften wie AUSTRIAN AIRLINES, SWISS, LUFTHANSA und TUIFLY fliegen von Wien, Zürich und mehreren Städten in Deutschland entweder nach Johannesburg oder nonstop nach Kapstadt.
Wer über Flughäfen im Ausland, etwa London oder Amsterdam, fliegt oder in den Vereinigten Arabischen Emiraten einen Zwischenstopp einlegt, hat wesentlich mehr Flüge nach Südafrika zur Auwahl. So fliegen ETIHAD AIRWAYS (über Abu Dhabi) und EMIRATES (über Dubai) von mehreren Städten in Deutschland sowie Zürich und Wien teilweise täglich nach Südafrika.
Weitere Infos über Südafrikas Flughäfen und Flugverbindungen auf der Webseite der Airports Company South Africa [ACSA].

© Jürgen Bieniek

Einreisebstimmungen
Für Deutsche, Österreicher und Schweizer sowie Bürger aus den meisten EU-Ländern reicht zur Einreise und einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen der Reisepass. Der Pass muss ein aktuelles Lichtbild enthalten, mindestens noch 30 Tage über den Aufenthalt hinaus gültig sein und 1 freie Seite enthalten!
Visumfreie Touristen müssen auf Nachfrage ein Rückflugticket vorlegen. Wer länger als 90 Tage bleiben möchte, benötigt ein Visum.
Laut einer internationalen Vereinbarung wird angestrebt, dass bis spätestens 2010 alle Personen nur noch mit maschinenlesbaren Pässen einreisen sollen.

Handgepäck
Für alle Flüge ab, nach und innerhalb Südafrikas gelten neben den üblichen Verboten wie der Mitnahme von Waffen, waffentauglichen Objekten und Munition folgende Sicherheitsregeln fürs Handgepäck: Flüssigkeiten dürfen in Behältern bis maximal 100 ml (gilt auch für Tuben, Cremes und ähnliches) und nur in einem transparenten, verschließbaren Plastikbeutel mit einem Volumen von maximal 1 Liter mitgenommen werden. Flüssige Medikamente dürfen auch in größeren Mengen ins Handgepäck, sofern sie benötigt werden. Am besten ein ärztliches Attest mitführen (auf Englisch). Flüssigkeiten wie Spirituosen oder Parfüm, die nach der Kontrolle im Duty-Free erworben werden, sind davon ausgenommen (das gilt nicht bei Umsteigeflügen mit Zwischenstopp innerhalb der EU!). Die Mitnahme 1 Einwegfeuerzeugs ist erlaubt.
Eine Liste der verbotenen Gegenstände bei Flugreisen findet man auf der Internetseite der [Deutschen Bundespolizei].

Zollbestimmungen
Für die Einfuhr von Pflanzen, Fleisch- und Molkereiprodukten werden Sondergenehmigungen verlangt. Ein Einfuhrverbot besteht für Psychopharmaka, Klappmesser sowie Kinder- und Tierpornographie.


_GESUNDHEIT


© South African Tourism

Die medizinische Versorgung ist vor allem in Städten recht gut, private Krankenhäuser haben europäisches Niveau. Der Abschluss einer privaten Reisekrankenversicherung fürs Ausland inklusive Rücktransport im Notfall wird dringend empfohlen.
Tipp: Manche Kreditkartenverträge beinhalten bereits eine solche Versicherung - also vorher Konditionen checken, bevor man zuviel bezahlt!

Es bestehen keine Impfvorschriften für Touristen aus Europa. Reisende aus Gelbfieber-Risikogebieten müssen jedoch eine Gelbfieber-Impfung vorweisen. Generell ist ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B, Tetanus und Diphterie zu empfehlen.
Für Menschen mit HIV und Aids bestehen keine Einschränkungen oder Kontrollen bei der Einreise.

Gesundheitsrisiken beim Reisen in Südafrika hängen stark vom individuellen Reisestil ab. Outdoor- und Safari-Touristen müssen sich mehr vorsehen als Urlauber, die 2 Wochen im Hotel in Kapstadt oder im Resort an der Garden Route verbringen.
Besonders in touristisch frequentierten Gegenden sind die Hygienestandards sehr hoch, was generell auch für Restaurants gilt. Im Unterschied zu manchen ländlichen Gebieten ist in den Großstädten das Leitungswasser gesundheitlich völlig unbedenklich.


Besondere Risiken:
Dengue-Fieber kommt landesweit vor, wird durch Stechmücken verbreitet, äußert sich durch Fieber und Muskelschmerzen, durch wirksamen Insektenschutz (vor allem in der Regenzeit von November bis Mai) kann das Risiko stark verringert werden
Malaria tropica diese gefährliche Variante kommt im Osten und Nordosten des Landes vor (u.a. auch Krüger Nationalpark), wird durch Stechmücken übertragen, größtes Ansteckungsrisiko während der Regenzeit, wirksamer Mückenschutz und eventuelle Malariaprophylaxe sind zu empfehlen, kein Malariarisiko besteht in der bei Touristen beliebten Provinz Western Cape und den übrigen Landesteilen
Billharziose Erreger der Wurmerkrankung kommt in einzelnen Landesteilen (vor allem Norden und Osten) in Teichen und Flüssen vor, bester Schutz: nicht in Binnengewässern schwimmen oder waten
Tollwut kommt landesweit vor, Kontakt mit streunenden Hunden und Katzen sowie Wildtieren und Fledermäusen vermeiden, falls kein Impfschutz besteht, bei Bissen oder Kratzern durch ein Tier schnellstens einen Arzt aufsuchen, da die Infektion tödlich endet!
UV-Strahlung ist vor allem an der Küste sehr hoch und wird meist unterschätzt, Sonnenschutz sollte mindestens bei Faktor 20 beginnen!

HIV/Aids ist stark verbreitet und ein großes Problem. Schätzungsweise 20% der Bevölkerung zwischen 15 und 49 Jahren, etwa fünfeinhalb Millionen Menschen, sind infiziert. Ungeschützte Sexkontakte also unbedingt unterlassen!

[Gesundheitstipps aus schwuler Sicht]


_KLIMA


© South African Tourism

Da Südafrika südlich des Äquators liegt, sind die Jahreszeiten denen der nördlichen Hemisphäre entgegengesetzt. Wenn also in Europa Winter herrscht, vergnügen sich die Kapstädter am Strand.
Das Klima in Südafrika ist sehr unterschiedlich. Während es im Norden und Nordosten sowie im zentralen Landesinnern zwischen November und Mai am meisten regnet, sind die Niederschläge in der Kapregion von Mai bis September am höchsten. Dann herrscht Winter und in höheren Lagen wie den Drakensbergen, auf dem Zentralplateau und sogar in Johannesburg (1.753 m) kann es auch schon mal schneien.
Generell sind die Sommer sehr sonnig und warm, wobei es nachts (je nach Höhenlage) stark abkühlen kann. Im Hochsommer beträgt die durchschnittliche Tagestemperatur in Kapstadt 25°C.

Das Klima in den Küstenregionen wird stark vom Atlantik und dem Indischen Ozean beeinflusst. Der Atlantik ist in Südafrika relativ kühl und erreicht selbst im Hochsommer maximal 19°C Wassertemperatur. Der Indische Ozean hingegen ist mehrere Grad wärmer je weiter östlich man kommt. Das sorgt entlang der Ostküste für ein feuchtes und warmes Klima mit subtropischer Vegetation. So liegen die Temperaturen in Durban ganzjährig zwischen 25°C und 35°C.
Auf der atlantischen Seite ist es hingegen kühler und trockener, die Vegetation hat überwiegend mediterranen Charakter.

Die optimale Reisezeit für die Kapregion sind die Monate Dezember bis März, für Outdoor-Touristen eher der südafrikanische Herbst (März/April) sowie die Frühlingsmonate September und Oktober.

Die kältesten Monate sind Juni und Juli (jeweils 7°C), wärmste Monate Januar und Februar (jeweils 26°C). Die Zahl der Regentage pro Monat schwankt zwischen 2 und 10. Die meisten Regentage gibt es von Mai bis August (9-10), die wenigsten im Februar (2).
(landesweite Durchschnittswerte)

Aktuelles Wetter für Südafrika und seine Regionen bei [wetteronline.de]


_GELD & PREISE


Zahlungsmittel in Südafrika ist der Rand. Gängige Fremdwährungen kann man in den meisten Banken sowie in Wechselstuben tauschen, ebenso Reiseschecks (Euro), die aus Sicherheitsgründen größeren Bargeldsummen vorzuziehen sind. An den meisten Bank- oder Geldautomaten kann man mit gängigen Kreditkarten oder der EC-Maestro-Karte Bargeld ziehen.
Die gängigen Kreditkarten MASTERCARD, AMERICAN EXPRESS, DINERS CLUB und VISA werden vielerorts in Hotels, Restaurants, touristischen Einrichtungen und größeren Geschäften akzeptiert - jedoch nicht an Tankstellen!

Wechselkurse: 1 Rand (ZAR) = 100 Cent
Banknoten gibt es für 10, 20, 50, 100 und 200 Rand
Münzen für 1, 2 und 5 Rand sowie 5, 10, 20 und 50 Cent


1 Euro = 14,24 Rand 1 Rand = 0,07 Euro
1 CHF = 11,67 Rand 1 Rand = 0,08 CHF (Stand: 14. Mai 2014)

Für die wichtigsten Reisewährungen bietet GAYSONTOUR eine Umrechnungsfunktion mit Tabelle zum Ausdrucken für die Reise an [Währungsrechner]

Dank der Wechselkurse von Euro und Schweizer Franken gegenüber dem Rand gehört das Land für Deutsche, Österreicher und Schweizer zu den günstigen Reiseländern weltweit. Vor allem kulinarische Genießer kommen in Restaurants auf ihre Kosten, ohne die Urlaubskasse zu plündern. Das gilt auch fürs Shopping und für Übernachtungen in erstklassigen Unterkünften.

In den Preisen für Waren und Dienstleistungen ist die Mehrwertsteuer von aktuell 14% bereits enthalten. Schon bei Einkäufen ab einem Warenwert von 250 Rand erhalten Touristen die Steuer bei der Ausreise erstattet. Die Rückerstattung erfolgt per Scheck in Rand oder mit deutlichem Kursverlust in Euro, alternativ ist auch die Rückbuchung auf eine Kreditkarte möglich.
Hierzu muss man sich beim Kauf (vorher checken!) als Tourist ausweisen, um eine spezielle Rechnung zu erhalten. Die Rechnungen müssen Anschrift und Steuernummer des Verkäufers enthalten, bei Waren ab einem Gesamtwert von 2.000 Rand muss auch die Anschrift des Käufers im Heimatland vermerkt sein. Zur Rückerstattung legt man Rechnungen, Waren und ein ausgefülltes Formular bei der Ausreise dem Zoll vor. Dieser Service wird auf den Flughäfen Johannesburg, Kapstadt und Durban angeboten (extra Zeit einplanen). [mehr Infos]




_KOMMUNIKATION


Die internationale Vorwahl für Telefonate aus Deutschland, Österreich und anderen Ländern Europas nach Südafrika ist 0027, bei Auslandsgesprächen in Südafrika wird zunächst 09 und dann die internationale Vorwahl des Landes gewählt - also nach Deutschland 0949, Österreich 0943 und in die Schweiz 0941 (danach die Ortsvorwahl ohne die "0" am Anfang).
Bei Telefonaten innerhalb Südafrikas ist auch bei Ortsgesprächen immer die Ortsvorwahl mitzuwählen.

Der größte Teil des Landes verfügt über ein gut funktionierendes Telefonnetz. Münztelefone erkennt man an der blauen, Kartentelefone an der grünen Farbe. Telefonkarten gibt es bei allen Postämtern sowie in Schreibwarengeschäften, Souvenirshops und manchen Supermärkten.
Auslandsgespräche von Hotels aus sind im allgemeinen sehr teuer.

Die landesweite Notrufnummer für die Polizei lautet 10111, die für Krankenwagen 10177. Der Polizei-Notruf über Mobilfunk lautet 112.

In Südafrika funktionieren auch Mobiltelefone, die nicht dem allerneuesten Stand der Netztechnik entsprechen, aber das Netz hat vor allem in dünn besiedelten Gebieten Lücken. Die meisten Anbieter haben mit ausländischen Mobilfunkgesellschaften Roaming-Verträge abgeschlossen. Da die Gebühren sehr hoch sein können (ab 2 Euro pro Minute), ist es wesentlich günstiger, sich eine lokale SIM-Karte zuzulegen oder ein Handy anzumieten.

Jedes bessere Hotel verfügt über Internetanschluss, je nach Standard auch in den Zimmern. Ansonsten gibt es in jedem größeren Ort mindestens ein Internetcafé.

Die Post ist zuverlässig, Luftpost nach Europa ist bis zu 1 Woche und länger unterwegs.


_ÖFFNUNGSZEITEN & FEIERTAGE


Öffnungszeiten
Geschäfte sind in der Regel Mo-Fr von 9-18 Uhr und Sa von 9-13 Uhr geöffnet, Einkaufszentren und große Supermärkte sind länger offen, teilweise auch sonntags. Spätkauf ist in größeren Städten nur bei Seven Eleven möglich (bis 23 Uhr).

Tankstellen haben in der Regel rund um die Uhr geöffnet, Banken Mo-Fr von 9-15.30 Uhr und Sa von 8.30-11 Uhr und Postämter Mo-Fr von 8.30-17 Uhr und Sa von 8-12 Uhr. Öffentliche und private Museen haben keine geregelten Öffnungszeiten.

Gesetzliche Feiertage
Neujahr: 1. Januar Tag der Menschenrechte: 21. März Karfreitag Tag der Familie: immer Ostermontag Freiheitstag: 27. April Tag der Arbeit: 1. Mai Tag der Jugend: 16. Juni Nationaler Frauentag: 9. August Tag des Erbes: 24. September Tag der Versöhnung: 16. Dezember Weihnachten: 25. Dezember Tag des Guten Willens: 26. Dezember

Feiertage, die auf einen Sonntag fallen, werden am darauf folgenden Montag begangen.




_SICHERHEIT


Zwar belegt Südafrika bei der Gewaltkriminalität weltweit einen Spitzenplatz, trotzdem ist es für Touristen - wenn man bestimmte Regeln beachtet - ein relativ sicheres Reiseziel.
Wichtig zu wissen: Die Angst machende Gewaltkriminalität mit durchschnittlich 50 Morden pro Tag geschieht fast ausschließlich in den sogenannten Townships (Schwarzensiedlungen), mit denen Touristen gewöhnlich nicht in Berührung kommen. Vorsehen muss man sich jedoch überall vor Taschendiebstählen, Einbrüchen und mancherorts auch Straßenraub und Überfällen.

In touristischen Zentren, insbesondere in Kapstadt, hat sich die Sicherheitslage für Touristen in den letzten Jahren durch erhöhte Polizeipräsenz und andere Maßnahmen verbessert. Reisen in der Provinz Western Cape (Garden Route) gilt als relativ sicher. Besonders vorsichtig sollte man bei individuellen Reisen nach Johannesburg sein. Die Metropole gilt in manchen Gebieten auch außerhalb der Townships als gefährliches Pflaster. Hier sind organisierte und geführte Reisen empfehlenswert.

Die landesweite Notrufnummer der Polizei lautet 10111, die für Krankenwagen 10177 (über Mobilfunk nur für südafrikanische SIM-Karten freigeschaltet). Der Polizei-Notruf über Mobilfunk lautet 112.

Folgende Sicherheitsregeln sollten unbedingt befolgt werden:

Wertsachen, Pass und andere Reisedokumente immer im Hotelsafe lassen und - falls nötig - bei Touren oder Ausflügen nur Kopien von Dokumenten mitführen, Videokameras verbergen und nur so viel Bargeld mitnehmen wie nötig. Nichts im Mietwagen liegen lassen, was anderen gefallen könnte, sonst riskiert man eingeschlagene Scheiben. Beim Autofahren und bei Halts an Ampeln immer Türen und Fenster verriegeln.
Sich möglichst nicht als Tourist "outen", indem man z.B. öffentlich eine Straßenkarte studiert oder jemanden nach einer Straße fragt.
Vor einem Ausflug im Hotel nach Besonderheiten und Sicherheitstipps fragen.
Wanderungen oder Ausflüge möglichst nicht alleine unternehmen oder auf einsamen Wegen wandern. Am sichersten sind organisierte Touren, das gilt erst recht für Township-Führungen.
Vorortzüge in Johannesburg, Durban, Pretoria und Kapstadt sollte man grundsätzlich meiden.
Das Zentrum von Johannesburg gilt auch tagsüber als gefährlich. In Durban, Pretoria und Kapstadt ist die Situation entspannter, man muss aber auch hier tagsüber vorsichtig sein. Nach Geschäftsschluss, an Sonntagen und nach Einbruch der Dunkelheit sollte man die Innenstadtbezirke meiden, auf keinen Fall aber alleine zu Fuß unterwegs sein.
Bei längeren Ausflügen mit dem Mietwagen immer gute Straßenkarten, ein Handy für den Notfall und die Nummer des Hotels (wichtige Nummern speichern) dabei haben sowie auf volle Tankfüllung achten. Möglichst vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück sein oder am Zielort ankommen.
Möglichst nicht anhalten und aussteigen (es könnte eine Falle sein!), wenn ein anderer Autofahrer am Straßenrand eine einfache Panne hat, sondern ggf. per Handy den Notfallservice benachrichtigen.
Wegen der hohen Gewaltbereitschaft der Täter sollte man bei Überfällen unbedingt auf Gegenwehr verzichten.

[Tipps zur Sicherheit auf Reisen]


_REISEN IM LAND


© South African Tourism

In bewohnten Gegenden ist das Straßennetz in der Regel sehr gut. Die nummerierten Nationalstraßen (N) und Regionalstraßen (R) sowie andere wichtige Verbindungen sind asphaltiert und in gutem Zustand. Die Ausschilderung ist für Touristen ausgezeichnet.

Mit dem Flugzeug
Wer nicht mit dem Mietwagen unterwegs ist oder für eine Rundreise wenig Zeit hat, dem bleibt aufgrund der großen Entfernungen nur das Flugzeug. Die staatliche Airline SOUTH AFRICAN AIRWAYS verbindet täglich alle wichtigen Städte des Landes, darunter Kapstadt, Johannesburg, Durban, Pretoria, Port Elizabeth, George, East London, Kimberley und Bloemfontein.

Von Kapstadt nach Johannesburg sind es 2 Stunden mit dem Flieger und 15 Stunden mit dem Auto, nach Durban 2 bzw. 18 Stunden und nach Port Elizabeth 1 bzw. 7 Stunden. Mit der Bahn ist man in der Regel doppelt so lang unterwegs wie mit dem Auto.

Wegen der Größe des Landes beschränken sich die meisten Touristen ohnehin auf eine oder zwei Provinzen oder machen organisierte Rundreisen inklusive Safaris in Tierreservaten. Individualtouristen, die sich auf die Region Kapstadt, die Winelands und die Küste der Garden Route am Indischen Ozean beschränken, sind mit einem Mietwagen am besten bedient.


Mit dem Mietwagen
Wer mit dem Mietauto unterwegs ist, benötigt einen internationalen Führerschein, der nur zusammen mit dem nationalen Führerschein gültig ist. Es empfiehlt sich, eine englische Übersetzung mitzuführen. Das Mindestalter beträgt 23 Jahre.
Hinweis: Reservebenzin darf nicht mitgeführt werden! Die meisten Tankstellen haben aber täglich rund um die Uhr geöffnet. Immer Bargeld mitführen, da nicht mit Kreditkarten bezahlt werden kann. Außerdem gibt es keine Selbstbedienung an Tankstellen.


© South African Tourism

Mit Bus & Bahn
Es gibt mehrere landesweit operierende Busunternehmen, die alle wichtigen Zentren des Landes verbinden. Busfahren gilt als sicher und komfortabel. Das Unternehmen [Intercape Mainliner] verbindet Kapstadt mit den touristischen Zentren in der Provinz Western Cape und den übrigen Landesteilen.

Wegen der abwechslungsreichen Landschaften haben Bahnfahrten in Südafrika ihren besonderen Reiz. Die staatliche Bahn SPOORNET entspricht aber nicht dem europäischen Standard. Wer mit ihr fährt, sollte immer die 1. Klasse nehmen - auch aus Sicherheitsgründen. Sicher und viel komfortabler reist man mit privaten Luxuszügen durchs Land. Folgende Züge und Routen sind besonders zu empfehlen:

Blue Train Pretoria-Kapstadt und Pretoria-Durban, Abteile mit Badezimmer, Telefon, Fernseher und Klimaanlage [Infos]
Rovos Rail Pretoria-Kapstadt, Kapstadt-George, Pretoria-Durban, Fahrten beinhalten organisierte Ausflüge bei Stopps [Infos]
Premier Classe verbindet 1 Mal pro Woche Kapstadt und Johannesburg, Fahrtzeit 25 Stunden [Infos]


_GUT ZU WISSEN


Reisen für Behinderte
In Südafrika gibt es nur sehr beschränkt behindertengerechte Einrichtungen und nur größere Hotels sind auf Behinderte eingestellt. In vielen touristischen Einrichtungen wird auf deren Bedürfnisse kaum Rücksicht genommen. Je nach Art der Behinderung sollte man sich eine Reise nach Südafrika also gut überlegen und sich am besten vorher bei Hotels bzw. Veranstaltern erkundigen!
Allgemeine Infos zum barrierefreien Reisen und nützliche Linktipps u.a. zu Reiseveranstaltern gibt es auf der Homepage von [Rehacare].
Zeitzone
In Südafrika gibt es nur eine Zeitzone und keine Unterteilung in Sommer- und Winterzeit. In der mitteleuropäischen Winterzeit gehen die Uhren in Südafrika 1 Stunde voraus, in der Sommerzeit herrscht Zeitgleichheit. Das bedeutet für die meisten Touristen aus Europa: Sie müssen sich nicht mit Jetlag herumschlagen!
Strom
Die Netzspannung beträgt landesweit 220 Volt (nur in Pretoria 250 V). Touristen aus Europa benötigen Adapter für dreipolige Stecker (gibt es im Elektronikhandel). Gute Hotels stellen Adapter zur Verfügung. In letzter Zeit kommt es in manchen Gegenden des Landes immer wieder zu Stromausfällen. Grund: mangelnde Kapazitäten, da in der Vergangenheit zu wenig in den Neubau von Kraftwerken investiert wurde. Das Problem wird noch einige Zeit bestehen bleiben. Größere Hotels haben Dieselaggregate für Notfälle.



Trinkgeld
Trinkgeld ist in Restaurants und bei sonstigen Dienstleistungen üblich. In Restaurants und im Taxi gibt man mindestens 10% der Summe. Zimmermädchen bekommen pro Tag 5 Rand, ebenso Kofferträger und Parkwächter. Auch Rangern wird nach einer Safari Trinkgeld gezahlt. An Tankstellen gibt man dem Servicepersonal 5-10 Rand.
Verkehrsregeln
In Südafrika herrscht Linksverkehr! Die Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften beträgt 60 kmh, auf Landstraßen 100 kmh und auf Autobahnen 120 kmh. Bußgelder für zu schnelles Fahren sind sehr hoch. Die Promillegrenze für Alhohol am Steuer beträgt 0,5. Mobil telefonieren ohne Freisprechanlage ist verboten.
Alkohol & Drogen
Der Erwerb und Konsum von Alkohol sind ab 18 Jahren gestattet. Auf öffentlichen Plätzen (auch am Strand) ist der Genuss von Alkohol generell verboten. Restaurants, die neben Bier und Wein auch Spirituosen anbieten, benötigen eine spezielle Lizenz. An Sonn- und Feiertagen darf in Supermärkten oder Geschäften kein Alkohol verkauft werden.
Grundsätzlich sind der Erwerb und Konsum von Drogen wie etwa Cannabis illegal. Beides wird hart bestraft. Touristen sollten auf jeden Fall die Finger davon lassen, denn Südafrikas Gefängnisse sind bestimmt kein Zuckerschlecken!
Rauchen
Ein landesweites Rauchverbot besteht für öffentliche Gebäude und Einrichtungen, Verkehrsmittel, Bahnhöfe und Flughäfen. In vielen Restaurants wird entweder gar nicht geraucht oder es gibt Raucherecken. In Bars und Clubs darf geraucht werden.
Strände & Haie
Südafrikas Strände sind für Badeurlauber und Surfer sehr attraktiv - und in der Regel sicher. Die populären Strände werden überwacht und sind teilweise mit Netzen gegen Haie geschützt. Trotzdem sollte man nicht allzuweit vom Strand entfernt schwimmen oder surfen. Wer an abgelegenen Küstenabschnitten schwimmt oder surft, geht ein Risiko ein.
Nacktbaden ist in Südafrika verboten. Nur am Sandy Beach nahe Kapstadt ist FKK seit langem üblich und wird geduldet. Viele Strände haben Umkleidekabinen, die man auch benutzen sollte.
Südafrika ist neben Marokko das einzige afrikanische Land, dessen Traumstrände mit der Blauen Flagge ausgezeichnet werden. Das international anerkannte Gütesiegel, das jährlich vergeben wird, steht für höchste Wasserqualität sowie saubere und sichere Strände, aber auch für deren ökologisches Management. 2009 erhielten insgesamt 29 Strände - 10 mehr als ein Jahr zuvor - die für die Tourismuswerbung heißbegehrte Auszeichnung, darunter einige in Kapstadt sowie entlang der Garden Route.


_ADRESSEN & INFOS


Südafrika Tourismus
Die nationale Tourismuszentrale SOUTH AFRICAN TOURISM bietet deutschsprachige Infos zu allen Provinzen des Landes, insbesondere aber zur Region um Kapstadt und die Provinz Western Cape (Winelands, Garden Route). [Infos]

Weitere deutschsprachige Reiseinfos erhält man telefonisch unter den Hotlines 0800-118 9 118 (für Deutschland, kostenlos), 0820-500 739 (für Österreich, 0,14 €/Min) und 0848-663 522 (für Schweiz, 0,14 €/Min). Infomaterial auf Deutsch kann auch per [E-Mail] angefordert werden.

Infos, zahlreiche Tipps und nützliche Adressen auf Deutsch findet man außerdem auf der Webseite von [Kapstadt.com] sowie beim Portal [Kapstadt.de].


Mit ihrem jährlich neu erscheinenden, deutschsprachigen Reiseführer South Africa TOURS bietet die nationale Fluggesellschaft South African Airways (SAA) vielfältige Anregungen, zahlreiche Tipps und Angebote für einen gelungenen Südafrika-Aufenthalt.
Ob Gruppen-Safari im Busch oder Individualtrip nach Kapstadt, ob Badeurlaub an der Garden Route oder Wandern durch die Winelands, die aktuelle, 134 Seiten starke Broschüre für 2010/11 im Magazinformat bietet zahlreiche Angebote (inklusive Reiseveranstalter) für jeden Geldbeutel - und den passenden Flug mit SAA dazu.
Außerdem gibt es eine gute Auswahl an Unterkünften und Safari-Lodges, die detailliert beschrieben und nach Provinzen gegliedert sind. Tourenvorschläge für Urlauber auf eigene Faust und landeskundliche Kurzinfos mit Landkarten runden den empfehlenswerten Reiseführer für Südafrika ab.
Darüber hinaus gibt es Infos und Tipps zu den Nachbarländern Namibia, Swaziland, Botswana, Zambia, Zimbabwe, Mozambique sowie die Insel Mauritius im Indischen Ozean.
Interessierte können den aktuellen Reiseführer auf der Webseite von SAA kostenlos [bestellen].


Botschaften und Konsulate
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
180 Blackwood Street, Arcadia, ZA-Pretoria 0083 (Postanschrift: PO Box 2023, ZA-Pretoria 0001), Tel. (012) 427 89 00, Fax (012) 343 94 01 [Homepage]
Außenstelle der Botschaft und Generalkonsulat in Kapstadt

Botschaft der Republik Österreich
1109 Duncan Street, Brooklyn, ZA-Pretoria 0181 (Postanschrift: PO Box 95572, ZA-Waterkloof 0145), Tel. (012) 452 91 55, Fax (012) 460 11 51 [Kontakt] & [Homepage]
Generalkonsulat in Kapstadt

Botschaft der Schweiz
225 Veale Street, Parc Nouveau, New Muckleneuk, ZA-0181 Pretoria (Postanschrift: PO Box 2508, Brooklyn Square, ZA-Pretoria 0075), Tel. (012) 452 06 60, Fax (012) 346 66 05 [Kontakt] & [Homepage]
Generalkonsulat in Kapstadt, Konsulat in Durban




Bildnachweise:
Flagge Südafrika © moonrun - Fotolia.com
alle übrigen Bilder (Ausschnitte) © South African Tourism














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